Liveblog: Katha und Kim beim Hurricane 2011

Beim Hurricane 2011 dabei sind unter anderem Jimmy Eat World, Incubus, Kaiser Chiefs, Clueso und die Foo Fighters. Mitten im Getümmel sind für Euch Kim und Katha und halten Euch mit frischen News auf dem Laufenden.

Diesen Liveblog habe ich zusammen mit Kim während des Hurricane 2011 für OScommunity.de – Das Magazin (ehemaliges Jugendmagazin der NOZ) vom 17.  bis 19.06.2011 geschrieben.

Sonntag, 19.06. – 19.30 Uhr:

Es herrscht Aufbruchstimmung. Gleich geht’s zu den Foo Fighters, Clueso und Arctic Monkeys. Flogging Molly hat vorhin so derbe das Feld gerockt, da war es mir (Katha) gerade egal, dass meine Kapuze nicht mehr auf meinem Kopf war und ich jetzt wie ein kleiner, begossener Pudel mit Löckchen hier sitze. Mein persönliches Backstage-Highlight in diesem Jahr: Mit dem Schlagzeuger von Revolverheld neben dem Kicker im VIP-Bereich zu stehen und zu rätseln, welche Band da gerade kickert… und dann schneller als er darauf zu kommen, dass es die Arctic Monkeys waren. Unbezahlbar!

Damit verabschieden wir uns vom Hurricane 2011. Es war Kim und mir wieder einmal eine große Ehre, für Euch zu bloggen!

Bis nächstes Jahr!
Katha & Kim

Sonntag, 19.06. – 18.15 Uhr:
Pressekonferenz: Die Veranstalter ziehen Bilanz. Folkert Koopmans von FKP Scorpio freut sich über ein ausverkauftes Festival: 70 000 zahlende Besucher! Die Neuheit in diesem Jahr, das Green Camp, wurde sehr gut angenommen, 8000 Besucher nutzen den umweltbewussten Zeltplatz.  Der leitende Notarzt, Dr. Thomas Konkel, ist ebenfalls zufrieden: Kopfschmerzen, Erkältung, kleine Schnittwunden – viel gravierendes war nicht dabei.  Er lobt die sehr gute Organisation im Vorfeld, bei anderen Festivals seien die Verletzungszahlen deutlich höher. Auch das Thema EHEC wurde gut verarbeitet, die Vorbereitungen liefen optimal. Zwei Beuscher kamen mit Verdacht auf das Virus  ins Krankenhaus, bei einem wurde Entwarnung gegeben, beim zweiten wird noch auf das Ergebnis gewartet.

Detlev Kaldinski, Pressesprecher der Polizei, lobt die gute Kooperation mit dem Veranstalter. Im Vorfeld wurde sich intensivst mit der Menschenmenge befasst. Gerade mit Blick auf das tragische Ereignis bei der Loveparade im letzten Jahr. Die Maßnahmen der Polizei haben hier beim Hurricane gefruchtet. Es kam zu keiner kritischen Situation. Straftaten gab es dieses Jahr knapp 300, das große Problem der Taschendiebstähle konnte eingedemmt werden – nur 12 in diesem Jahr. Außerdem waren einige gefälschte Tickets im Umlauf – 20 wurden sicher gestellt. Es wurden natürlich auch wieder Drogenkontrollen durchgeführt – 50 wurden bisher erwischt. Es gab 20 Platzverweise, besipielsweise für Dixi-Umschubser.

Die Feuerwehr hatte 15 Einsätze. Wegen des Regens hoffen sie auf eine ruhige Nacht.

Auch die Bürgermeisterin von Scheeßel, Käthe Dittmer-Scheele, freut sich über ein gelungene Festival und bedankt sich bei allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit.

Die Zeichen stehen also nicht schlecht, dass es im nächsten Jahr ein 16. Hurricane Festival gibt. 😉

So und jetzt geht’s ab zu The Hives, ich höre sie zwar schon, doch ich will mich auch mal wieder direkt vor eine Bühne trauen.

Ciao,
Kim

Sonntag, 19.06. – 17.00 Uhr
Ich habe Feuer gemacht! Ich habe mich tatsächlich nach draußen gewagt und über das ganze Festivalgelände gekämpft, um wenigstens noch ein bisschen von William Fitzsimmons mitzubekommen. Leider waren es nach der Schlammsafari zur Red Stage nur noch 15 Minuten, die ich dem Indie-Singer/Songwriter noch lauschen konnte. Dafür waren diese wunderschön. Das Zelt war proppenvoll und kuschelig warm, aber dank seiner unglaublich tiefgründigen und packend melodiösen Songs hat Will der ganzen Masse so manches Mal eine ordentliche Gänsehaut beschert. Ich hätte ihm noch stundenlang zuhören können, aber dann war leider schon wieder alles vorbei. Immerhin, das kleine Fanmädchen in mir war für eine gute Viertelstunde sehr glücklich 😉

Jetzt spielen gleich Flogging Molly auf der Green Stage. Seit über einer halben Stunde schon stehen die Leute an, um in die erste Absperrung zu gelangen. Eigentlich wollte ich ja auch mindestens in die dritte Reihe, aber angesichts der inzwischen über 100 Meter langen Schlange, wird das wohl nichts mehr. Gefeiert wird die Band trotzdem und ich kann’s kaum erwarten, mich endlich ein bisschen warm zu tanzen. Hoffentlich lege ich mich in der Schlammwüste dabei nicht auf die Klappe. Falls doch, bekommt Ihr die Fotos aus erster Hand.

Auf zu „The Devil’s Dancefloor!“

Eure Katha

Sonntag, 19.06. – 16.00 Uhr:
Weltuntergangsstimmung hier in Scheeßel: Es regnet, es ist matschig und rutschig und wer sein Zelt noch nicht eingepackt hat, muss befürchten, dass es noch wegfliegt. Das Festivalgelände gleicht einem Meer aus Gummitstiefeln: kariert, gepunktet, uni, mit Bildchen, mit Gaffer geflickt oder oben zugeklebt, damit es nicht reinregnet. Passend dazu Regencapes in allen Regenbogenfarben. Da fällt der braune Schlamm gar nicht mehr so doll auf.

Meine Hose ist noch nass, weil mich der Hunger dann doch nach draußen getrieben hat. Champignons heruntergeschlungen, damit nicht eine Champignonsuppe draus wird und dann wieder ab ins Presse-/VIP-Zelt. Hier merkt man die Wetterlage auch deutlich, denn die Promidichte steigt: Die Arctic Monkeys liefern sich gerade ein Kicker-Duell, Tobi Schlegl wurde gesichtet und Revolverheld sind vorbei gekommen, um nachher den Headliner Foo Fighters zu sehen.

Auch die Presseleute flüchten sich alle ins Zelt, so kommt es, dass ich mit meinem Notebook gerade auf dem Boden sitze, um diesen Blog zu schreiben. Naja, wenigstens ist es hier warm und auf den Bildschirmen bekommen ich doch noch die ein oder andere Band mit. Auch das Catering-Team hat auf den Wetterumschwung reagiert, neben Kaffe gibt es hier jetzt auch heißen Tee zum aufwärmen. Ich könnte gerade gut eine heiße Zitrone gebrauchen, ich glaube, das Wochenende zieht eine Erkältung nach sich –  aber, was tut man nicht alles für die Kunst! 😉

Wenn das Wetter es zulässt, werde ich mir nachher – mal wieder live – die Wombats anschauen, dicht gefolgt von den Hives, den Arctic Monkeys, Clueso und natürlich den Foo Fighters.

Drückt mir die Daumen!
Kim

Sonntag, 19.06. – 14.12 Uhr:
Die Sonne scheint! Ich habe Sonnenbrand! Ok, es sind wohl eher Rostflecken, die sich langsam auf meiner Haut abzeichnen. Gerade haben die Blood Red Shoes ihr Set auf der Green Stage beendet – ein kurioses Bild. Die Künstler fast genauso nass wie die Fans, alle Bühnenaufbauten im hinteren Teil der Stage dazu wasserdicht in dicken, blauen Müllsäcken verpackt. Es hat sich so richtig schön eingeregnet. Norddeutscher Landregen at its best. Hier im Presse/VIP Zelt ist es so voll wie seit Tagen nicht mehr um diese Uhrzeit. Kim und ich haben es uns in ein paar hübschen, pinken Telekomliegestühlen bequem gemacht und beobachten das Festivalgeschehen per HD-TV. Ich habe mich trotzdem aber auch noch nach draußen gewagt, die Kamera in eine formschöne Duschhaube verpackt und habe ein paar Bilder für Euch geschossen. Der guten Stimmung tut das graue Nass da draußen übrigens keinen Abbruch. Meiner Kamera schon, trotz Gummihaube. Daher werde ich vorerst auf trockene Minuten warten, bis es wieder neue Bilder gibt.

So long,

Eure begossene Katha

Sonntag, 19.06. – 12.20 Uhr:
Es regnet, Gott segnet, die Erde wird nass. Ich warte noch auf das Jahr, an dem ich ein Hurricane Festival ohne Regen erlebe. 2005 – Dauerregen, 2006 – riesige Hitze und dann das riesige, sintflutartige Unwetter am letzten Tag, dass ganze Zelte weggespült hat. 2008 war’s ähnlich – am letzten Tag kam wieder das große Unwetter mit Hagel, Starkregen und Sturm. 2009 gab’s wieder den allgemeinen Landregen mit Päuschen und im letzten Jahr war’s auch wie immer: Regen, Regen und noch mehr Regenponcho-Regen. Wenn man sich das so ansieht, tja was soll man da von diesem Jahr auch anderes erwarten. 😉 Ich habe mich inzwischen auch durch die fallenden Bindfäden und Sturmböen ins Pressezelt gekämpft. Mein eigenes Zelt steht leider noch immer und ich fürchte, dass das heute auch nicht mehr trocken in den Kofferraum wandert.

Gestern Abend ging’s musikalisch für mich noch mal richtig ordentlich nach vorne. Bunt gemischt, laut und leise. Nach My Chemical Romance, die ordentlich vorgelegt haben, gab’s ein bisschen Incubus, gefolgt von einem wunderbaren Set von I am Kloot. Der gute Mann verzaubert nicht unbedingt mit seiner Optik, dafür umso sehr mit seiner Stimme. Wahnsinnig ehrlich, hingebungsvoll, melancholisch und gefühlsecht – Das kleine, Singer/Songwriter anschmachtende Mädchen in mir war für eine Stunde sehr glücklich. Danach ging es zurück zu Incubus, die mit all ihren großen Hits die Leute auf der Green Stage begeisterten. Die Herren wissen einfach was sie tun. Direkt danach noch schnell ab zu den Kaiser Chiefs und hüpfen, springen, feiern was das Zeug hielt. Da war einem dann auch die Kälte und die Atemwölkchen vor dem Gesicht wirklich egal.

Für den letzten Festivaltag habe ich mir einen ausgeklügelten Bandplan zurecht gezimmert, oder mir vielmehr von meinem Musikgeschmack diktieren lassen. Los geht’s mit den Blood Red Shoes in ca. einer Stunde auf der Green Stage, direkt danach gibt’s feinste deutsche Musik von Selig, um 15.25 Uhr sprinte ich rüber zur Blue Stage und schaue noch mal nach dem Pferde-Komplott. An Horse sind für mich heute ein Muss. Leider überschneiden die sich mit dem großartigen Singer/Songwriter William Fitzsimmons auf der Red Stage im Zelt. Wer weiß, wenn es weiter so regnet, niste ich mich auch vielleicht im Zelt ein. Allerdings wäre das fatal, weil ich ja eigentlich UNBEDINGT bei Flogging Molly mindestens in der dritten Reihe stehen möchte. Immer diese Entscheidungen 😉 Auf keinen Fall entgehen lasse ich mir heute aber die Arctic Monkeys, Clueso und die Foo Fighters natürlich.

So, ich werde mal schauen gehen, ob mein Zelt noch steht oder ob die Sturmböe, die gerade das ganze Pressezelt zum Beben gebracht hat, es doch weggeweht hat.

So long und bis später,

Eure Katha

Sonntag, 19.06. – 11.30 Uhr:
Guten Morgen liebe Community. Durch den strömenden Regen habe ich mich hierher gekämpft. Am letzten Tag ist das Wetter alles andere als gut. Die Nacht war kalt, regnerisch und stürmisch. Eine kleine Regenpause habe ich genutzt, um mein Zelt einzupacken und im Auto zu verstauen. Katha ist leider jetzt gerade dabei… wobei, wahrscheinlich wartet sie auch erst einmal den Regen ab…. wenn der heute überhaupt noch einmal aufhört.

Meine erste Band für heute sollten eigenlich die Blood Red Shoes werden. Die spielen um 13.30 Uhr auf der Green Stage. Wennn es so weiterregnet, werde ich sie aber hier im Zelt auf dem Bildschirm verfolgen.

So, bis zum nächsten Wetterbericht!
Kim

Samstag, 18.06. – 00.30 Uhr:
Der letzte Blogeintrag für heute. Ich habe meinen Bandmarathon erfolgreich überstanden. Gleich schaue ich mir noch den Rest der Kaiser Chiefs an. Mein persönliches Highlight heute war I blame Coco: eine Frau mit einer Hammer-Stimme – kein Wunder wahrscheinlich, denn immerhin ist sie die Tochter von Sting. Wer I blame Coco nicht kennt, der hat aber mit Sicherheit ihren aktuellen Hit „Self Machine“ im Ohr.

Auf der White Stage habe gerade Egotronic und Frittenbude gespielt. Beides Bands des Audiolith-Labels. Am 6. Juli veranstaltet Audiolith eine Schools out Party im Hyde Park, bei dem auch diese beiden Bands auftreten werden.

Mittlerweile hat auch die Polizei die erste Bilanz des Festivals gezogen: Bisher verläuft alles recht friedlich. Es kam zu 38 Diebstählen, 600 Menschen musste der Sanitätsdienst verarzten und 42 mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Bei einem Festival mit 70 000 Menschen ein sehr guter Wert. Lediglich bei einem 17-Jährigen aus Braunschweig mussten härtere Geschütze aufgefahren werden: Er hatte drei Dixie-Toiletten angezündet und richtete damit einen Schaden in Höhe von 2400 Euro an. Außerdem kommt eine Strafanzeige auf ihn zu.

Auf www.polizeipresse.de unter dem Punkt „Hurricane“ veröffentlicht die Polizei einige sehr beeindruckende Lufbilder des gesamten Festivalgeländes. Ein Blick lohnt sich!

Für mich geht ein langer und anstrengender Tag zu Ende. Ich freue mich auf meine Luftmatratze, aber natürlich auch schon auf den letzten Tag, an dem unter anderem Clueso und die Foo Fighters auftreten werden.

Gute Nacht allerseits,
Kim

Samstag, 18.06. – 20:50 Uhr:
Ein kurzer Zwischenruf bevor My Chemical Romance, Two Door Cinema Club und Lykke Li, Incubus und Co. weitermachen: Wie geil sind den bitte Gogol Bordello?! Die Band hat es soeben geschafft, dass wirklich der GANZE Eichenring von der ersten Reihe bis nach ganz hinten hin getanzt. Überall sprangen einem feiernde Menschen entgegen, die ihre Füße zu den heißen Balkan Beats nicht mehr stillhalten konnten und sich in der windigen Abendsonne auf den Headliner einstimmen. Wer sonst auf Shantel & Bocuvina Klub Orchestra steht, und schändlicher weise noch nichts von Gogol Bordello gehört haben sollte, muss JETZT sofort die Band googlen und sich von der Musik mitreißen lassen.

So, jetzt schnell weiter zu Two Door Cinema Club!

Bestes, Eure tanzende Katha

Samstag, 18.06. – 19:00 Uhr:
So langsam geht dieser doch etwas zähe Samstag Nachmittag zu Ende. Man hat das Gefühl, das insgeheim alle auf den großen Auftritt von Incubus warten und sich bis dahin die Kräfte aufheben. Die ein oder andere Band wird aber trotzdem kräftig gefeiert. Bei All Time Low kamen dann plötzlich die geballte Emo/Hardcore-Kids Power aus den Zelten gekrochen, die sich am gestrigen Tag hauptsächlich bei Parkway Drive im Zelt gezeigt hatten. Bei British Sea Power hüpften dafür ganze Planschbecken durch die Masse – mit den Außenringen tanzt es sich scheinbar vorzüglich Hulahoop.

Wir haben den langen Nachmittag genutzt und uns ordentlich ausgeruht, haben uns auf den Campingplätzen umgesehen und mit ein paar netten Mädels aus Münster gegrillt. Ein Festival ohne Grillen ist ja sonst auch irgendwo wie Schwimmen ohne Wasser.

Mein gerade ganz persönliches Highlight waren aber die Jungs und Mädels von Viva Con Agua, die mit ihren blauen Becherpfandtonnen auf der Jagd nach Spenden für Trinkwasserprojekte in Ostafrika sind. Ich selbst habe mich im letzten Jahr auch einmal als Becherjägerin versucht und dabei beim Taubertal Festival tief in Süddeutschland eine der Sammeltonnen von den Kilians aus Duisburg signieren lassen. Diese Tonne ist heute tatsächlich auch wieder beim Hurricane im Einsatz. Hätte ich einen Pfandbecher in der Hand gehabt, hätte ich ihn gespendet, in bester Erinnerung an den letzten Festivalsommer 😉

Jetzt geht’s aber ab in den Bandmarathon: I Blame Coco, Lykke Li, I am Kloot, Incubus, Kaiser Chiefs, Gogol Bordello, My Chemical Romance, Two Door Cinema Club, Frittenbude, Egotronic. Ich muss mich mal wieder vierteilen, um alles sehen zu können. Auf in den Sturm da draußen! (Wir haben immer noch eine Sturmwarnung, wenn ich das richtig verstanden habe. Das Zelt bei Frittenbude bleibt wieder zu. Hoffentlich gibt es nicht wieder so ein Chaos wie im letzten Jahr…)

Bis später,
Eure noch nicht viergeteilte Katha

Samstag, 18.06. – 15.10 Uhr:
Nach einer etwas längeren Pause melden wir uns wieder bei Euch. Hier in Scheeßel wurde eine Unwetterwarnung ausgegeben: Wir konnten uns glücklicherweise noch rechtzeitig im Auto verkriechen, bevor es wie aus Eimern anfing zu regnen und zu hageln. Vor etwa einer Stunde haben wir dann mutig unsere Gummistiefel ausgepackt und uns wieder aufs Festivalgelände gewagt. Dort haben wir einige Minuten Wakey!Wakey! zugeschaut: ein echter Geheimtipp. Wakey!Wakey! ist Michael Grubbs, ein Singer/Songwriter aus den USA. Seine Musik ist eine Mischung aus Pop und Alternativ.

Danach ging’s für uns weiter in Richtung der Green Stage. Dort rockten gerade die Sick Puppies aus Australien: Zwei Männer (Gitarre und Schlagzeug) und eine Power-Frau am Bass. In Deutschland ist vor allem ihr Song Maybe bekannt.

Für mich wird der Tag wie folgt weitergehen: Britisch Sea Power, Friendly Fires, The Sounds, I blame Coco, Lykke Li, Egotronic, Incubus, Kaiser Chiefs. Ein ganz schön stattliches Programm. Ich hoffe, ich halte durch. 😉

Für alle die, die in diesem Jahr nicht dabei sein können, gibt’s eine frohe Botschaft fürs nächste Jahr: Die Ärzte sind mal wieder Headliner!

Bis später,
Kim

Samstag, 18.06. – 10:30 Uhr:
Buenas días muchachos! Wir haben die erste Nacht im Zelt überlebt. Mir war heiß, Kim war kalt. Wahrscheinlich kann mich nach den eisigen 3 Grad im letzten Jahr nichts mehr schocken. Ich bin immer noch sehr blitzverliebt in die Musik von Arcade Fire, die ich mir gestern zu später Stunde noch auf der Green Stage angetan habe. Beim Auftritt der Band konnte man gar nicht anders, als gedankenverloren das Tanzbein zu schwingen. Und auch Jimmy Eat World zaubert immer noch ein Grinsen auf mein Gesicht. Es kam einem fast so vor, als ob bei Portishead gleichzeitig gar keiner war, weil es beim futternden Jimmy so unglaublich schön voll war. Zuletzt haben wir uns auf der Blue Stage von den wummernden Bässen der Chemical Brothers durchpusten lassen. Von den Jungs selbst sah man nicht viel, dafür war die Lichtshow und LED-Animation im Hintergrund umso unterhaltsamer. Fliegende, wiehernde Pferde, stilisierte nackte Körper, psychedelische Muster und Bewegungen. Genau richtig, um sich noch mal schön müde zu feiern.

Apropos fliegende wiehernde Pferde. Ich persönlich habe eine kleine Theorie aufgestellt, dass hier der örtliche Reitverein oder eine sonstige, weltweite Pferdeorganisation heimlich den Reitsport promoten will. Zum einen patroulliert hier die Reiterstaffel der Polizei. Gut, das ist zu auffällig. Zum anderen liegt hier aber täglich auch musikalisch das Pferd in der Luft. Gestern bei den Chemical Brothers, wie bereits erwähnt, das wiehernde, animierte Ungetüm auf der LED-Leinwand, heute spielt um 12:50 Uhr die Band Pulled Apart by Horses auf der Green Stage und morgen geben sich die Australier der Band An Horse und die Amerikaner von Band of Horses auf der Red Stage die Klinke in die Hand. Na wenn da mal keine Verschwörung hinter steckt 😉

Heute wird es musikalisch erst Abends stressig. Spät nachts warten auf mich die Kaiser Chiefs, davor meine alten Helden von Incubus. Davor muss ich mich zwischen Two Door Cinema Club und My Chemical Romance entscheiden. Und Frittenbude überschneidet sich zu alledem auch noch mit den beiden. Ansonsten stehen heute noch auf meinem persönlichen Plan All Time Low, Monster Magnet, Gogol Bordello, British Sea Power, The Vaccines, I Blame Coco und I Am Kloot. Natürlich überschneidet sich auch hier wieder die Hälfte. Wie schön wäre es auf Festivals, einen Klon bei sich zu haben, damit man auch ja keine Sekunde der besten Bands verpassen kann.

Bevor der Musikwahnsinn beginnt, drehen wir jetzt noch eine kleine Runde über den Campingplatz, suchen die Viva Con Agua Trash Monkeys, Camp FM und die Silent Disco.

Auf einen legendären Festivaltag!

Hasta pronto,
Eure Katha

Freitag, 17.06. – 22.30 Uhr:
So, es folgt der letzte Blogeintrag für heute, da wir gleich das Pressezelt verlassen müssen. Wir komm direkt vom hammer Konzert von Jimmy Eat World: „Sugar on the Asphalt“ und „The Middle“ durften natürlich nicht fehlen. Da sind sogar unsere mittlerweile müden Beine wieder munter geworden. Der erste Tag des Festivals (Auch wenn er noch nicht ganz vorbei ist. Es folgen die Chemical Brothers, juhuu) war super, aber anstrengend. Es hat immerhin nicht geregnet, auch wenn sich jetzt so langsam die ersten Regentropfen vom Himmel wagen.

Wir sind mittlerweile so richtig in Festival-Stimmung, dann an vielen Ecken riecht es mittlerweile nicht mehr ganz so gut. Was natürlich zum größten Teil daran liegt, dass das männlichen Geschlecht uriniert wo es geht und steht. Ok, heut war ich schon das ein oder andere mal, wenn mich mal wieder das Dixie anlachte, etwas neidisch. Trotzdem ekelig…

Morgen früh melden wir uns das nächste mal bei Euch. Dann geht’s auch mit der Musik schon etwas früher los: Um 12.25 Uhr spielen Pete and the Pirates.

Gute Nacht,
Kim

P.S.: Katha ist auf der Suche nach einem neuen Satz Beine. Kann jemand weiterhelfen? 😀

Freitag, 17.06. – 19.30 Uhr:
Musikalische Halbzeit für uns am ersten Tag. Eher zufällig haben wir uns beide als erstes auf der kleinen Red Stage im Zelt die britische Band You Me At Six angeguckt, die vom Andrang total überwältigt war. Das Zelt war proppenvoll. Die Menge sang lauthals mit und zeigte, dass auch das Hurricane trotz eigentlichem Verbot ein perfekter Ort zum Crowdsurfen und Stagediven ist. Beweisfotos gibt es in der Galerie.

Kurz danach haben die Irie Révoltés dem ganzen Eichenring ordentlich eingeheizt. Waren die Jungs im letzten Jahr noch ein echter Geheimtipp, haben sie dieses Jahr tausende Leute vor der Green Stage zum Tanzen gebracht. Eigentlich wollten wir uns die 9 Herren aus der Nähe ansehen, aber da war es schon wieder dermaßen voll vor dem Zelt, dass wir, um von Jupiter Jones auch noch etwas sehen zu können, lieber von Weitem gelauscht haben. Dafür standen wir dann bei Jupiter Jones schön in der ersten Reihe 😉 Die sympathischen Jungs sorgten für ordentlich Schweiß und Pogotanz, dabei aber auch gleichzeitig für ganz große Gänsehaut. Bei „Still“ sang wirklich jeder vor der Bühne mit und freute sich zusammen mit der Band über die schönen 45 Minuten.

Gleich spielt Elbow neben uns auf der Green Stage und langsam knurrt auch mein Magen wie ein Werwolf. Mal sehen, was es zur Vorbereitung auf mein persönliches Highlight heute, Jimmy Eat World und Arcade Fire, gleich zu Futtern gibt.

Was mir heute besonders auffällt: Farben bekommen eine neue Definition. So ist Gold ganz weit vorne mit dabei – allerdings nicht bei den Damen, sondern bei den Herren der Schöpfung. Hosen, Stiefel, Oberteile. Alles ist da. Dazu ist die Red Stage dieses Jahr zur allgemeinen Verwirrung von innen blau. War da jemand farbenblind? Oder darf das Zelt nicht mehr rot sein, weil Coca Cola dieses Jahr wohl nicht mehr zu den Hauptsponsoren zählt? Ich bin für einen Regenbogen. Aah, der Hunger!

Bis später!
Eure Katha aka KatieMcKatts@osc

Freitag, 17.06. – 15.30 Uhr:
Was war es schön ruhig auf dem Festivalgelände. Doch um 15.10h hatte die Ruhe ein Ende: Die feiernde Masse wurde aufs In-Filed gelassen. Es wäre aber auch zu schade gewesen, wenn hier nur die paar Presseleute übers Gelände gegangen wären, denn die Veranstalter des Hurricanes haben auch Abseits der Bühnen einiges aufgefahren. Neben den üblichen Fressbuden gibt es zig Merchandise-Stände: Neben dem Hauptsponsor Becks, sind unter anderem Sony Ericsson oder Viva con Agua verreten. Wer keine Lust auf die gammeligen Zeltplatzduschen hat, der kann mal eben bei Axe unter die extra stylischen Exemplare hüpfen.

In diesen minuten eröffnen Letlive auf der Red Stage das Festival, gefolgt von Yoav auf der Blue Stage. Während Katha gerade noch auf dem Festivalgelände herumschwirt, um Euch die neusten Eindrücke in unsere Bildergalerie zu präsentieren, werde ich mich so langsam in Richtung der Green Stage aufmachen und mir Twin Atlantic und Irie Révoltés anschauen. Danach gibt’s für mich noch Jupiter Jones, bevor ich eine der Fressbuden entern werde. Es riecht hier einfach zu gut nach gebratenen Nudeln, Pizza, Döner, Pommes und und und…. da wird mir die Wahl nicht leicht fallen 😉

Der Wettergott ist uns bis her übrigens noch treu. Die Sonne wird ab und zu von dunklen Wolken verdeckt, doch nass sind wir noch nicht geworden – toi, toi,toi.

Bis später, Kim

Freitag, 17.06. – 13 Uhr:
Guten Morgen Hurricane 2011! Katha und Kim melden sich zum Dienst. Heute morgen um 7 Uhr sind wir in Osnabrück gen Scheeßel aufgebrochen und ausnahmsweise sogar ganz ohne Stau auf dem Festivalgelände angekommen. Der nette Mann an der Gästeliste hat mich (Katha) sogar mit einem freundlichen „du warst letztes Jahr auch schon zum Check-In bei mir“ begrüßt und uns beiden unsere goldenen und silbernen Pressebändchen sowie unseren wunderbaren Carpass überreicht. Damit dürfen wir beide schön auf das Gelände fahren und neben unserem Auto campen, das wir kurzerhand zu unserem Wohnzimmer erklärt haben.

Seit ca. 11.30 Uhr stehen unsere Zelte und wir haben uns schon mal auf dem In-Field vor den Bühnen umgesehen. Hier wird noch fleißig geschraubt und gewerkelt. Die letzten Barriers sind eben aufgestellt worden, verrückt gewordene Motorroller rasen noch über das Feld um schnell die letzten Dinge zu erledigen. Die Chinabuden haben schon mal ihre Pfannen angeschmissen, damit nachher, wenn um 15.20 Uhr Letlive auf der Red Stage das Festival eröffnen, auch wirklich alles bereit ist.

Bisher hält das Wetter. In der Sonne ist es sogar richtig heiß. Ich frage mich die ganze Zeit, ob es wohl ein schlechtes Omen ist, dass ich dieses Jahr zum ersten Mal meine Kabelbinder und mein Gaffa-Tape zu Hause vergessen habe. Leiht mir einer von Euch sonst was? 😉

Wir freuen uns riesig auf ein grandioses Festivalwochenende.

Eure Katha & Kim

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