A Summers Tale Felix Neukirch

Fazit: Ein Happily Ever After für das A Summer’s Tale Festival

Nachdem ich nun vor knapp 36 Stunden die Märchenwelt des A Summer’s Tale Festival 2015 verlassen habe und in die Realität zurück gekehrt bin, ist es Zeit für ein letztes Fazit. Die Premiere des A Summer’s Tale Festival hat sich als wahres Sommermärchen entpuppt und ich hoffe sehr auf eine Wiederholung, sozusagen ein Happily Ever After im kommenden Jahr.

Was war das Besondere an A Summer’s Tale Festival?

Was viele sich im Vorfeld nur schwer vorstellen konnten, wenn man nicht gerade schon mit Festivalkonzepten wie dem des Freifeld Festivals in Oldenburg vertraut war, ist, dass nicht die Musik im Vordergrund stehen würde, sondern tatsächlich das Festival als Gesamtbild. Die Programmvielfalt hielt wirklich für jeden etwas bereit. Ob es nun die Kanutouren oder Fahrradausflüge in die Umgebung waren, das regionale (Bio)Food-Angebot ohne Fastfood, die Bands, die Lesungen, die Performances, die Kunstinstallationen, die Activity Area, die Workshops, das so unglaublich liebevoll dekorierte Gelände selbst, es war für jeden etwas dabei. Egal ob man nun 3 Jahre oder 63 Jahre alt war. Häufig hatte man das Gefühl, nicht auf einem typischen Festival, sondern vielmehr in einem ruhig, ländlichen Urlaubsparadies zu sein, dass sich mehr oder weniger über Nacht auf dem 150 Hektar großen Gelände ausgebreitet hatte.

Für wen ist das A Summer’s Tale Festival?

Alle, denen ein „normales“ Musikfestival zu groß, zu laut, zu dreckig, zu assig und überhaupt einfach zu durchgeknallt ist, werden sich hier pudelwohl fühlen. Aufgrund der unglaublich entspannten Atmosphäre, der hervorzuhebenden Sauberkeit und Weitläufigkeit des Geländes und der dennoch kurzen Wege gilt das beim A Summer’s Tale Festival im Besonderen für die ganze (junge) Familie. Für viele der anwesenden Eltern war das Summer’s Tale die Möglichkeit, nach Jahren endlich mal wieder gemeinsam auf ein Festival zu fahren, ohne dass im Vorfeld aufwändig Babysitter organisiert werden mussten. Die Kinder konnten nämlich einfach ohne Bedenken mitkommen. Während auf anderen Festivals das Mitbringen von Kindern unter 14 Jahren meist verboten ist oder zumindest stark davon abgeraten wird, kann auch hier ein dreijähriger Dötz unbeschwert herumtollen, ohne dass die Mama Angst haben muss, dass er von irgendwelchen Besoffskis umgerannt wird. Besoffskis gibt es hier nämlich bis auf vereinzelte Ausnahmen nicht.

Dank der angebotenen Familientickets ist das A Summer’s Tale Festival für festivalaffine Familien mit Kindern zwischen 3-12 Jahren tatsächlich so etwas wie eine kleine Urlaubsalternative. Fünf Tage Camping der höchsten Kategorie inklusive 4 Tagen vollem Festivalprogramm gab es für 479 Euro. Dafür erhielten 2 Erwachsene und bis zu 3 Kinder im Alter von 6-14 Jahren ihre Festivalbändchen. Kinder unter 6 Jahren hatten freien Eintritt. Allerdings sollte man dann zumindest für die Kinder noch einiges an Lebensmitteln und Getränken in Tetrapaks selbst mitbringen, da die Foodtrucks das Familienbudget dann doch schon ziemlich belasten können.

Was waren die Highlights?

Meine persönlichen Highlights waren zum einen natürlich das Festival an sich. Aus musikalischer Sicht war Damien Rice ganz vorne mit dabei, zusammen mit Heinz Strunk, Mighty Oaks, Calexico, Liza & Kay, To Kill a King, Nneka, Torpus & The Art Directors sowie Songhoy Blues. Und natürlich Patti Smith. Siebdruck, Polaroid Workshops, die Lesungen im Grünen Salon und im TalesCafé waren ebenfalls allesamt sehr unterhaltsam. Zumindest die, die ich miterleben durfte. Das I-Tüpfelchen war für mich auf jeden Fall das Essen. Ich bin immer noch pappsatt von all den Süßkartoffelpommes, den frischen Burgern, Burritos, Frozen Quark, belgischen Waffeln, Bauernhofeis, Lachsdöner, Holzofenpizza, Pulled Pork und Pulled Beef Sandwiches, Tacos und sonstigen Leckereien, die ich innerhalb der fünf Tage dort in der Westergellerser Heide in mich hinein gefuttert habe.

 

Happily Ever After?

Wenn es nach dem Veranstalter FKP Scorpio, geht soll eine Fortsetzung des A Summer’s Tale Festival vom 3. bis 6. August 2016 stattfinden. Ob das nun wirklich geschieht, steht allerdings noch in den Sternen. Man wolle nun erst einmal das Festival ordentlich analysieren und wenn alles gut ist, im Herbst oder Winter in den Vorverkauf starten, so FKP Scorpio-Geschäftsführer Folkert Koopmanns auf der Pressekonferenz am Samstag. Ich würde mir auf jeden Fall eine Fortsetzung wünschen und dann im Zweifel sogar die Familie meines Patenkindes zu einem Kurzurlaub überreden.

Liveblogs zum Nachlesen

Wir haben fleißig live vom A Summer’s Tale Festival gebloggt. Unsere täglichen Ticker könnt Ihr hier noch einmal nachlesen:

Samstag
Freitag
Donnerstag
Mittwoch

Bildergalerie vom Samstag

Auch am Samstag hat Felix Neukirch das Festivalgeschehen fleißig in seinen Bildern festgehalten. Lesungen, Konzerte, Food, Relaxen auf dem Gelände. Die schönsten seht Ihr hier in einer letzten Bildergalerie.

A Summers Tale Felix Neukirch

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