Ins Wurmloch gefallen? Was ist passiert? Wie geht’s weiter?

Klopf, klopf, klopf. Verdammt, ist das hier verstaubt! „Dein letzter Beitragsentwurf stammt vom 14.10.2016“, sagte mir WordPress eben. Und jetzt haben wir schon Ende Januar 2017. Was ist passiert? Und wie geht es weiter? Bin ich in ein Wurmloch gefallen?

Es scheint gerade so, als wäre ich irgendwann im Spätsommer oder Frühherbst in ein Wurmloch oder Blog-Koma gestolpert, aus dem ich gerade jetzt erst langsam wieder aufwache. Oder herausklettere.

Dabei hatte ich eigentlich einen ganzen Haufen schöner Sachen auf dem Zettel. Mein Interview mit Jimmy Eat World, dass ich für den Online-Plattenversand jpc.de in Münster geführt habe. Oder das Tourtagebuch von der Tour mit tigeryouth, auf der ich Anfang September extrem intensive und wunderbare Tage erleben durfte. Oder überhaupt, mein Video-Job bei jpc.de. Oder das neue Video von… oder das Album… oder die Tour…

Was ist passiert? Wurmloch?

Wie vielleicht ein paar von Euch wissen, habe ich mich vor knapp zwei Jahren in die Selbstständigkeit gestürzt. Seither verdiene ich meinen Lebensunterhalt als Freischreiberin für verschiedene Zeitungen und Magazine, mit allerhand multimedialen Content-Projekten für verschiedene große und kleine Kunden, mit Social Media Management und Übersetzungen (was ich ja eigentlich mal studiert habe).

Das Ganze lief erst gut und vor allem gemächlich an, sodass ich eigentlich immer genug Zeit zum Bloggen hatte. Aber im Herbst war es dann soweit. Gefühlt über Nacht waren meine Auftragsbücher plötzlich bis zum Anschlag voll. Das ist einerseits natürlich genial und macht extrem viel Spaß. Aber andererseits ist es auch teilweise sehr fordernd. Und wenn Rechnungen bezahlt und Deadlines eingehalten werden müssen und man dafür teilweise 16 Stunden lang zu Hause am Schreibtisch sitzt, bleiben manche Sachen auf der Strecke. Meistens Freunde, Familie, überhaupt, die Außenwelt und leider, leider auch der Blog.

Aufgeben?

Ganz ehrlich, ich habe überlegt, aufzugeben. Als ich zwischen den Jahren im Akkord Übersetzungen angefertigt habe und selbst an Silvester von 7.00 Uhr bis 18.30 Uhr am Schreibtisch saß, und mir wirklich bewusst wurde, wie lange ich nichts mehr gebloggt hatte, brach es mir fast das Herz. Dazu die unzähligen ungelesenen Mails im Blog-Postfach, die mich jeden Tag vorwurfsvoll anschauen.

Aber gerade im 10. Jahr zu sagen, dass es vorbei ist? Das wäre doch ganz schön dämlich. Deshalb geht es weiter. So gut es die Zeit eben zulässt. Dazu habe ich inzwischen auch eingesehen, dass nicht mein ganzes Leben und genauso wenig der Blog für immer eine One-Girl-Show sein kann.

Herzlich Willkommen, Alex!

Deshalb bekommt der Blog ein zweites Gesicht. Die liebe Alex wird Euch ab sofort auch hin und wieder mit Geschichten aus der (Hamburger) Musikszene versorgen. Kennengelernt habe ich sie vor gut 10 Jahren und habe mit ihr jede Menge verrückte, wunderbare Geschichten erlebt. Meistens ging es dabei in irgendeiner Form um Musik. Und ohne eine gewisse Band hätten wir uns vermutlich nie kennengelernt 😉

Alex und Katha im Fotoautomat bei der 1Live Krone Aftershow Party 2011.
Alex und Katha im Fotoautomat bei der 1Live Krone  2011.

Danke!

Bevor wir uns also ab sofort zu zweit in die Blogosphäre stürzen, möchte ich mich noch ganz herzlich bei Euch allen bedanken. Eure Nachrichten, Kommentare und Mails haben mir gezeigt, dass Ihr wirklich lest, was ich hier bisher geschrieben habe. Das hat mich auch dazu gebracht, nicht aufzugeben. Freut Euch also auf ein spannendes 10. leiselautes Jahr. :*

3 Kommentare auch kommentieren

  1. 10 Jahre, eine beachtliche Zeit. Macht weiter. 🙂

    Gruß,

    Frank Jones

  2. Stefan sagt:

    ja…macht weiter – habe euch über twitter gefunden ;O)

    LG

    Stefan

  3. Domi sagt:

    Aufgeben ist NIE eine Option. Schön das du weitergemacht hast!

    Beste Grüße

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