Schlagwort-Archive: Video der Woche

Monday Madness: Marathonmann mit „Die Stadt gehört den Besten“

Kennt Ihr schon Marathonmann aus München? Nein? Dann müssen wir diese Bildungslücke mit dem heutigen Monday Madness aber schleunigst schließen.

Ganz trocken beschreibt sich das bayrische Quartett als „eine deutschsprachige Post-Hardcore Band aus München“. Jedem Musikfan, der auch nur in Ansätzen auf Turbostaat steht, dürfte mit Marathonmann das Herz aufgehen. Ich habe die überaus mitreißende und gleichzeitig auf ihre ganz eigene Art bewegende Show der Band vor einigen Wochen als Support der Donots schon einmal live erleben dürfen, und kann besten Gewissens attestieren: Die Band kann so einiges. Auf dem Newcomer-Radar sollte man die Herren in diesem Jahr keinesfalls aus den Augen lassen.

Das allein wäre eigentlich schon Grund genug, Marathonmann ein Monday Madness zu widmen. Zu meiner Begeisterung habe ich vorhin aber zusätzlich noch erfahren, dass die Kapelle als Support mit Heisskalt auf Deutschlandtour geht. Für einen ganz kurzen Moment habe ich gar geglaubt, sie würden sogar schon wieder nach Osnabrück kommen (Heisskalt spielen hier am 16. März in der Kleinen Freiheit), aber da spielen die Jungs als Support für Boysetsfire in Zwiesel. Es sei ihnen verziehen 😉

„Die Welt kann warten“ schreit einem Sänger Michi in „Die Stadt gehört den Besten“ entgegen. Ich kann es nicht und bin ungeduldig. Ich hoffe sehr, dass ich Marathonmann dieses Jahr noch einmal live erleben darf. Bis dahin deshalb hier, bitte schön, das Monday Madness Video der Woche.


Foto: Acuity Music/PR

Monday Madness: Paperthin Hotel von Hacklerberry Pi & Die faulen Kompromisse

Eigentlich könnten wir diese Woche auch getrost Heino auf das Monday Madness Podest stellen. Aber wozu, der bekommt so schon genügend Aufmerksamkeit für seinen Cover-Coup. Deshalb gibt es diese Woche lieber wieder ein schönes Selfmade-Musikvideo und zwar von Hacklerberry Pi und Den Faulen Kompromissen: „Paperthin Hotel“.

Wer kennt das denn nicht? Man ist auf Reisen, am besten auch noch alleine und die Hotelwände sind allerhöchstens aus Rigips, könnten also auch gleich durch einen Duschvorhang ersetzt werden. Oder Seidenpapier. Man bekommt alles mit. Jedes Schnarchen, jedes Husten, jeden Streit, jeden Furz, jede Klospülung, jeden Liebesakt. Zugegeben, in vielen Wohnungen ist das nicht anders. Gerade gestern erzählte mir eine Freundin davon, dass eine ihrer Bekannten früher mit einem Kissen in die Uni-Bibliothek gezogen ist, wenn ihre Nachbarn mal wieder zu laut waren. All diese Erfahrungen bringen Hacklerberry Pi und seine Faulen Kompromisse im Video zu „Paperthin Hotel“ wunderbar zusammen. Und da ich gerade selbst aus einem Urlaub in einem hellhörigen Hotel zurückgekommen bin, ist es das Monday Madness-Video der Woche.


„Paperthin Hotel“ ist übrigens der Nachfolger von „Alter brauner Schuh“. Wer den Blog regelmäßig verfolgt, dürfte letzteren vor einigen Monaten schon einmal im Monday Madness-Schaukasten entdeckt haben.

Monday Madness: Tonträger mit „Wenn mich keiner sieht“

Heute kehre ich mit Monday Madness einmal zu den Ursprüngen der verrückten Videos zurück. Die Band Tonträger aus Berlin passt hier mit ihrer charmanten, handgemachten Musik und den dazu passenden, nicht perfekten Videos bestens hinein. Wenn man auf die durchgeknallten Texte von Oli Schulz steht und sich sonst auch mit schönem Old-School-Rock’n’Roll anfreunden kann, dem ist diese Band sehr ans Herz zu legen.

Der Song „Wenn mich keiner sieht“ stammt aus dem Album Trostlose Torten, das die Band bereits 2011 veröffentlicht hat. Alle Infos zur Band, noch mehr Videos und einige sehr schöne Hörproben finden sich auf www.tontraegerberlin.de

Monday Madness – „Geflasht“ von Kris

Eigentlich müsste es diese Woche „Thursday Madness“ heißen, aber ich bin mal nicht so. Das neue Video zu „Geflasht“ von Kristoffer Hünecke alias KRIS ist nämlich viel zu schön geworden, als dass ich es diese Woche einfach nicht im Blog posten könnte.

„Geflasht“ heißt der Song, den Kris am 22. Februar als zweite Single aus seinem Solo-Album Immer wenn ich das hier hör‘ auskoppeln wird. Mit „Ich liebe diese Tage“ hatte der Revolverheld-Gitarrist im Sommer bereits für einen Mörder-Ohrwurm gesorgt, und auch der Nachfolger „Geflasht“ bohrt sich mit seiner griffigen Hook direkt ins Unterbewusstsein. Das mag einigen Leuten mal wieder tierisch auf den Geist gehen, aber an manchen Tagen braucht man meiner Meinung nach auch einfach mal einen netten Ohrwurm.



Der Comic-Style des Videos ist zwar nicht die Neuerfindung des Rades, aber einfach schön gemacht. Man kommt sich ein wenig so vor, als ob man sich in den Seiten eines alten Tagebuches aus Teenager-Zeiten verliert, in denen man sich über seine erste große Liebe ausklagt. Sehr passend also.

Dass das Video überraschenderweise auch wieder bei der breiten Masse gut ankommt, zeigen nicht nur die Views (fast 100.000 bisher), sondern auch die Musik Charts von myvideo.de, wo der Song am Montag Premiere hatte: Gestern rotierte der Clip auf Platz 1 – vor Ke$ha und Chris Prinz. Heute ist mit immerhin noch der 4. Platz drin.

Wie findet Ihr das Video?

Übrigens, wie Kris seine Songs schreibt, hat er Katharina vergangenen Frühling im Interview erzählt.

Foto: Sony Music/Pascal Kerouche 

Monday Madness: Sounddesigner haben es nicht leicht

Sounddesigner haben es oft schwer. Sie müssen bei Aufnahmen im Tonstudio häufig unglaublich schlechte „Sänger“ und „Musiker“ wie die nächsten Superhelden des Genres klingen lassen. Dieses Video von Don Moberg, einem Sound Technician aus dem kanadischen Ottawa, zeigt auf überspitzte Weise sehr schön, wie das unter Umständen aussehen kann.

Das erste Monday Madness-Video des Jahres – Auch wenn schon Dienstag ist ;-).

Mit Bosse im „Wartesaal“ – Neues Album im Februar

Fast zwei Jahre ist es inzwischen her, dass Axel Bosse sein Album „Taxi“ in Eigenregie auf den Markt gebracht hat. Damals hat er mir hier noch für blue, erzählt, wie es ist, ohne große Plattenfirma im Rücken ein Album zu produzieren und alles im Alleingang zu regeln. Seit diesem netten Telefonat an einem eiskalten Nachmittag im Januar 2009 ist viel passiert. Inzwischen ist der gebürtige Braunschweiger bei Universal Music unter Vertrag und sein neues Album „Wartesaal“ steht in den Startlöchern.

Einen ersten Vorgeschmack, in gewohnt verzaubernder Akustik-Manier, liefert Aki Bosse mit seinem Song „Yipi“. Man darf gespannt sein, was Wartesaal noch so zu bieten haben wird.

Wenn Euch der Song gefällt, hält Axel Bosse ein kleines Weihnachtsgeschenk für Euch parat. „Yipi“ gibt es zur Zeit in der Akustikversion als Gratis-Download auf der Bosse Homepage.

Das Album „Wartesaal“ erscheint am 25. Februar 2011.

Passend dazu geht Bosse ab März auf große Deutschland-Tour. Hier die Termine:

24.03.11 Leipzig, Moritzbastei
26.03.11 Kaiserslautern, Kammgarn
29.03.11 München, 59:11
30.03.11 Stuttgart, Röhre
31.03.11 Frankfurt/Main, Nachtleben
01.04.11 Erfurt, HsD
02.04.11 Dresden, Beatpol
06.04.11 Köln, Luxor
07.04.11 Dortmund, FZW
08.04.11 Osnabrück, Kleine Freiheit
09.04.11 Hamburg, Große Freiheit
14.04.11 Braunschweig, Meier Music Hall
15.04.11 Bremen, Schlachthof
16.04.11 Berlin, Postbahnhof

Monday Madness: Achtung, Werbung!

„I don’t like the product, but the music in their TV commercial is effing great!“

So geht es mir gerade mit den Spots für diverse Nikon Coolpix-Kameras. Ich bin überzeugte Canon-Userin, aber trotzdem hat Nikon es mit der aktuellen „I am a Nikon“-Kampagne selbst bei mir geschafft, die „product awareness“ zu „raisen“, wie man im feinsten Marketing-Denglisch so schön sagt. 
Schuld daran sind nicht die „tollen“ Bilder in den Spots. Nette Schnappschüsse und emotionale Ausschnitte eines Robbie Williams Konzerts. Robbie Williams ist mir ehrlich gesagt sogar sehr egal. Trotzdem habe ich bei diesem Spot regelmäßig Gänsehaut. Ehrlich gesagt jedes verflixte Mal. Spätestens bei der Szene des Blitzlichtgewitters – auf dem Robbie Williams Konzert. Eine höchst unfreiwillige Reaktion meinerseits.

Schuld an dieser plötzlich auftretenden und tief gehenden Emotionalität ist einzig und allein der verwendete Song: „Welcome Home“ von Radical Face, dem Soloprojekt von Ben Cooper, der sonst auch bei Electric President mitmischt.

YouTube spuckte mir auf der Suche danach das folgende, wunderschöne Video aus:

Der Künstler Justin Mitchell hat es wahnsinnig berührend geschafft, die Stimmung des Songs umzusetzen – Und das mit Nikon Objektiven, wie er mit einem Zwinkern in der Videobeschreibung anmerkt.

Monday Madness: Revolverheld vs. Fotos

Nach langer Abstinenz startet LEISE/laut wieder eine neue Runde Monday Madness. Früher gab es hier unser persönliches Video der Woche. Ab heute finden hier nun andere Kuriositäten ihren Platz. Frei nach dem Motto: „Wenn die eigenen Ideen ausgehen…“

Dass im Musikbusiness munter geklaut, ausgeliehen, gesampelt und gecovert wird, ist nun wirklich nichts Neues. Interessant ist dabei jedoch, was letztendlich dem potenziellen Zuhörer, und in diesem Fall dem Zuschauer, als Endprodukt vorgesetzt wird.

In diesem Sinne frisch entdeckt bzw. zugespielt bekommen: zwei Boxvideos. In beiden Videos prügeln sich die adretten Frontmänner zweier deutscher Bands mit jeweils einer hübschen brünetten Dame. Bis das Blut spritzt. Im Hintergrund spielt immer mal wieder die komplette Band im Ring, damit sie auch mal zu sehen sind.

Wer tritt hier nun konkret gegeneinander an?

In der linken Ecke, im roten Mantel, steht hier das Video zur aktuellen Single „Keine Liebeslieder“ der Hamburger Band Revolverheld, in dem sich Frontmann Johannes Strate von seiner Freundin Anna Angelina Wolfers ordentlich verhauen lässt. In der rechten Ecke und im blauen Mantel tritt dagegen die ebenfalls aus Hamburg stammende Band Fotos an, um mit ihrem 2007er Video zu „Ich bin für dich da“ die Revolverhelden in die Seile zu schicken.

Böse Zungen würden jetzt sofort von Ideendiebstahl, Plagiat oder sonstigen verwerflichen Handlungen sprechen. Da die beiden Bands jedoch als sehr gut befreundet gelten, soll hier wirklich keinem übel nachgeredet werden. Freunde helfen und inspirieren einander schließlich tagtäglich.


(Quelle: YouTube Revolverheld Channel)

vs.


(Quelle: YouTube Fotos Channel)

LEISE/laut weist ausdrücklich darauf hin, dass an dieser Stelle lediglich die bestehende Ähnlichkeit der beiden Videos hervorgehoben werden soll. Die Autorin entzieht sich dabei jeder weiterer Wertung und Spekulation zur Entstehung beider Werke.

Monday Madness: Baby, Du siehst gut aus!

Fast hätte ich es vor lauter Freude über meinen Semesterferienanfang beinahe schon wieder vergessen. Monday Madness – Das Video der Woche.

Heute ist die Wahl auf Bakkushan mit ihrer ersten Single „Baby, du siehst gut aus!“ gefallen. Die vier Jungs aus Mannheim machen erfrischend locker fetzige Rockmucke mit tollen deutschen Texten, bei der man alles machen kann außer stillstehen und sich langweilen. Ihr Debütalbum erscheint am 11. September. Für ihr Video haben sie das Hurricane Festival mit ihren Stickern überfallen und damit so einiges an Aufmerksamkeit erregt. MTV wollte es prompt haben – ein Grund mehr es Euch hier zu zeigen.
Mehr Infos und Musik gibt’s auf www.myspace.com/bakkushan oder www.baby-du-siehst-gut-aus.de

Monday Madness: My Hands are Bananas

„Dieses Video ist aufgrund von Urheberrechtsbeschränkungen in deinem Land nicht verfügbar.“


Sehr schön. Eigentlich sollte hier heute nämlich von Rise Against das Video zu „Hero of War“ stehen. Aber YouTube macht uns da mit seinen wunderbaren lokalen Sperrungen einen Strich durch die Rechnung. Dabei ist das Video wirklich extrem sehenswert, vom Song selber her mal ganz zu schweigen.

Stattdessen gibt es jetzt „My Hands are Bananas“. Einer meiner persönlichen YouTube-Favorites. Ich bin ein großer Fan des „Milky Pirate“ und von Frau Spots und Frau Stripes.

Entweder man liebt dieses Video oder man hasst es. Schaut mal rein!