Alle Zeichen auf „Go!“ – Livingston und tAKiDA rockten im Rosenhof

Ein Deutscher, ein Italiener, ein Engländer, zwei Südafrikaner. Was zunächst nach einer wilden internationalen Studenten-WG klingt, ist in Wirklichkeit die Londoner Newcomer-Band Livingston. Am Sonntag Abend gastierten sie im Rahmen ihrer „Sign-Language-Tour“ 2010 im Rosenhof in Osnabrück.

 
Mit dabei im Gepäck war auch die schwedische Rockband tAKiDA, die dem Publikum mit ihrem 30-Minuten Set besten Schweden-Rocks ein ordentliches Aufwärmprogramm bot. In Schweden gehört die Band bereits zu den ganz Großen und wird hoffentlich auch in Deutschland noch einiges von sich hören lassen.

Ehrlicher Rock, geradeaus mit Ecken und Kanten, wie man es sich wünscht. Nur ein plötzlicher „Thank you for the Music“-ABBA-Einspieler rumpelte plötzlich in das tAKiDA-Set und stiftete kurz Verwirrung. Auch bei der Band. Die Erklärung ließ aber nicht lange auf sich warten. Da der Gig in Osnabrück gleichzeitig tAKiDAs Tourabschluss sein sollte, bedankten sich Livingston so in alter veräppelnder Tour-Manier bei ihren Kollegen für den tollen Support und standen winkend am Bühnenrand.

tAKiDAs Revanche ließ nicht lange auf sich warten. Livingston mussten mit einer ganz neuen Art der Bühnen-Deko Vorlieb nehmen: BH‘s an den Mikroständern, frisches Obst und Gemüse als Schlagzeug-Verstärkung und Wolfgang-Petri-Tassen für den Sänger.

Musikalisch ließen sich die Jungs von Livingston aber nicht allzu sehr davon aus ihrem Konzept bringen. Livingston‘s Set war dominiert von klaren Rocknummern und äußerst gefühlvollen Balladen, die durch die markante Stimme von Sänger Beukes alle ein ganz besondere Note verliehen bekamen. Mit viel Gefühl und ehrlichen Emotionen wickelte der Frontmann besonders bei den ruhigeren Nummern das Publikum immer wieder geschickt um den Finger, und sorgte zusammen mit seinen Bandkollegen nicht nur einmal für Gänsehaut-Feeling. Natürlich durften die beiden Erfolgssingles „Go“ und „Broken“ nicht fehlen und wurden von den Osnabrückern begeistert mitgesungen.

Knapp zwei Stunden lang rockte die Londoner Band das alte Kino und zeigte immer wieder mit eindrucksvollen Percussion-Elementen ihren internationalen Einfluss. Afrikanische Trommeln, ein Steeldrum-“UFO“, eine Art „Stammestanz“ und sogar ein Song auf Zulu. Livingston wissen, wie sie sich live vom allgemeinen Rock- und Pop-Einheitsbrei erfolgreich und trotzdem authentisch absetzen können.

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