Schlagwort-Archive: Marteria

1Live Krone 2017 – Zwischen Pink Carpet und Glitzer

Bochum, Jahrhunderthalle. 7. Dezember. Es ist saukalt, die Finger frieren ein. Das heißt, es ist wieder Zeit für die 1Live Krone. Es ist ziemlich genau 9 Jahre her, dass ich zum ersten Mal live bei der 1Live Krone dabei sein durfte. Nach ungefähr 4 Jahren Pause bin ich wieder da und darf für LEISE/laut zwischen dem roten Teppich, Pressezentrum und all dem Glitzer auf der Aftershow Party berichten. 1Live Krone 2017 – Zwischen Pink Carpet und Glitzer weiterlesen

Monday Madness – I don’t like Reggae, oder Thees Uhlmann und das Faultier Wolfgang

Auf der Suche nach einem würdigen Monday Madness-Video stolperte ich gestern über folgendes, unterhaltsames Lichtspiel. Eine seltsames Wesen, das wie eine Mischung aus Flat Eric, dem Yeti und Samson aus der Sesamstraße anmutet, wandert zu den Klängen von Thees Uhlmanns „Zum Laichen und Sterben ziehen die Lachse den Fluß hinauf“ durch die Landschaft. In einer Reggae-Version!
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Marsimoto – Grüner Samt

Zugegeben, die Platte Grüner Samt von Rapper Marsimoto klingt im ersten Moment ganz schön gewöhnungsbedürftig: Eine stark verfremdete Stimme rappt piepsig mit Mickey-Maus-Effekt zu düsteren Beats. Statt klassischem HipHop-Sound treffen dunkle Dubsteb-Töne auf Marsimotos Reime. Auf ganz eigenwillige Art und Weise wirft Marsimoto in seinen Raps Außenseiterthemen und typische HipHop-Plattitüden in einen Topf und widmet sich auffallend, ja fast schon ein bisschen zu viel, betäubenden grünen Substanzen.

Man möchte vorschnell meinen, Grüner Samt wäre einfach noch ein Kiffer-Rap-Album unter vielen. Langweilig. Irrelevant. Allerdings verbirgt sich hinter Marsimoto kein Geringerer als Marten Laciny, besser bekannt als Marteria. Mit seinem zweiten, düsteren Alter Ego „Marsimoto“ packt er hier Themen an, die zu seinem Mainstream gewordenen Materia nicht passen. Eine gelungene Spielerei. Beim Hören das Augenzwinkern also nicht vergessen.

„Grüner Samt“ steht seit dem 13. Januar 2012 in den Regalen.