Hurricane Festival 2016 Marie Katzer

Der Hurricane Festival 2015 Blog – Sonntag

Wir schreiben den Sonntag, Tag drei in der Hurricane Festival Zeitrechnung. Auch heute werden Marie und ich euch fleißig live vom Festival berichten – sofern das Internet uns denn heute lässt. Schaut immer mal wieder rein und bleibt so up to Date!

Sonntag, 13.44 Uhr – Bands im Vorübergehen

Guten Tag liebstes Hurricane Festival. Für einen guten morgen ist es selbst in Festivalzeitrechnung zu spät. Dass unser erster Post des Tages im Verhältnis tatsächlich etwas hinterher hängt, liegt aber nicht an irgendwelchen geheimen Partyexzessen letzte Nacht. Wir waren schon früh fleißig und haben ein feines Interview mit den Moderatoren Melle und Stoffi von CampFM geführt. Das seht ihr dann morgen im Blog.

Obwohl wir ja schon seit Donnerstag hier sind, ist irgendwie erst heute die richtige Festivalstimmjng bei mir angekommen. Vielleicht liegt das daran, dass ich gerade bei The Vaccines in der 10. Reihe stehe und endlich mal das wummern der Bässe deutlich in meinem Körper spüre und mir das Konfetti vom Indianerhäuptling neben mir durch meine Haare weht. Oder aber, weil heute so ziemlich alle Bands spielen, die ich sehen will. Aber natürlich wird das mal wieder schwierig, die Überschneidungen sind einfach zu stark. So läuft der Tag dann vermutlich unter dem Motto: „Bands, die ich im Vorübergehen gesehen habe“. Dazu gehören schon mal Little May auf der White Stage oder aber auch Skinny Lister und Catfish and the Bottlemen. Alles wunderbare Bands. So wird das eigentlich den ganzen Tag weitergehen.

Besonders bitter wird es am Abend, wenn Florence and The Machine, Casper und Whomadewho gleichzeitig spielen. Falls mich da einer noch schnell Klonen oder sinnvoll dreiteilen kann, so möge er/sie sich bitte schnell bei mir melden.

Sonnag, 14.24 Uhr – Kack Internet und noch ne Band im Vorbeigehen

Noch eine Band im Vorbeigehen, die mir wirklich gut gefällt: Fidlar auf der Red Stage. Wenn ich schon Lagwagon und Millencolin verpasSt habe, gibt’s hier zumindest in Ansätzen eine kleine Portion Punkrock. Auch wenn der Rock überwiegt. Diesen Post online zu bringen hat übrigens über eine Stunde gedauert, weil das Internet im Pressezelt gerade in die Knie geht. (mittlerweile ist es 15.21 Uhr) Alle Fotografen schieben gerade ihre Bildergalerien raus und da wird das alles schon mal eng.

Gerade sitze ich im „Vorgarten“ des Pressezelts und höre so wenigstens das meiste von Alltime Low. Die machen glaube ich echt Spaß. Zumindest haben sie anscheinend auf der Bühne jede Menge Spaß, wenn man nach den Ansagen und Kommentaren geht. Ich luscher doch mal fix um die Ecke.

Sonntag, 16.15 Uhr – Pressekonferenz

Das war sehr schön mit All Time Low. Mit dem letzten Ton strömt eine wahre Karawane Richtung Red und Blue Stage, um dort Milky Chance und den Rest von Jupiter Jones zu sehen. Ich sitze derweil wieder im Pressezelt und lausche den Berichten der Veranstalter, Rettungskräften und Security.

Mit 65.000 Besuchern war der Zulauf gut, aber lange nicht so riesig wie in der Vergangenheit. Insgesamt ist man zufrieden. Die Künstler seien besonders gut zufrieden gewesene, so der musikalische Leiter.

Madsen ersetzt heute Ben Howard, hoffmaestro haben es gestern wegen Buspannen nicht von Schweden nach Deutschland geschafft.

Die Polizei sieht einen klaren Rückgang in der Kriminalität, was möglicherweise durch das bargeldlose Zahlungssystem bedingt ist. Gerade mal 20 Diebstähle wurden gemeldet. Ansonsten gibt es gar nicht so viel und berichten, wie der Pressesprecher erklärt. Im Westen nichts Neues.

Aus Sicht der Feuerwehr ist alles wie in den letzten Jahren gelaufen. Keine dramatischen Einsätze und auch sonst  kaum nennenswerte Einsätze.

Das rote Kreuz meldet 1700 Verarztungen, wesentlich weniger Drogenfälle und insgesamt auch weniger Einsätze. Gerade einmal 110 Menschen sind mit festivaltypischen Verletzungen und Erkrankungen im Krankenhaus gelandet.

Das Hurricane Festival 2016 findet vom 24. bis 26. Juni 2016 statt. Ab Montag, 12 Uhr, gibt es 5000 streng limitierte Wild Cards im Vorverkauf. Die nächsten Tickets gibt es dann erst wieder mit der ersten Bandwelle.

So, und jetzt raus zu Death Cab for Cutie!

17.54 Uhr – Arrogante Rocksau vs. Sympathieschweinchen

Zwischen der Blue Stage und der Red Stage findet gerade der wohl ungleicheste Showdown des ganzen Festivals. Auf der roten Bühne spielt seit 17 Uhr Ollii Schulz. Man sollte es nicht glauben, aber es ist so voll, dass die Leute mittlerweile schon auf dem Feldweg daneben Stellung bezogen haben. So viele, dass sich bereits ein Einsatzteam der Polizei bereit macht, um den Bereich abzusichern – oder zumindest unter Beobachtung zu halten. Vor wenigen Jahren hätte Olli Schulz vermutlich froh sein Können, wenn er vielleicht eine Zeltbühne voll bekommen hätte. Jetzt drängen sich hier auf dem kleineren Teil des Geländes im Verhältnis nahezu so viele wie vorgestern bei Placebo. Olli Schulz ist musikalisch zwar nicht unbedingt eine Koryphäe, überzeugt dafür aber durch bestes Entertainment, Authentizität und Sympathie.

Dagegen auf der Blue Stage Noel Galhager, internationaler Rockstar mit entsprechend arroganter Attitüde. Dafür aber musikalisch überaus versiert, begleitet von einer erstklassigen Band mit Bläsersatz, tollen Videoanimationen – und einem vergleichbar großem Publikum. Olli Schulz, den ich noch als Tipp mit im Blog erwähnt hatte, kann ich mir aufgrund des Menschenauflaufs (und zickigen Internets) leider nur in den letzten Zügen und auch wieder nur im vorübergehen ansehen. Bei Noel sitze ich gerade drehenden kurz vor der zweiten Absperrung im Gras und lasse mir ein paar Sonnenstrahlen ins Gesicht scheinen. Und dann auch noch Don’t Look back in anger. Mein Herz hüpft!

Von Death Cab for Cutie war ich übrigens mal wieder enttäuscht. Jedes Mal denke ich, dass ich die Helden meiner Jugend unbedingt sehen will, aber jedes Mal ist entweder die Band schlecht drauf (heute nicht der Fall) oder der Sound ist kacke. Das war der Fall. Im Vergleich zu All Time Low waren die Death Cabs reine Matsche und der letzte Kick kam einfach nicht rüber. Doof.

18.27 Uhr – LEISE/laut im Hurricane Livestream auf Arte?

Unser erklärtes Tagesziel ist im Übrigen, mit unserer kleinen LEISE/laut-Sprechblase im Livestream von Arte aufzutauchen. Die übertragen im Netz ab 19.30 Uhr das Konzert von Katzenjammer auf der Blue Stage. Wer uns als erstes sieht (Screenshot ;)), bekommt eine kleine Überraschung vom Festival.

18.52 Uhr – Of Monsters and Men – Heimlicher Headliner?

Wenn man sich die Menschenmassen vor der Green Stage gerade so beschaut, könnte man glatt meinen, Of Monsters and Men wären die heimlichen Headliner des Sonntags. Ähnlich viele wie gestern bei Die Antwoord drängen sich entlang der Absperrungen. Anstatt totalem Partyabriss scheint nun jeder nur beseelt lächelnd in seiner eigenen kleinen Welt zu schweben. Bei den ausgefeilten Melodien und aufwändigen Live-Instrumentierungen ist das aber auch wirklich kein Wunder.

Vor zwei Jahren habe ich mich bewusst gegen Of Monster and Men entschieden, weil ich einfach ungern zu gehypten Bands gehe. Offensichtlich habe ich etwas verpasst.

#OfMonsterAndMen verzaubern das #hurricane15 auf der Green Stage

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18.59 Uhr – Unser Videoblog ist ENDLICH online!

Auch heute haben wir Euch einen kleinen Blog in Videoform gedreht. Trotz zickigen Internets ist jetzt endlich alles hochgeladen. Enjoy!

21.35 Uhr – In Scheeßel sagt man Tschüß!

…oder so ähnlich. Katzenjammer haben auf der Blue Stage ordentlich Alarm gemacht und mit ihrem fabelhaften, mehrstimmigen Gesang es einem noch mal so richtig warm ums Herz werden lassen. Die Damen würde ich gerne noch mal in einem kleinen Club sehen. Das stelle ich mir zumindest absolut famos vor.

Zurück zur Green Stage, wo Madsen Ben Howard wirklich würdig vertreten haben. Die Jungs haben noch mal mehr Leute gezogen als Of Monsters and Men und nach ihrem Set lag das ganze Infield unter einem dicken Nebel aus Staub. Zwischenzeitlich habe ich noch mal bei The Notwist vorbei geschaut, aber so richtig begeistert haben sie mich nicht. Vermutlich wäre das in einem kleinen Club eine ganz andere Geschichte, aber hier so auf dem Festival hatten Madsen einfach wesentlich mehr Energie und haben es so richtig krachen lassen.

#Madsen und alle so: Whoop! Whoop! #hurricane15

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Jetzt ist es auch schon wieder so gut wie vorbei, das Hurricane 2015. Das Pressezelt macht in einer Stunde zu, die drei Headliner starten in 25 Minuten ihre Shows, Paul Kalkbrenner auf der Blue Stage gerade schon begonnen. Vermutlich werde ich mir Florence & The Machine ansehen, auch wenn mir die Entscheidung immer noch nicht leicht fällt. Aber dort drüben bei der Green Stage ist auch das VIP Zelt und dort gibt es Toiletten mit Seife! Händewaschen ist gerade auf jeden Fall bitter nötig 😉

Eigentlich hatte ich gehofft, Euch jetzt hier noch das Video von unserem Interview mit Adam Angst zeigen zu können, aber leider hat Youtube das erst mal vorübergehend gesperrt. Ich liefere das aber nach, versprochen. Es ist gerade freigeschaltet worden. Woopwoop!

 

Also, liebstes Hurricane, es war sehr schön mit dir! Und mit Euch! Danke für die zahllosen Likes, Kommentare und Retweets bei Facebook, Twitter, Instagram und Google+.

Bis zum nächsten Jahr!

Cheerio, Katha & Marie

https://instagram.com/p/4Oh6viCXs0/?taken-by=leise_laut

 

 

2 Gedanken zu „Der Hurricane Festival 2015 Blog – Sonntag“

  1. Vielen Dank für die vielen guten Videos.. Ich liebe das Hurricane Festivals und hab es besucht. Es hier online nochmals revue passieren zu lassen ist eine besondere Freude xoxo Marylin 🙂

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