Schlagwort-Archive: Rosenhof

Gänsehaut deluxe: Glen Hansard im Rosenhof Osnabrück

Okay – Lasst es mich gleich zu Beginn sagen: Ich bin kein Musik-Experte, forsche nicht nach den neuesten Künstlern oder den besten Alben. Meistens empfehlen mir Freunde, die Ahnung haben, die wirklich gute Musik. Aber es gibt Künstler die lassen einen nicht los. Auch, wenn sie lange aus dem Blickfeld verschwinden. Einer von ihnen ist Glen Hansard, irischer Singer und Songwriter aus Dublin, der jetzt für seine Solo-Tour auch in den Rosenhof nach Osnabrück kam. Gänsehaut deluxe: Glen Hansard im Rosenhof Osnabrück weiterlesen

Philipp Dittberner Tickets im Adventskalender #10

Mein Adventskalender schwebt heute auf Wolke 4. Hinter Türchen Nr. 10 verbergen sich nämlich 1×2 Plätze auf Gästeliste zum Konzert von Philipp Dittberner (& Band) am 8. März 2016 im Rosenhof in Osnabrück. Cheers!  Philipp Dittberner Tickets im Adventskalender #10 weiterlesen

Heißer Tanz – Beatsteaks im Rosenhof in Osnabrück

Unglaublich heiß, unglaublich geil und unglaublich stark – so kurz und knapp könnte man Konzert der Beatsteaks im Rahmen ihrer Club Magnet Tour vergangenen Mittwoch, 13. August, im Rosenhof Osnabrück zusammenfassen. Von manchen Konzerten muss man sich aber auch erst einmal vier Tage erholen, bevor man das Erlebte wirklich verarbeitet und angemessene Worte dafür gefunden hat. Schließlich soll der Leser hier doch etwas mehr als ein einfaches, über fünf Seiten geschrieenes „GEEEEEEEEEEEIIIIIL“ vorfinden. Heißer Tanz – Beatsteaks im Rosenhof in Osnabrück weiterlesen

Beatsteaks: Doch keine lokalen Vorverkaufpartys für Clubkonzerte im August

Nur noch wenige Wochen, dann gehen die Beatsteaks nach langer Zeit erstmalig wieder auf die Bühne. Vor ihrem ersten großen Festivalwochenende beim Highfield Festival und Rock’n’heim geht es noch auf eine kleine Warm-Up Tour durch ausgewählte kleine Clubs. Die Tickets sind heißbegehrt. Eigentlich hätte ich hier über die am 26.07. dazu geplanten Vorverkaufpartys, unter anderem im Rosenhof Osnabrück und schreiben wollen, doch heute kam die ernüchternde Nachricht: Abgesagt. Beatsteaks: Doch keine lokalen Vorverkaufpartys für Clubkonzerte im August weiterlesen

Beatsteaks kommen für Warm-Up-Show in den Rosenhof Osnabrück

Welch großartige Nachricht durfte ich da vorhin über die Kanäle des Osnabrücker Rosenhofs lesen? Die Beatsteaks kommen nach Osnabrück! Jetzt wirklich. In echt! Am 13. August 2014 werden die Beatbuletten höchst persönlich den Rosenhof rocken, um sich nach ihrer langen, langen gesundheitlich bedingten Pause live wieder aufzuwärmen.
Beatsteaks kommen für Warm-Up-Show in den Rosenhof Osnabrück weiterlesen

Interessanter Abend mit Nora Tschirner und ihrer Band PRAG im Rosenhof

Es gibt zwei Dinge, die mir bis vor einigen Tagen kaum bewusst waren: Nora Tschirner macht Musik und das in einer dreiköpfigen Band namens Prag. Eine Sache, die mir bis gestern Abend vollkommen unklar war: Nora Tschirner macht all das hochschwanger. Auf der Bühne. Am Donnerstagabend waren Prag mit ihrer „Premiere“-Tour im Rosenhof in Osnabrück zu Gast.

Ich habe mir die Musik von Prag vorher nicht angehört und möchte mich überraschen lassen. Und das machen Prag. Ein komplettes Orchester mit Streichern und Trompete, goldener Schlager-Glitzervorhang und zwei Typen in schrecklich-schönen Endsiebziger-Schlager-Gedächtnisanzügen, bei denen ich unweigerlich immer an die Kapelle von Heinz Strunk in „Fleisch ist mein Gemüse“ denken muss, bespielen den Saal. Auf der linken Seite steht Nora Tschirner. Auch wenn sie nur an der Seite steht, bleibt Tschirner doch irgendwie im Mittelpunkt aller Aufmerksamkeit. In einem dunkelblauen Matrosenkleid und mit dickem Babybauch tanzt sie erstaunlich graziös und bearbeitet nebenbei auch noch furios Glockenspiele, Baritongitarre und das Mikrofon. Letzteres vor allen Dingen zwischen den Songs.

Was Prag da auf der Bühne zum Besten geben, lässt sich nur schwer in Worte fassen. Einerseits hört man ganz klar: Wir sind eine Indie-Rockband, andererseits überwiegen auch schon mal deutliche 50er/60er/70er-Schlager-Einflüsse im zart-rosa Chanson-Gewand. Wie passend ist es da doch, dass Nora Tschirner im altehrwürdigen Kinosaal gerne einen Tanztee veranstalten würde. Alles wirkt ein wenig wie ein großes, in Musik verpacktes, leicht plüschiges Theaterstück in sehr vielen kurzen Akten – zumindest wenn man den Texten einmal etwas näher lauscht. Manchmal könnte man fast meinen, das sei Kunst. Manchmal auch eher Olli Schulz (im positiven Sinne).

Knappe eineinhalb Stunden lang spielen sich Prag vor einem kleine Publikum durch die Songs ihres Debüt-Albums „Premiere“. Dabei wechseln sich wilde Tanzrocknummern mit getragenen Art-Pop-Passagen und typisch sympathischem Tschirner-Klamauk ab. Cowboyhüte, Pferdespiele, Tanztee. Dem Publikum gefällt es, wohl nicht nur weil es immer wieder aktiv in das Konzertgeschehen eingebunden wird. Da passiert es schon mal, dass Sänger Erik plötzlich von der Bühne klettert und mit den Zuschauern tanzt oder Nora Tschirner ein paar besonders fleißig mitsingende Fans einfach auf die Bühne holt.

Ein interessanter Abend in einer schräg entrückten musikalischen Realität, mit dem wahrscheinlich nicht jeder gemeine Konzertgänger etwas anfangen konnte. „Bitte mehr Tschirner und weniger Musik“, haben sich anscheinend einige wohl gedacht. Nichtsdestotrotz, ich habe mich in dieser merkwürdigen Chanson-Indie-Klangwelt recht gut unterhalten gefühlt. 

Music Calling Festival im Rosenhof bot große Bühne für Newcomer

Einen Platz für Newcomer bot vergangenes Wochenende das Music Calling Festival im Osnabrücker Rosenhof. Von Donnerstag bis Samstag präsentierten sich aufstrebende Bands und Künstler aus den Bereichen Hip Hop, Pop und Rock/Indie dem Publikum. Ich war für LEISE/laut beim Pop Day (Freitag) und Rock/Indie Day (Samstag) am Start und mir  den Osnabrücker Singer/Songwriter Fabian von Wegen, Tom Lüneburger aus Berlin, die Hamburger Band Tonbandgerät, die niederländischen Indie-Rocker von Go Back to the Zoo, Mega! Mega! Und Balthazar angehört.

Pop Tag

Los ging es am Freitagabend mit Fabian von Wegen. Der junge Mann kann was, schreibt alle seine Texte selbst und weiß auch, sich auf der Bühne zu präsentieren. Begleitet von seiner Band singt er seine Songs mit viel Hingabe und Emotion.  Zu 100% überzeugen kann er mich jedoch nicht – mir fehlt hier die Abwechslung, die Töne sitzen oft nicht so recht und nach einer guten halben Stunde hört sich doch fast jedes Stück irgendwie gleich an.  Ein bisschen zu schnulzig und radiopoppig ist die Musik für mich, austauschbar… aber mir kann ja auch nicht alles gefallen.

Setlist von Tom Lüneburger

Viel besser gefällt mir da schon Tom Lüneburger. Der Berliner Singer/Songwriter packt mir ab dem ersten Ton mit seiner markant, rauchigen Stimme, einfühlsamen Melodien und schrägen Anekdoten, die angeblich alle sein Pianist erlebt hat. Der sitzt übrigens nicht etwa an einem echten Klavier, auch wenn das erst so aussieht. Da sich die Dinger bekanntlich so schlecht transportieren lassen, hat man dem handlicheren E-Piano einfach ein großes Gehäuse in Klavierform gebaut. Auch nicht schlecht. Darauf steht stilsicher ein Armleuchter mit brennenden Kerzen, daneben eine Stehlampe aus Omas Wohnzimmer. Tom Lüneburger weiß, wie man es schafft, dass das
Publikum einem an den Lippen klebt, jede nächste Textzeile ungeduldig erwartet und jeden Song komplett in sich aufsaugt wie ein hungriger Schwamm. So geht es mir zumindest. Vielleicht ist dieser junge Mann da auf der großen Bühne in zwei, drei Jahren der nächste Aki Bosse? Man weiß es nicht. Ich kaufe mir jedenfalls nach seinem Set beide Alben, die seither in meinem Auto rauf und runter laufen.

Zu fortgeschrittener Stunde lockern Tonbandgerät aus Hamburg die bis hierhin doch sehr gemütliche Stimmung ein wenig auf. Es darf ein bisschen getanzt werden. Ich bin im Vorfeld ein wenig skeptisch, da mich die zwei Jungs und Mädels zwei Wochen zuvor im Vorprogramm von Bosse nicht so ganz überzeugen konnten. Wie schön ist es da zu sehen, dass sie an diesem Abend anscheinend wesentlich weniger aufgeregt sind und sich souverän durch ihr Programm spielen. Manchmal möchte man zwar immer noch zur Gitarristen rennen und für sie ein bisschen am Effektgerät herumspielen, aber längst nicht so dringend wie damals in Dortmund. Gut machen sie ihre Sache und vielleicht trauen sie sich in den nächsten Jahren ja auch bei ihrer Musik mal ein bisschen mehr. Potenzial ist auf jeden Fall genug vorhanden.

Mega! Mega! rocken den Rosenhof mit jeder Menge Party-Attitüde.

Rock Tag

„Los, hopp, ab in den Rosenhof! Die Jungs aus Holland haben mehr Publikum verdient!“ schreibt mir eine Freundin am Samstagabend per SMS. Da stehe ich schon längst auf meinem Longboard und bin schon fast am Rosenplatz. Go Back to the Zoo eröffnen heute den Abend des letztes Music Calling Tages und müssen sich vor einer Handvoll Menschen beweisen. Alle, die an diesem Abend nicht dabei waren, haben wirklich etwas verpasst. Die Niederländer spielen straighten Indie-Rock, der auch auf größeren Festivals die Menge begeistern dürfte. Leider sind sie hierzulande noch recht unbekannt, aber das wird sich in den nächsten Monaten hoffentlich ändern. Die Herren haben nämlich echt was auf dem Kasten und bringen schließlich auch das behäbige Osnabrücker Konzertpublikum zum Tanzen.

Weiter geht’s kurz darauf mit Mega! Mega! Die ursprünglich aus dem Saarland stammende Postpunk-Kapelle ist für mich das überraschende Highlight des Abends. Schnell und rau, freche Texte und unterschwellige Partyattitüde. Sehr sympathisch. Die Jungs sprühen nur so vor Energie und verleiten die Leute mit ihren Mitgröhl-Texten zu wilden Tanzeinlagen. Ein volles Moshpit ist das einzige was gerade noch fehlt. Irgendwie erinnert mich die Darbietung an eine durchgeknallte Mischung aus Fotos, Kraftklub und Turbostaat – wenn man diese Band überhaupt mit irgendwas vernünftig vergleichen kann. Was die Jungs da mit mitreißender Spielfreude aus den Boxen donnern lassen, macht unglaublich viel Spaß. Das Debüt-Album erscheint Ende Juni und ich wage es jetzt einfach mal, den Herren einen sehr heißen, sehr erfolgreichen Festivalsommer zu prophezeien. Auf meiner Must-See-Again-Liste stehen sie zumindest schon mal.

Balthazar aus Belgien überzeugen mit hochkarätigem Avantgarde-Indie.

Das absolute Kontrastprogramm liefern im Anschluss Balthazar aus Belgien. Musikalisch extrem hochwertigen Avantgarde Indierock haben die Damen und Herren da im Gepäck. Die Bühne ist vollgepackt
mit Musikern, unterschiedlichsten Instrumenten und jeder Menge experimenteller Klänge. Nach dem ganzen Partyalarm zuvor habe ich ein wenig Schwierigkeiten, mich richtig auf die Band einzulassen und ihr die Aufmerksamkeit zu schenken, die dieser hochkarätigen Leistung da eigentlich gebührt. Zuletzt habe ich mich so gefühlt, als ich das Album von Emanuel and the Fear zum allerersten Mal gehört habe. Das Album ist übrigens absolut großartig, setzt aber für den vollen Genuss eine gewisse Ernsthaftigkeit voraus. An diese großartige New Yorker Band erinnern mich Balthazar sehr. Und auch wenn mein Innerstes an diesem Abend nicht so richtig bei Balthazars Musik ankommen will, genießt der überwiegende Teil des Publikums das anspruchsvolle Set sichtlich. Die Tanzfläche ist im Vergleich zum Rest des Tages proppenvoll, die Menge schwoft und groovt enthusiastisch und verliert sich zufrieden in den raumeinnehmenden Klängen.

Insgesamt ist das Music Calling Festival eine Bereicherung für die Osnabrücker Konzertszene. Super Bands zum fairen Kurs, deren Namen man für die nächsten Jahre auf jeden Fall im Hinterkopf behalten sollte. Bleibt zu hoffen, dass sich der gemeine, musikinteressierte Osnabrücker zukünftig mal etwas beherzter von der Couch herunter traut und sich ganz mutig Konzerte ansieht, bei denen nicht die ganz großen Namen auf dem Line Up stehen. Denn wer weiß, einige der Unbekannten von heute könnten schließlich die ganz großen von morgen sein.

Der T, der O, der P, der F – Blumentopf im Rosenhof Osnabrück

Das ist der T, der O, der P, der F! Fette Beats, bouncende Arme, springende Menschen. Am vergangenen Mittwoch war die Münchener HipHop-Band Blumentopf in Osnabrück im Rosenhof zu Gast und haben der Masse mit ihrer zweieinhalbstündigen Show mal richtig ordentlich eingeheizt.

Mit ihrem aktuellen Album „Nieder mit der GbR“ im Gepäck entern Blumentopf an diesem Abend die Bühne. Die Stimmung im ehemaligen Kinosaal ist ab dem ersten Ton auf dem Siedepunkt, es wird getanzt, gesprungen und, da wo es geht, mit gegrölt.  Man ist gekommen, um eine wilde Party zu feiern, das ist mehr als offensichtlich. Das Bier fließt in Strömen und schnell verwandelt sich die Tanzfläche in eine dünne Bierlache. Fast schon klischeehaft weht einem hier und da ein süßlicher Duft um die Nase, der verrät, dass so einige Fans offenbar nicht nur Labello und Zigaretten in der Tasche mit sich herum tragen.

Blumentopf geben alles, flowen sich durch neue und alte Tracks und beeindrucken die Menge immer wieder mit endlosen Freestyle Sessions, die vom Publikum mit begeistertem Applaus quittiert werden. Dafür ignoriert man dann auch schon mal eine fette Erkältung, mit der Florian Schuster aka Schu zu kämpfen hat. Ein Fan aus der ersten Reihe wird an diesem Abend wohl besonders glücklich nach Hause gehen: Als er eine der Sessions mit dem Handy filmt, schnappt sich Cajus spontan das iPhone und filmt für ihn von der Bühne aus weiter. Das Resultat sehr Ihr hier:


Bei so viel Einsatz wird auf der Bühne auch schon mal die Kehle trocken (trotz des scheinbar unerschöpflichen Vorrats an Augustiner Bier), sodass der Barkeeper auch schon mal per Freestyle die nächsten Bestellungen aufgesagt bekommt: Astra und Schnaps hätten die Herren gerne – und das bekommen sie auch, ganz persönlich vom netten Barkeeper auf die Bühne getragen.

Fast zweieinhalb Stunden lang dauert das Beat- und Reimegewitter. Zweieinhalb Stunden totale Party-Extase, und das an einem Mittwochabend. Nach drei Zugabenblöcken, bei denen „Party Safari“ natürlich nicht fehlen darf, verabschiedet sich das bayrische Rap-Quintett von der Bühne. Nur um direkt im Anschluss noch fleißig am Merch-Stand Autogramme zu geben. Ein sympathischer Haufen, der hoffentlich auch noch weitere 20 Jahre der Musikwelt erhalten bleiben wird.

Intim, intensiv, mitreißend: Tina Dico unplugged im Rosenhof Osnabrück

Ein bisschen müde sieht Tina Dico aus, als sie am Sonntagabend in einem bodenlangen roten Abendkleid die Bühne im Osnabrücker Rosenhof betritt. Mit ihrer „On the other Side“-Tour ist die dänische Singer/Songwriterin in Deutschland unterwegs. Ganz akustisch, ohne Band, nur von ihrer Gitarre und ihrem isländischen Musikerfreund Helgi Jonsson begleitet.  Die Dänin ist erkältet, wirkt dadurch im ersten Moment noch fragiler als sonst – bis sie den ersten Ton anstimmt.

Was ist das? Kommt diese gewaltige, leicht rauchige Stimme wirklich aus dieser zarten Person? Der Rosenhof ist gefesselt und verschmilzt ab der ersten Sekunde mit der Musik der blonden Ausnahmemusikerin. Bewegend erzählt Tina Dico die Geschichten, die hinter ihren Songs stecken. Das minimale Setup aus Gitarre und Keyboard verstärkt die Intensität ihrer emotionalen, tierschürfenden Texte um ein Vielfaches. Plötzlich fühlt man sich, als ob man mit Dico zusammen am Fenster sitzt und sich über die schöne Aussicht freut (Room with a View), ist zutiefst aufgewühlt, als sie von ihrer Nacht nach den Bombenanschlägen 2005 in London singt (Some other Day) und hat plötzlich Tränen in den Augen, als sie über eine Freundin singt, die sie nach langer Zeit in einer Bar wiedergetroffen hat (Friend in a Bar). Tina Dico nimmt einen mit auf eine große Reise, die sich unglaublich real anfühlt, obwohl man gerade auf einem schmalen Stuhl im Rosenhof sitzt.

Zusammen mit Helgi Jonsson spielt sich Dico quer durch ihre Diskografie. Man ergänzt sich perfekt, witzelt über die Angewohnheiten des anderen und trägt ganz alte und ganz neue Stücke in andere musikalische Sphären. Zwei Stunden lang herrscht absolute Stille im Saal, absolute Aufmerksamkeit, Gänsehaut-Stimmung. Der Rosenhof ist plötzlich ein großes Wohnzimmer, Tina Dico die weise Geschichtenerzählerin, der man jede Silbe von den Lippen abliest, deren Verse am besten niemals enden sollten. Trotz Erkältung und Heiserkeit legt Tina an diesem Abend einen nahezu perfekten Auftritt hin, den nur wenige andere Künstler selbst bei bester Gesundheit jemals so hinbekommen hätten. Die Standing Ovations am Ende des Abends sind mehr als verdient.

Danke an Karsten Rzehak für die Fotos!