A Summer’s Tale – Der Festival Live Blog am Donnerstag

Aloha liebes A Summer’s Tale! Nach einem wunderschönen ersten Festivaltag starten wir heute gut gelaunt und richtig heiß in den zweiten Tag in Luhmühlen bei Lüneburg. Das Festival ist der jüngste Zugang in der FKP Scorpio Familie und setzt mit seinem vielseitigen Programm aus Musik, Kunst, Kultur und Mitmachaktion einen etwas anderen Fokus als Hurricane und Co.

Schaut regelmäßig vorbei, wir updaten von Mittwoch bis Samstag live so viel und so gut es das WLAN/Datennetz hier in der Mitte des Nirgendwo zulässt. Happy Festival!

13:01 Uhr

Es ist so unglaublich heiß! Das werde ich heute sicher nicht zum letzten Mal schreiben. Nach einer sehr kalten Nacht starten wir heute in den wohl heißesten Festivaltag. Sowohl wettertechnisch als auch musikalisch. Gleich startet auch schon Heinz Strunk in sein bunte Show. Ich hoffe, dass er seine Querflöte mit dabei hat. Auch wenn das gleich im Zirkuszelt sicher nicht unbedingt „cool“ wird.

Ich will immer noch Kanu fahren, heute aber auch Young Rebel Set, Damien Rice, Belle & Sebastian, Augustines und noch einige mehr sehen. Außerdem gibt es noch jede Menge Ecken vom Festival, die ich noch gar nicht gesehen habe. Die werden Felix und ich Euch dann auch noch zeigen.

So, jetzt aber flott ins Zelt. Der Heinzer fängt gerade an.

Bis später, Katha


13.35 Uhr

Juhu! Der Heinzer hat seine Querflöte dabei! Es ist so unglaublich heiß im Zirkuszelt, aber das Publikum lauscht gut gelaunt den Witzen und schrägen Darbietungen des Heinz Strunk. Der verwandelt sich auf der Bühne spontan in Verbrecher mit Schießgewehr, erzählt Geschichten zum Beat und untermalt das zwischendurch auch mit seiner Querflöte. Es geht um verliebte Opas, den Opa Lamour. Und vieles andere. Wunderbar schräg, wunderbar sympathisch.

Ich muss gleich leider noch mal zurück zum Campingplatz laufen, da ich dort im Auto meinen Speicherkartenadapter vergessen habe. Und es soll doch auch heute einen Videoblog geben.


13.44 Uhr
Ein Wunder! Ich habe in einer Ecke des Zeltraums – so heißt hier beim Festival die Zeltbühne offiziell – tatsächlich genug WLAN Empfang, um den Blog zu updaten. Wenn es hier doch nicht so unglaublich heiß wäre. Der Heinzer verzichtet sogar schon auf seine Verbrechermaske… 😉


15.09 Uhr

Ich habe meine Wanderung zurück zum Campingplatz überlebt. Knapp, würde ich sagen.Gefühlt laufe ich von einer Sauna in die andere. Es ist so heiß. Aber ich will es ja auch nicht übertreiben. Es ist ja einfach nun mal Sommer. Ich glaube ich suche mir gleich eine Lesung im Grünen Salon und lege mich einfach davor in den Wassergraben der Reitanlage. Ich finde, das klingt nach einer hervorragenden Idee.

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Die Campingplätze füllen sich so ganz gemächlich. Vorhin kam die Nachricht, dass die Wohnmobilplaketten nun ausverkauft seien. Also wird es bei uns heute Abend dann doch wohl noch recht kuschelig.

Felix hat vorhin einen Bierbrauworkshop besucht. Allerdings waren die Sägen des Holzworkshops so laut, dass er kaum etwas verstanden hat. Ich überlege, ob ich mich nicht noch spontan zu einem Polaroid Workshop anmelden soll. Dabei läuft man hier 1,5 Stunden unter Anleitung über das Gelände und fotografiert analog. Eigentlich großartig… wenn es nicht so heiß wäre 😉

Die Besucher liegen hier gerade wirklich auf jedem einzelnen Fleckchen Schatten, das sich finden lässt. Gleich spielen Mister Mississippi wieder im Zelt. Bevor ich mich da gleich wieder in die nächste Sauna begebe, laufe ich noch mal am LuheDeck vorbei. Angeblich ist da gerade Yoga. Vamos a ver.


16.25 Uhr

Am LuheDeck war tatsächlich Yoga, und wenn uns danach gewesen wäre, hätten wir von dort aus auch direkt zum Fluss laufen können. Allerdings war weder Felix noch ich dazu in der Lage, die ca. 1,5km in der prallen Sonne zu wandern. Und eigentlich wollten wir ja auch noch zu Mister Mississippi.

Die Betonung liegt auf wollten. Das gesamte Festival maladiert gerade so vor sich hin aufgrund der Hitze. Ich konnte, nachdem ich in der Activity Area – in Hörweite der Zeltbühne – Hängematten entdeckt hatte, mich einfach nicht mehr aufraffen, mich schon wieder in eine Sauna zu begeben. Mister Mississippi werde ich mir allerdings auf jeden Fall noch mal in einem kleinen Club reinziehen. Das klang nämlich wirklich gut.

Falls Ihr Euch wundert, warum es heute noch kein einziges Foto bei Instagram gab. Tja, mein iPhone mag die Hitze nicht und erkennt das WLAN nur noch, wenn man direkt neben dem Router steht. Unpraktisch.

Bevor ich jetzt die Augustines wieder nur durch einen Vorhang aus Plastik höre, gehe ich lieber mal wieder nach draußen. Auf der Hauptbühne läuft das Intro nämlich schon und das klingt einfach nur zauberhaft. Hasta luego!


17.03 Uhr

Ich bin verliebt! Blitzverliebt! Hitzeverliebt! Wie großartig sind denn bitte die Augustines? Eigentlich müsste ich hier jetzt ein großes Herzchen aufmalen, um zu zeigen, wie sehr mich ihre Musik gerade berührt. Bisher sind die sympathischen New Yorker auf jeden Fall mein Highlight des Tages. Der frontmann wirkt wie ein herzlich brummelnder Papabär, der es hier hervorragend schafft, eine Bindung zum Publikum aufzubauen. Wir tanzen hier im Sand, Sonnenstrahlen im Gesicht, singen mit. Das Leben ist schön.Es fehlt nur noch das Meer. Auch Mr. Augustine würde nach seinem Set gerne schwimmen gehen, verrät er zwischen zwei Songs. Mal sehen, vielleicht sieht man die ganze Band ja in ein oder zwei Stunden komplett in der Luhe. Ich wäre auch dabei 😉


17.11 Uhr
Es ist so heiß, dass mein Labello gerade in großen Stücken an mir kleben geblieben ist. Einfach so. Wie Kuchenteig.

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17.50 Uhr
Hach, das war wirklich famos mit den Augustines. Dazu war es im Schatten der Bühne und auf dem feinen Sandboden sitzend regelrecht erfrischend. Dort hätte ich es noch Stunden aushalten können. Jetzt sitze ich aber schon wieder bei Young Rebel Set im Zelt, die weiterhin anscheinend darauf aus ist, jeder finnischen Sauna Konkurrenz zu machen. Wo bleibt denn da bitte der Aufguss? Felix war gerade für zwei Songs im Publikum, um ein paar Gesichter abzulichten, und kam mir ungelogen triefend entgegen. Nach fünf Minuten. Ich glaube heute Nacht schlafe ich neben dem Zelt.

Auch wenn der Tag für mich wirklich schnarchig bis lethargisch anfing, hat er sich mittlerweile zum musikalischen Highlight Tag gemausert. Mister Mississippi, Augustines, jetzt Young Rebel Set, K’s Choice, nachher noch Damien Rice… Und ein paar Überraschungen für mich. Da weiß ich gerade gar nicht so recht, wann ich meinen Videoblog vom Festival für diesen Tag schneiden soll. Vielleicht heute Nacht im Auto. Da habe ich sogar Ruhe 😉 also verzeiht, falls das Video erst morgen früh online ist.


18.46 Uhr

Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich mal über Wolken freue. Gerade lag ich noch mitten auf dem Rasen vor dem Pressezelt und wollte bloggen, während ich mir dabei K’s Choice anhöre. Die haben eine wahnsinnige Energie und gehen richtig gut ab. Rock’n’Roll! Da wachen sogar alle hitzegeschädigten Besucher wieder auf.

Leider musste ich dann doch schnell wieder rein, da ich vorhin in Ungedanken ein Instagram Video bei Young Rebel Set gemacht habe. Das musste ich jetzt leider wieder löschen, aber wir wollen ja auch nicht, dass hier irgendwer Ärger bekommt. Und ich bitte erst Recht nicht. Also wundert Euch nicht über das Geistervideo, das jetzt eben nicht mehr existiert.

Felix sortiert gerade fleißig Fotos, sodass ich Euch hoffentlich so wie gestern Abend wieder eine schöne Galerie zeigen kann.

So, ich gehe noch eine Runde raus zu K’s Choice und lasse mich von der Abendsonne golden anstrahlen.


19.11 Uhr
Mit K’s Choice und der Abendsonne ist hier auf dem Summer’s Tale endlich wieder diese faszinierend niedliche Stimmung angekommen, die mich gestern so verzaubert hat. „I’m not an addict“ singen sie in der Abendsonne und ich tanze, tanze, tanze. Der Hitze zum Trotz. Ok, inzwischen ist es wirklich angenehm geworden. Man kann gemütlich in der Sonne stehen, ohne dass man binnen weniger Minuten zum Grilled Cheese wird.

Während die Erwachsenen den Bands lauschen, nutzen die Kinder den Sand des Reitplatzes vor der Konzertbühne wieder als Abendteuersandkasten. Hier zeigen sich auch die ersten Nachwuchskünstler der Öffentlichkeit… oder so irgendwie 😉


19.26 Uhr

Das habe ich auf einem Festival auch noch nicht erlebt. K’s Choice bitten das Publikum für die ersten Minuten ihres letzten Songs einfach mal still zu sein und die Musik zu genießen. Und jetzt haltet Euch fest… Die gut 1000 Leute vor der Bühne sind wirklich mucksmäuschenstill. Nur der Brummen des soundchecks auf der Zeltbühne stört diese Ruhe ein wenig. Ansonsten ist dies ein ganz magischer Moment. Wieder auch wegen der untergehenden Sonne. hach, wat schee!


19.45 Uhr
Gerade spielt Ryan Sheridan im Zelt. Wir haben uns dieses Mal gegen die Sauna entschieden und lauschen lieber aus der Ferne. Mit Bier. Vielleicht gibt es auch noch was zu essen. Und dann gehen wir ins Abenteuer zum Bach. Hoffentlich werden wir nicht von den Mücken gefressen.


20:44 Uhr
Da hatte ich gerade zwei wunderbare Updates für Euch geschrieben. Über Belle & Sebastian. Im Sonnenuntergang. Und über Zeitraffer Videos. Aber diese gefräßige, bekackte Kackbratze von WordPress App hat sie einfach gefressen. „Es ist ein Fehler aufgetreten“ ist definitiv kein Satz, den man nach dem Klick auf „Aktualisieren“ lesen möchte. Also noch mal, so gut ich mich erinnere.

Manchmal dauert ein Bier länger als geplant und dazu haben Pläne auch noch die Tendenz, sich zu ändern. Deshalb sind wir nun doch noch nicht zum Bach gelaufen, um uns von den Mücken fressen zu lassen. Warum? Ganz einfach. Belle & Sebastian haben schon angefangen und machen doch um einiges mehr Stimmung, als ich vom vorigen Hurricane noch in Erinnerung habe. Vielleicht war es damals auch einfach nur zu spät. Jetzt ist die kleine Popmusik dagegen genau das richtige.

Felix ist bei den wunderschönen Lichtverhältnissen noch mal in die Menge gesprungen, um ein paar schöne Portraits zu schießen. Und ich? Ja ich liege hier jetzt wirklich (mittlerweile mit Laptop) vor dem Pressezelt im Gras, lass mir die letzten Sonnenstrahlen ins Gesicht scheinen und versuche mich mit meiner GoPro an meinem allerersten Zeitraffer. Falls ich eine Freigabe erhalte, taucht er vielleicht im nächsten Vlog auf.

Belle & Sebastian sind sicherlich mit Abstand die höflichste Band, die ich je erlebt habe. Zuerst entschuldigen sie sich beim Publikum, dass sie nur Englisch sprechen können und freuen sich dazu königlich über all die kleinen Kinder im Publikum. Ja, zuerst hat man fast den Eindruck, sie seien enttäuscht, weil sie die Zwuckel zwischen all den Erwachsen kaum erblicken. Aber dafür gibt es ja Eltern, die ihre Kleinen einfach auf die Schultern setzen.

Die schottische Band sorgt mit ihrer teils märchenhaft anmutenden Musik für die perfekte Untermalung dieses Sommermärchens, zu dem sich das Summer’s Tale hier gerade mausert. Selten habe ich ein so harmonisch auf eine Veranstaltung abgestimmtes LineUp erlebt, wie bei diesem Festival. Da kann man einfach nur Beifall klatschen.


21.24 Uhr
Belle and Sebastian gehen langsam in Endrunde und das Publikum feiert. Wunderschön.


21.36 Uhr
Während Ride gerade schon im Zelt spielen, sitze ich noch mit einem der netten Volunteers vor dem Pressezelt und quatsche mit ihm über den Alltag einer Tageszeitung.

Ride hören sich von weitem durch die Wand ein wenig wie Oasis. Kann das denn sein? Das muss ich mir mal näher anhören. Vorher begleite ich aber noch Felix zum Lachsdöner. Der hat schwer beeindruckt. Obwohl Felix eigentlich Vegetarier ist.

22.34 Uhr

Neues von der Foodtruck-Front. Die Menschen beim A Summer’s Tale sind hungrig und, ja, haben innerhalb von zwei Tagen teilweise so viel gefuttert, wie die Foodies für das gesamte Festival eingeplant hatten. Während beim hurricane zum Teil einige Trucks kaum zu tun hatten, ist hier vor fast jedem Truck eine Schlange. Hoffentlich gibt es morgen Nachschub.

22.46 Uhr

Wenn ich heute Mittag bei den Augustines verliebt war, bin ich jetzt in Himmel. Damien Rice eröffnet sein Set mit „Cannonball“. Einem meiner absoluten Lieblingslieder von ihm. Bei Damien Rice hat man heute zum ersten Mal das Gefühl, auf einem großen Festival zu sein. Schon eine halbe Stunde vor seinem Set waren die ersten 20 Reihen fest besetzt. Der Liebe Mann ist aber auch einfach wunderbar. Wenn ich gestern die Stimme vom Sänger von To Kill a King mit Zartbitterschokolade verglichen habe, ist Damien Rice heute eine herrlich bittersüße Mischung aus Mango, Passionsfrucht und Papaya. Oder so. Felix hätte gerne noch eine Prise Chili dazu.


23.05 Uhr
ann. Und das trifft es gerade einmal zur Hälfte. Mir fehlen hier echt die Worte um zu beschreiben, wie sehr mich Damien Rice hier gerade berührt. Ich schreibe gerne, dass ich mich in einige Stimmen hineinlegen, mich von Ihnen umarmen lassen will und schon alles besser ist auf der Welt; ja, alles gut werden wird. Bei Mister Rice wünsche ich mir einfach nur, dass mich jemand fest umarmt, denn ich weiß wirklich nicht so recht, wie ich mit meiner überschäumenden Emotionalität umgehen soll.

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