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Immer in Bewegung – Ein Foto-Besuch bei Revolverheld

Revolverheld sind seit vergangener Woche mit dem zweiten Teil ihrer „Immer in Bewegung“-Tour unterwegs. Letzten Donnerstag, am 20. November, waren sie im Gerry Weber Event Center in Halle/Westfalen zu Gast. Relativ spontan durfte ich mich mit meiner Kamera dazugesellen und das Konzert aus dem Fotograben beobachten.  Immer in Bewegung – Ein Foto-Besuch bei Revolverheld weiterlesen

Monday Madness: Revolverheld – „Ich lass für dich das Licht an“

Eine kleine Vorab-Warnung an alle Mädels, die nah am Wasser gebaut sind: Für das heutige Monday Madness – Video der Woche braucht Ihr auf jeden Fall Taschentücher. Viele Taschentücher! Warum? „Ich lass für dich das Licht an“ ist ja „nur“ ein Revolverheld-Song. Was kann ein Musikvideo schon so rührend machen, dass einem echte Tränen die Wangen hinunter kullern?
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CD Review mal persönlich: Revolverheld mit „Immer in Bewegung“

Revolverheld sind zurück. Drei Jahre lang haben sie sich für ihr neues Album Immer in Bewegung Zeit gelassen, eine lange Pause gemacht und sich in Teilen solo ausprobiert. Jetzt ist die Platte schon seit dem 20. September am Start, hat vergangene Woche die Top 10 geentert und ist …anders. Ob gut oder schlecht anders? Da müsst Ihr schon klicken und…

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Wer LEISE/laut bereits seit den Anfängen verfolgt, und sich auch hin und wieder in die Galerien meines Flickr-Accounts verirrt, hat sicher schon längst gemerkt, dass mich persönlich die Musik und die Konzerte von Revolverheld bereits seit vielen Jahren begleiten. Und gerade wenn man so wie ich so sehr mit der Musik einer Gruppe vertraut und auch irgendwo ein Stück erwachsen geworden ist, fällt es einem manchmal im ersten Moment besonders schwer, die richtigen Worte für eine neue Platte zu finden. Gerade, wenn man nicht nur ein klassisches „Fan-Urteil“ im Sinne von „alles super, alles toll, egal wie“ abgeben möchte. Also habe ich mir ein wenig länger als gewohnt Zeit gelassen, um mit mir und meinen Worten zu Immer in Bewegung eins zu werden. Dass dies mit meiner Vorgeschichte also trotzdem wohl keine vollkommen objektive Review sein kann, sei mir bitte verziehen 😉

Foto: Benedikt Schnermann

Heavy Rotation. Die Single „Das kann uns keiner nehmen“ wird nun schon seit Wochen auf allen Radiosendern hoch und runter gespielt. Ein guter Platz in den Airplay Charts ist wohl gesichert. Es gibt so gut wie keinen Radio- und halbwegs vernünftigen TV-Sender, der nicht von den inzwischen nur noch vier Hamburger Musikern im vergangenen Monat besucht wurde. Talks, Interviews, Akustiksets, Show-Auftritte. Nach einer so langen medialen Pause bin ich kaum noch daran gewöhnt, die mir so bekannten Gesichter jetzt wieder so häufig über die Mattscheibe flimmern zu sehen. Es erinnert mich an früher, an die alten Zeiten, als wir fast sämtliche Tourtermine auswendig kannten, mein Auto mit Stickern, Flyern und allerhand anderem Promo-Material diverser Bands vollgestopft war, ich als Streetteam-Mädchen durch die Gegend fuhr und wir so neben der Uni manchen Praktikanten bei diversen Radiosendern nahezu in den Wahnsinn getrieben haben. An die Tage, an den man auf der Suche nach sich selbst dachte, man könne mit der „Generation Rock“ die Welt erobern und dass man „Nie Erwachsen“ würde.

Heute ist alles doch ein wenig anders. Aus der Möchtegern-Rebellischen „Generation Rock“ ist nach fast 10 Jahren wohl eher eine solide Generation Pop geworden. Doch erwachsen. So scheint es zumindest, wenn ich mich selbst betrachte und Immer in Bewegung von Revolverheld höre. Vor gut fünf Jahren hätte ich das sicherlich schrecklich gefunden, aber man selbst verändert sich ja nun auch einfach. Man feiert zwar auch noch mal ein Wochenende durch, aber doch nicht mehr jedes. Und dann sind da plötzlich tatsächlich manchmal doch so ernsthafte Dinge wie Job, neue Wohnung und bei manchen sogar Familie. 

Ist das etwa Spießig?

Klingt spießig? Ein bisschen vielleicht. Aber das muss nun ja nicht sofort etwas schlechtes bedeuten,  schließlich bewegt sich ein großer Teil der deutschen Bevölkerung in Varianten dieser mehr oder weniger klassischen Lebenskonstrukte. Also ist es vielleicht auch eher eine gewisse Bodenständigkeit, die da plötzlich sichtbar wird. Und jetzt gibt es eben genau für so eine erwachsene, bodenständige Generation Pop sozusagen den Soundtrack. Von Revolverheld. Songs für jede Lebenslage eines Anfang- und Mitt-Dreißigers, der zwar schon einiges erreicht hat, aber vielleicht noch nicht so Recht am Ziel angekommen ist, und hin und wieder doch schon mal etwas sehnsüchtig auf seine „Jugend“ zurückblickt.

Denn das können die Revolverjungs mit Frontmann Johannes Strate auch auf ihrem vierten Album weiter richtig gut: Songs schreiben, mit denen man sich in einem gewissen Lebensabschnitt identifizieren kann, verpackt in Melodien, die meistens einfach schlicht und ergreifend schön sind und im Ohr bleiben. Auch wenn die Texte stilistisch jetzt nicht gerade unbedingt immer einen Literaturpreis verdient hätten, die Stories und Bilder stimmen und ich kaufe sie ihnen sofort ab. Manche sind niedlich („Ich lass für dich das Licht an“), in manchen finde ich mich auch ein bisschen wieder (z.B. „Bands deiner Jugend“), bei manchen singe ich plötzlich mit, und weiß eigentlich gar nicht so recht warum. Aber an manchen Tagen will ich die Welt auch gar nicht verstehen, gar nicht unbedingt um die Ecke denken oder mich in wilden Metaphern und Tonexperimenten verlieren.

Auch die musikalischen Rahmen zu all den bunten Bildern des Lebens in den Stücken sind bei genauem Hinhören an vielen Stellen mit sehr viel Liebe für’s Detail sehr aufwändig abgesteckt. Da entdeckt man plötzlich Vocal Percussion und die Posaune von Helgi Jonsson, die es auch schon in anderer Form auf Johannes‘ Soloalbum zu hören gab. An anderen Stellen wurde ebenfalls groß gefeilt und geschraubt. Die Hand von Produzent Philipp Steinke, der auch für den Sound von Boy mitverantwortlich ist, erkenne ich inzwischen sehr gut und mag sie meist sehr gerne. Manchmal klingt das auf dieser Platte sogar ein bisschen nach Coldplay. Da gibt’s einen ähnlichen Hang zu Hymnen und gleichzeitig hochemotionalen eher kompakt gehaltenen Stücken.

Doch nicht so ganz erwachsen

Insgesamt ist Immer in Bewegung ein sehr rundes, sehr harmonisches Album, bei dem ich bisher noch kein kategorisches Skip-Stück habe (und auch noch keine Anwärter), wie das bei den anderen Alben nach einer Weile irgendwann der Fall war. Vielleicht ist das aber auch gerade der Punkt, weshalb ich die Platte aber trotzdem „nur“ solide „schön“ finde und nicht sofort jeden Song bildlich gesprochen sofort einfach umarmen möchte (dafür aber viele kleine Detailpassagen). Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich mit meinem Finger auf das Warum tippen konnte. Streckenweise fehlt mir wohl aber tatsächlich ein wenig der Wumms der älteren Platten. Ein paar mehr Ecken und Kanten wie bei „Wir schmeißen unsere Herzen ins Feuer“, das mich genau an die alten Zeiten erinnert, hätten ruhig sein dürfen. Ein kleiner Teil von mir ist eben vielleicht doch noch nicht so ganz erwachsen geworden. Und von den Konzerten weiß man, dass die Revolverhelden wohl auch so einen kleinen Teil in sich tragen, denn da hatten sie den Wumms bisher weiterhin im Gepäck. Ich würde mich freuen, wenn der bei der Tour im März auch wieder auf der Bühne herumspringt 😉

Revolverheld mit Immer in Bewegung bei Spotify

Revolverheld auf Tour

Im März 2014 gehen Revolverheld wieder auf ausgedehnte „Immer in Bewegung“ – Tour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Hier die Daten:
12.03.2014 Köln, E-Werk
13.03.2014 Saarbrücken, Garage
14.03.2014 Bremen, Aladin
15.03.2014 Berlin, Huxleys
16.03.2014 Dortmund, FZW
18.03.2014 Leipzig, Werk II
19.03.2014 München, Tonhalle
20.03.2014 Stuttgart, LKA Longhorn
21.03.2014 CH-Zürich, Komplex Klub
22.03.2014 A-Wien, Szene
25.03.2014 Frankfurt, Batschkapp
26.03.2014 Hannover, Capitol
27.03.2014 Münster, Skaters Palace
28.03.2014 Hamburg, Sporthalle
Alle Infos auf www.revolverheld.de

Monday Madness – „Geflasht“ von Kris

Eigentlich müsste es diese Woche „Thursday Madness“ heißen, aber ich bin mal nicht so. Das neue Video zu „Geflasht“ von Kristoffer Hünecke alias KRIS ist nämlich viel zu schön geworden, als dass ich es diese Woche einfach nicht im Blog posten könnte.

„Geflasht“ heißt der Song, den Kris am 22. Februar als zweite Single aus seinem Solo-Album Immer wenn ich das hier hör‘ auskoppeln wird. Mit „Ich liebe diese Tage“ hatte der Revolverheld-Gitarrist im Sommer bereits für einen Mörder-Ohrwurm gesorgt, und auch der Nachfolger „Geflasht“ bohrt sich mit seiner griffigen Hook direkt ins Unterbewusstsein. Das mag einigen Leuten mal wieder tierisch auf den Geist gehen, aber an manchen Tagen braucht man meiner Meinung nach auch einfach mal einen netten Ohrwurm.



Der Comic-Style des Videos ist zwar nicht die Neuerfindung des Rades, aber einfach schön gemacht. Man kommt sich ein wenig so vor, als ob man sich in den Seiten eines alten Tagebuches aus Teenager-Zeiten verliert, in denen man sich über seine erste große Liebe ausklagt. Sehr passend also.

Dass das Video überraschenderweise auch wieder bei der breiten Masse gut ankommt, zeigen nicht nur die Views (fast 100.000 bisher), sondern auch die Musik Charts von myvideo.de, wo der Song am Montag Premiere hatte: Gestern rotierte der Clip auf Platz 1 – vor Ke$ha und Chris Prinz. Heute ist mit immerhin noch der 4. Platz drin.

Wie findet Ihr das Video?

Übrigens, wie Kris seine Songs schreibt, hat er Katharina vergangenen Frühling im Interview erzählt.

Foto: Sony Music/Pascal Kerouche 

Video-Interview: Johannes Strate über Musik, Sport und Live-Gigs

Bereits seit einem Jahr ist Johannes Strate, Sänger der Hamburger Band Revolverheld, als Solo-Künstler unterwegs. Mit seinem Album „Die Zeichen stehen auf Sturm“ geht der 32-Jährige im September und Oktober wieder auf Deutschlandtour. Katharina hat sich mit Johannes für os1.tv im Innenhof des Osnabrücker Schloss getroffen und sich ein bisschen mit ihm unterhalten. Seht selbst! Video-Interview: Johannes Strate über Musik, Sport und Live-Gigs weiterlesen

Monday Madness – I don’t like Reggae, oder Thees Uhlmann und das Faultier Wolfgang

Auf der Suche nach einem würdigen Monday Madness-Video stolperte ich gestern über folgendes, unterhaltsames Lichtspiel. Eine seltsames Wesen, das wie eine Mischung aus Flat Eric, dem Yeti und Samson aus der Sesamstraße anmutet, wandert zu den Klängen von Thees Uhlmanns „Zum Laichen und Sterben ziehen die Lachse den Fluß hinauf“ durch die Landschaft. In einer Reggae-Version!
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CD Review: KRIS – „Immer wenn ich das hier hör‘ „

Eigentlich ist Kristoffer Hünecke alias KRIS für den richtigen Gitarrensound bei der Hamburger Kapelle Revolverheld zuständig. Doch was macht ein Revolverheld, wenn sich die Band für 2012 selbst eine Pause verschrieben hat und Sänger Johannes Strate bereits seit einigen Monaten auf Solopfaden durch die Republik wandelt?

Statt gelangweilt Däumchen zu drehen, tauscht KRIS kurzerhand die Position auf der Bühne, macht einen großen Schritt hinüber ins große Spotlight und schiebt den Regler für sein Mikrofon von Background auf Hauptgesang. „Immer wenn ich das hier hör'“ heißt das Ergebnis langer Tage im heimischen Studio und steht nun seit dem 1. Juni in den Plattenläden.
Bei so manchen Soloalben, die irgendwelche Mitglieder irgendwelcher Bands in der Vergangenheit herausgebracht haben, fragte man sich schnell, ob das denn jetzt wirklich hätte sein müssen. Da liegt es also nahe, auch bei diesem Silberling eine gesunde Portion Skepsis an den Tag zu legen. KRIS ist schließlich Gitarrist und kein Sänger. Doch was der mittlerweile 34-jährige Hamburger mit seinem Soloalbum hier vorlegt, dreht sich überraschend flüssig auf den Plattentellern. 
Zwölf Tracks mit persönlichen Texten vom Feiern, Lieben, Leben und Leiden, die im Gegensatz zum gewohnten Revolverheld-Poprock-Sound erstaunlich beat-betont daher kommen. Mal in ein HipHop-Gewand gehüllt („Immer wenn ich das hier hör'“ und „Soundtrack“), oder dann doch wieder unterlegt mit tanzbaren Elektrobeats („Glücksrausch“, „Meine Wohnung ist ein Klub“) zeigt KRIS hier eine Seite von sich, die bei Revolverheld bisher, wenn überhaupt, nur äußerst selten Platz gefunden hat. Unterstützt wird er dabei vom Hamburger Rapper Nico Suave und Bakkushan-Sänger Daniel Schmidt. Für seine Single und potenziellen Sommerhit „Diese Tage“ stärkt ihm kein geringerer als Dante Thomas den Rücken, der mit seinem Song „Miss California“ noch heute die Clubs zum Kochen bringt.

Zugegeben, KRIS erfindet mit „Immer wenn ich das hier hör'“ das musikalische Rad nicht neu. Die Songs leben durch die Bank weg durch auffällig catchige Hooklines und eingängig glaubhafte Texte mit Charme, Witz und ein wenig Selbstironie, die mal zum Mitgrölen und dann doch wieder zum verständnisvollen Mitnicken animieren. Vieles klingt altbewährt, stellenweise vielleicht sogar etwas simpel, aber es bedarf eben nicht immer einer Revolution um ein schönes, solides Pop-Album zu produzieren. Schon gar nicht, wenn man damit schlichtweg so einen geradezu sorglos entspannten Sommersoundtrack liefern kann. 
Alle Infos zu KRIS gibt es hier: www.krisofficial.de

Foto: Sony Music

LEISE/laut empfiehlt: 
KRIS – „Immer wenn ich das hier hör'“ hört man am besten im Auto, im Freibad oder einfach beim Grillen mit Freunden im Park oder auf der Terrasse. 

Ein Foto-Set: Revolverheld in Illingen

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Leider komme ich in den letzten Wochen mal wieder kaum dazu, ordentlich zu schreiben. Dabei liegt hier noch einiges auf dem Schreibtisch und meinem iPod, das unbedingt verbloggt werden möchte.

So auch ein Stapel Fotos von Revolverheld, die ich am Pfingstwochenende mal wieder im Fotograben begleiten durfte. Der Gig ist in diesem Jahr einer der wenigen gemeinsamen Auftritte der Band, da sich Sänger Johannes Strate und Gitarrist Kristoffer Hünecke alias KRIS um ihre Soloausflüge kümmern.

Nach fast acht Monaten Live-Pause gab es vergangenes Wochenende für die Fans wieder eine dicke Party, laute Rockbretter und viel Gefühl. Einziger Wermutstropfen: Bassist Florian Speer war nicht mit ins Saarland gereist und wurde von Chris Rodriguez vertreten. Dieser unterstützt auch schon fleißig Kris und Johannes während ihrer Solo-Shows auf der Bühne.

Mehr Fotos gibt’s bei Flickr.

„Das Album ist mein Spiegelbild“ – Revolverheld-Gitarrist KRIS im Interview zu seinem Solo-Projekt

Als Gitarrist von Revolverheld stand Kristoffer Hünecke alias KRIS in den letzten Jahren schon auf den ganz großen Festivalbühnen in Deutschland, spielte mit seiner Band Konzerte in China und der Türkei. Jetzt gönnt sich die Hamburger Band eine Pause. Nachdem Revolverheld-Sänger Johannes Strate bereits vergangenen Herbst seine Solo-Karriere ankurbelte, zieht Gitarrist KRIS nun nach. Als nahezu unbekannter Newcomer veröffentlicht er Mitte Mai sein Soloalbum „Immer wenn ich das hier hör“ und präsentiert sich dort erstmalig als Sänger. Der er eigentlich gar nicht ist.
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