Der Hurricane Blog 2015 – Freitag

Hallo Hurricane 2015, wir haben dich vermisst! Marie und ich bloggen fleißig live und versorgen Euch zu Hause mit jeder Menge Fotos, Insider Stories, Interviews und Konzertberichten. 

Freitag, 10:30 Uhr:

Seid Ihr auch schon wach? Ja? Wir sind gerade vom Soundcheck von Placebo geweckt worden. Es gibt schlechtere Wecker auf dieser Welt. Marie und ich sind schon gestern Abend (Donnerstag) angereist und mit der Kamera über den Campingplatz gewandert. Warum sich Marie dabei irgendwann spontan in Harry Potter verwandelt hat, seht Ihr später. Der wunderbare Regenbogen ist übrigens nicht verantwortlich.

 

Eigentlich wollten wir ja zu Supershirt und Alle Farben auf der White Stage, aber irgendwie sind wir vor dem Partytruck von CampFM hängengeblieben. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren sitzen die Jungs und Mädels vom Festivalradio nicht mehr nur in ihrem kleinen Containerstudio auf dem Zeltplatz, sondern haben einen richtig fetten Truck mit Bühne dabei. Dort hat Melle gestern Abend von 20 Uhr bis 2 Uhr für die wohl krasseste Outdoor-Campingplatz-Tanz-Action gesorgt, die das Hurricane Festival in 10 Jahren gesehen hat. Stark!

Anfangs sah es gar nicht danach aus, wie uns Moderator Stoffi nachts noch verraten hat. Irgendwann hätten dann 10 Leute getanzt und mit jedem neuen Song ging für  Melle das Zittern los: „Du musst diese 10 Leute halten!“ Und irgendwann, wie aus dem Nichts, standen plötzlich mindestens 500 Leute vor der DJ-Bühne.

Läuft! Beck's CampFM Open Air Disco mit DJ Melle – nichts wie hin da! #hurricane15

A video posted by Hurricane Festival (@hurricanefestival) on

 

Ansonsten ist es auf den beliebtesten Campingplätzen schon gut voll, die Stimmung ist super und die Anreise ist zumindest gestern auch ohne größere Staus über die Bühne gegangen (nicht so wie vor 5 Jahren Donnerstags, wo wir locker 3 Stunden auf der Landstraße festhingen). Einzig das bargeldlose Bezahlen bereitet den Veranstaltern doch wieder etwas Kopfschmerzen. Im Vorfeld hatte man die Besucher dringend dazu angehalten, sich zu Hause zu registrieren und Geld auf seinen Chip zu laden. Und genau diese braven Menschen hatten letzte Nacht die Arschkarte gezogen. Aufgrund von Serverproblemen waren ihre Chips gesperrt und so mussten sich die Armen stundenlang in endlose Schlangen vor den Info-Points stellen, um die Chips wieder entsperren zu lassen.

Wenn es denn dann funktioniert, ist das bargeldlose System wirklich großartig. Wir hatten uns vorab noch nicht registriert und tadaaaa, innerhalb von insgesamt 90 Sekunden waren unsere Chips am Automaten freigeschaltet und mit unserem mitgebrachten Bargeld aufgeladen. Keine Warteschlange, alles easy.

So, wir wandern jetzt zurück zum Campingplatz und suchen uns einen Kaffee. Bis später! Katha


Freitag, 15.07 Uhr

Es geht los, es geht los! Auf der Green Stage eröffnen gerade Sunset Sons das Hurricane Festival 2015. Fröhlicher Indierock, der mega abgeht und mich irgendwie an die Arkells erinnert. Marie arbeitet gerade fleißig daran, das Geheimnis rund um ihre Harry Potter Metamorphose zu lüften. Einen Moment dauert das allerdings noch.

Wie jedes Jahr hat man direkt wieder die Qual der Wahl. Welche Band gucke ich mir an? Welche lasse ich links liegen? Es Überschneiden sich einfach mal wieder jede Menge guter Acts. Mein Pflichtprogramm heute sind auf jeden Fall Die Continental Crows, Labrassbanda, Placebo, frittenbude und in Erinnerung an die Skatepunkphase meiner Jugend noch Lagwagon und Millencolin. Und dazwischen lasse ich mich noch von ein paar Sachen überraschen.

Jetzt geht’s aber erst mal raus zur Blue Stage, wo gerade The Districts spielen. Die hören sich selbst durch die Kakophonie aus White Stage Blue stage und Red Stage hindurch gar nicht schlecht an.

Niedliche Anekdote: als ich vorhin zurück aufs Gelände gehen wollte, trat ein Schrank von Security auf mich zu, so als ob er mich nicht vorbei lassen wollen würde. Ich zeige ihm mein Presseband und er meint: „Nein, ist alles ok, aber… kannst du vielleicht ein Foto von mir machen?“ -Na klar doch 🙂

Bis Spädda! Katha


Freitag, 16.22 Uhr
Kleine Planänderung. Statt The Districts höre ich mich lieber We Are The Ocean auf der Green Stage an. Die legen gut vor, die Menge feiert und überhaupt ist die Stimmung wirklich bombig. Auch wenn immer mal wieder ein paar Regentröpchen aus den Wolken fallen, die hier in grauschwarz immer mal wieder bedrohlich über das Gelände wabern.

Gleich gibt es hier noch eine kleine Pressekonferenz. Leider genau dann, wenn die Counting Crows spielen sollen. Immer diese Entscheidungen. Darin bin ich doch so schlecht.

Übrigens ist hier auf dem Gelände einiges anders als in den vergangenen Jahren. Die Chillout Zonen sind gefühlt alle merklich gewachsen und die VIP Lounge ist plötzlich doppelt so groß wie früher. Und vieles steht genau anders herum, was mich hin und wieder noch sehr verwirrt. Der Mensch ist doch eben ein Gewohnheitstier 😉
K.


Freitag, 16.40 Uhr

Kurze Infos von der Pressekonferenz. Die Veranstalter erklären, warum es gestern Abend zu so vielen Problemen mit dem bargeldlosen Zahlsystem gekommen ist. Schuld daran war eine zu schwache Netzwerkverbindung, die die Telekom aufgebaut hatte. Angeblich habe diese vergangene Woche gut funktioniert, sei dann aber direkt zum Start in die Knie gegangen. Inzwischen ist das Internetproblem behoben, alles geht super schnell. leider müssen die Chips der Leute, die sich zu Hause bereits angemeldet hatten, weiter nachaktiviert werden. Allerdings sei man in etwa zwei Stunden damit fertig, sodass dann endlich alles normal läuft. Die speziell eingerichteten Helpdesks bleiben bestehen.


Freitag, 19:47 Uhr

Nach gefühlten fünf Stunden ist dann auch endlich mal der Upload für unsere Bildergalerie abgeschlossen. Hier seht Ihr ein paar Bildchen von gestern Nacht und heute vormittag. Wie ihr seht, wir haben Spaß 😉

 

Es ist mir übrigens relativ unerklärlich, warum und wieso die Zeit hier so schnell verfliegt. Man mag es kaum glauben, aber das ist wahrscheinlich das erste Mal, dass ich beim Hurricane bin und noch keine Band komplett gesehen habe. Naja, meine Highlights kommen vermutlich eher morgen. The Gaslight Anthem müssen nachher aber auf jeden Fall noch sein, Placebo natürlich auch. Wahrscheinlich machen wir es uns einfach an einem Foodtruck bei der grünen Bühne bequem und bleiben da.

Zu den Foodtrucks und dem vollkommen neuen Food-Konzept vom Hurricane Festival haben wir vorhin übrigens ein schönes Interview mit Dannie Quilitzsch geführt. Das seht Ihr dann morgen hier im Blog.

Nebenan spielen gerade übrigens NOFX. Und irgendwie ist doch alles wie immer 😉

Status: Zu wenig Bands gesehen, es ist saukalt. Aber trotzdem ist die Stimmung jut. Bis nachher! 🙂 Katha

 


Freitag, 20:25 Uhr

Unser erstes kleines Video ist online! Jetzt wisst Ihr auch endlich, warum Marie kurzzeitig ein Harry Potter war 😉

 

Freitag, 23.49 Uhr

Draußen donnern Placebo auf der Green Stage durch ihr Programm, als wären sie junge Rockgötter. Die Lichtshow ist wirklich extrem beeindruckend. Riesige Laser im Himmel, extrem bunte LEDs auf der Bühne. Überhaupt scheint das Hurricane Festival dieses Jahr in extrem gute Licht- und Kameratechnik investiert zu haben. Die Leinwände an den Bühnen zeigen ein gestochen scharfes Bild, ganz so wie der Full HD Fernseher zu Hause. Keine Spur mehr vom LED-Brei früherer Jahre.

Gerade bin ich mit Marie durch die Gegend gelaufen und habe ihr dabei zugesehen, wie sie mitten im strömenden Regen recht beeindruckende Langzeitbelichtungen hingelegt hat. Die seht ihr spätestens morgen an dieser Stelle.

Ansonsten ist mein vorzeitiges Fazit des Tages: Heute standen weniger die Bands als das Essen im Vordergrund. Klar gab es einige Highlights, wie jetzt gerade eben Placebo oder davor The Gaslight Anthem. Aber richtig gut wurde mein Tag eigentlich erst durch all das herrliche Essen, was man in diesem Jahr hier schnabulieren kann. Die klassischen Dönerbuden und speckigen Pommes-Schmieden sind weg… und ich fürchte, dass ich bis Montag fünf Kilo zunehmen werde 😉

Körperliches Befinden: Alles ok, nur saukalt. Lieber Sommer, es ist Sommer und nicht Herbst. Aber gut, bei meinem ersten Hurricane Festival 2005 war das Wetter ungefähr genauso. Regen, kalt, windig. Da will mir der Wettergott wohl einfach nur ein gebührendes 10-jähriges Jubiläum bescheren.

Mit diesem Post verabschiede ich mich für heute. Mit etwas Glück sehe ich gerade noch den Rest von Millencolin. Suicidal Tendencies und Deadmau5 werde ich mit aufgrund akuter Eisfüße gerade einfach schenken. Auch wenn mich einige dafür hassen werden 😉

 

5 Gedanken zu „Der Hurricane Blog 2015 – Freitag“

  1. Ich finde es echt super, dass ihr über das Festival bloggt und auch vloggt. 😉
    Die Story mit dem Security- Menschen ist echt süß. ^^
    Was habt ihr denn schon alles gegessen?
    Diese Foodtrucks sind richtig gut, gibt’s sogar in Luxusversion. Finde ich eine gute Idee aus Amerika.
    Der Harry- Blitz war echt niedlich!
    Ich werde das hier weiterhin fleißig lesen.
    Mich würde es freuen, wenn ihr auch mal ein paar Acts in ein Video packt oder so. Oder geht das nicht, wegen irgendwelcher Regeln?
    Bis bald,
    Mia 🙂

    1. Hi Mia! Danke für die Blumen 🙂 Die Acts dürfen wir leider tatsächlich nicht in die Videos mit reinpacken. Da gibt es ziemlich strenge Regeln. Und wenn man es doch macht, muss man sehr hohe Strafen zahlen. Aber vielleicht ändert sich das ja irgendwann mal.

      Gegessen haben wir sooooo viel! Handbrotzeit, Burritos, veganen Döner, Tortillas, Pasta, Pizza, handgemachte Pommes… und noch viel mehr.

      Ich freu mich echt, dass du so fleißig mitliest! 🙂 Bis bald!

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