Ausflugstipp: The Pink Floyd Exhibition in Dortmund

Falls Ihr noch ein Weihnachtsgeschenk sucht oder im Winter noch etwas Schönes in geschlossenen Räumen unternehmen möchtet, habe ich einen Ausflugstipp für Euch: Die Pink-Floyd-Ausstellung The Pink Floyd Exhibition: Their Mortal Remains im Dortmunder U in Dortmund.

Vor ziemlich genau vier Wochen hatte ich das Vergnügen, mir die Ausstellung auf Einladung von Sennheiser hin anzusehen. Ich würde mich jetzt nicht gerade als Pink-Floyd-Fan bezeichnen. Ich kenne – mal bewusst, mal unterbewusst – die wohl wichtigsten Songs und habe ein paar spannende Albumcover im Kopf. Ansonsten ist meine einzige aktive Assoziation mit Pink Floyd eine Begegnung mit dem Song „Wish you were here“. Den spielte mir mein High-School-Schulfreund Cody an der High School in Florida gerne während des Physikunterrichts auf seiner (nicht eingestöpselten) E-Gitarre vor. Aus heutiger Sicht klingt das ziemlich abstrus. War es auch. Aber auch wunderbar.

Multimediales Wunderwerk

Zurück zum Thema. Was ich damit sagen will? – Selbst als totaler Pink-Floyd-Noob lohnt sich diese Ausstellung. The Pink Floyd Exhibition: Their Mortal Remainsist ein multimediales Wunderwerk, das einen für ein paar Stunden mitten in die Geschichte dieser herausragenden Band entführt. Zwischen unzähligen Original-Artefakten wandert man hautnah durch die Dekaden und musikalischen Phasen der Briten, sieht Fragmente von Songtexten, zig Instrumente, Albumcover, Konzertplakate und ausgewählte Zeitungsartikel aus den jeweiligen Jahren. Schon das alleine erinnert mich an die Aufmachung der Elvis-Ausstellung in Graceland. Besonders beeindruckend ist dazu aber die Kombination aus kleinen Ausstellungsstücken, echten Bühnenaufbauten und -requisiten, Original-Interviews im Video und – viel wichtiger – jeder Menge Musik.

Vielleicht kennt Ihr das aus anderen Ausstellungen und Museen – an verschiedenen Ecken laufen Videos mit Interviews oder Filmausschnitten, im Hintergrund dazu noch Musik und zusammen mit den Gesprächen den Besucher entsteht eine Kakophonie, durch die der Ausstellungsbesuch irgendwann einfach nur noch anstrengend ist. Alternativ hat man einen Audioguide auf den Ohren, bei dem man laufend irgendwelche Nummern drücken muss, um die passenden Infos zum jeweiligen Exponat zu bekommen, vor dem man steht. Oder das Ding läuft automatisch und erzählt Sachen, die man nicht versteht, weil man irgendwo von der vorgesehenen Route abgewichen ist. „Sie verlassen das erfasste Straßennetz.“ – Oder so ähnlich.

Intelligenter Audioguide

Warum erzähle ich das? Genau dieses Problem hat man in der Pink-Floyd-Ausstellung nicht. Es gibt ebenfalls einen Audioguide, aber statt zu nerven, trägt er ganz entscheidend zur ganzheitlichen Pink-Floyd-Experience bei. Das Gerät es intelligent. Es merkt, in welchem Teil der Ausstellung man sich gerade befindet. Anstatt zu verwirren, spielt es ganz automatisch immer den passenden Soundtrack ein und wechselt auch, wenn man sich zum nächsten Exponat bewegt. Mal sind das wegweisende Songs aus der jeweiligen Ära, dann das Interview auf dem Bildschirm, dem man am nächsten ist. So kann man sich auf seinem (fast) ganz eigenen Weg über Stunden in Pink Floyd verlieren, über dreißig Jahre Musikgeschichte gefühlt live erleben und z.B. erfahren, wie legendäre Albencover –z.B. von „Animals“ – entstanden sind. 

Besonders beeindruckt hat mich das Finale. Da muss man die Kopfhörer dann tatsächlich abnehmen und findet sich plötzlich inmitten einer echt krassen Sound-Installation zu einem Pink-Floyd-Livemitschnitt  wieder. Überlebensgroß, gefühlt zum Anfassen. Man hat es hier geschafft, das Live-Gefühl vor die Mattscheibe zu holen. Jedenfalls hatte ich am Ende eines Songs das Bedürfnis, zusammen mit dem Publikum im Video zu applaudieren. Kein Witz!

Ich habe bei meinem Besuch noch jede Menge gefilmt, bin aber noch nicht dazu gekommen, daraus ein vernünftiges Video zu machen. Sobald ich es fertig habe, wird es hier ergänzt. Bis dahin besucht einfach mein Instagram-Profil und schaut Euch die Pink-Floyd-Story-Highlights an.

Noch bis Mitte Februar 2019

Die Ausstellung läuft noch bis zum 15. Februar 2019 im Dortmunder U. Die Öffnungszeiten sind Dienstag – Mittwoch von 10 bis 18 Uhr, Donnerstag – Freitag von 10 bis 20 Uhr und am Wochenende von 10 bis 22 Uhr. Tickets gibt es im Vorverkauf über die Webseite der Ausstellung. Mehr Infos findet Ihr hier.

Und Ihr?

Habt Ihr die Ausstellung auch schon besucht? Falls ja, was hat Euch am besten gefallen? Ich freue mich über Eure Kommentare!

Disclaimer: Unbezahlte Werbung. Der Beitrag ist freiwillig und unabhängig von der Sennheiser-Einladung entstanden.

Ein Kommentar auch kommentieren

  1. Constanze sagt:

    Konnte die Ausstellung leider nicht besuchen 🙁 Danke für das Recap, sieht einfach nur mega aus!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.