Osnabrücker Nachtschwärmer wollen Glanz & Gloria erhalten

Osnabrück (kle). Dem Glanz & Gloria droht die Schließung. Aufgrund von Raumnot und angeblichen gravierenden Sicherheitsmängeln sieht die Universität Osnabrück vor, den Mietvertrag des Glanz & Glorias nicht zu verlängern. Diese Nachricht hat sich in der letzten Woche unter Osnabrücker Studenten und Nachtschwärmern wie ein Lauffeuer verbreitet.

Während bisher noch keine weiteren Entscheidungen über die Zukunft des beliebten Clubs im Keller des ehemaligen Kreishauses am Neuen Graben getroffen worden sind, formieren sich im Internet die Anhänger des Glanz & Gloria, um ihren Lieblingsclub zu retten.

„Pro Glanz & Gloria“ heißt die Facebook-Gruppe, die Florian Wesselkamp kurzer Hand gründete, nachdem er letzte Woche vom drohenden Aus des Clubs erfahren hatte. Für ihn ist das Glanz der beste Club der Stadt und ein wichtiger Teil des kulturellen Lebens in Osnabrück, der nicht verloren gehen darf. „Osnabrück wäre um Einiges ärmer, wenn das Glanz tatsächlich schließen muss“, erklärt Wesselkamp gegenüber unserer Zeitung. Mit dieser Meinung ist Wesselkamp nicht allein. Innerhalb von nicht einmal 24 Stunden konnte die Gruppe bereits über 1500 Mitglieder verzeichnen.

Aktuell sind es knapp 2300 Osnabrücker Studenten und Nichtstudenten, die sich für den Erhalt des Glanz einsetzen und Ideen für Rettungsaktionen sammeln. Diese reichen von nicht ganz ernstgemeinten Hausbesetzungen bis hin zu Unterschriftenaktionen, Flashmobs und kollektiven Besuchen öffentlicher Sitzungen. „Konkrete Aktionspläne gibt es noch nicht“, so Wesselkamp dazu, aber man wolle der Uni und der Öffentlichkeit zeigen, dass man hinter dem Glanz & Gloria steht.

In einer offiziellen Mitteilung betont indes der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Universität, dass er sich zu keiner Zeit für die Schließung oder gegen das Glanz & Gloria ausgesprochen habe. Man setze sich lediglich dafür ein, anstatt normaler Seminarräume in den Räumlichkeiten ein Studierendenzentrum einzurichten, sollte eine Schließung unabwendbar sein. Genauso wenig sehe man Anlass, an den vom Präsidium vorgebrachten Aussagen bezüglich der Sicherheitsmängel zu zweifeln.

Die Sicherheitsfrage soll in einer erneuten Begehung der Räumlichkeiten geklärt werden, die für den heutigen Dienstag angesetzt ist. Vertreter des Staatlichen Baumanagements Osnabrück-Emsland, der Universität Osnabrück, des StuPa, der Stadt und der Feuerwehr wollen sich zusammen mit den Betreibern des Glanz & Gloria ein Bild von der aktuellen Brandschutz- und Fluchtwegsituation machen. Das Ergebnis könnte darüber entscheiden, ob es für das Glanz & Gloria eine Zukunft gibt.

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