Schlagwort-Archive: Revolverheld

Revolverheld sind zurück – Spinner


Während der Fußball-EM wurde ihre Fan-Hymne „Helden 2008“ rauf und runter gespielt, doch danach war es lange still um Revolverheld. Jetzt melden sich die smarten Hamburger zurück, und zwar mit einer neuen Single, die sich hören lässt. „Spinner“ ist ein Song voll kleiner „Spinner“-Geschichten, mit denen die Band der Welt wieder zeigen will, dass man an seine Träume glauben muss, um sie zu verwirklichen. Kein neues Thema für die Jungs. Ähnliches haben sie schon in ihrer 2007er-Single „Ich werd‘ die Welt verändern“ umgesetzt. Nichtsdestotrotz ist „Spinner“ kein schaler Aufguss alter Kamellen, sondern kommt als frisch gereifte Popnummer daher, die gute Laune und Lust auf Frühling und mehr macht. Ab dem 26. Februar ist das gute Stück im Handel erhältlich. Man darf gespannt sein, was Revolverheld dieses Jahr noch aus dem Ärmel schütteln. Das Album „In Farbe“ erscheint am 12. März.

Dithmarscher Rockfestival 2009

Heiß. Laut. Staubig. Geil.

Damit beschreibt sich der Freitag des Dithmarscher Rockfestivals in Marne wohl am Besten. Bei allerschönstem Wetter spielten dort Luxuslärm, Monsters of Liedermaching, Emil Bulls, Auletta, Jennifer Rostock, 5 Bugs, Revolverheld, Pinboys und bis spät in die Nacht One Fine Day zum Tanz auf.

Die Stimmung war absolut grandios. Bei Revolverheld ging es irgendwann soweit, dass das Publikum sogar bei Mit Dir Chilln lautstark ein Circle Pit und eine Wall-of-Death forderte. Da sich der Song nicht so gut dazu eignet, gab es Akrobatikeinlagen im Circle, die Sänger Johannes zu einem kleinen Ausflug ins Publikum verleiteten. Dieser artete dann in eine wilde Schunkel-Huckepack-Crowd-Surf-Aktion aus, die die Stimmung der Masse noch mal um einiges steigerte.

Weil ich am Samstag absolut nicht dazu in der Lage war, einen ordentlichen Bericht zu schreiben, habe ich mich mit meinen eingeschränkten Möglichkeiten an einem kleinen Videoblog versucht. Der ist auch gar nicht mal so schlecht geworden, wie ich finde, aber Kommentare und Verbesserungsvorschläge sind hier absolut erwünscht.

Trommelwirbel, hier die erste Folge von LEISE/lautTV. Einen eigenen YouTube-Channel haben wir jetzt auch. Der sieht allerdings noch ziemlich…furchtbar aus 😉

Schaut’s Euch an!

Technikteufel beim Parklichter Open Air in Bad Oeynhausen

Ein Wochenende ohne Musik? Undenkbar. Deshalb ging es in aller letzter Minute doch noch nach Bad Oeynhausen zum Parklichter Open Air. Am Freitag Abend sollten hier Extrabreit, Curse, Die Happy, Revolverheld und MIA. den Kurpark zum Beben bringen. Vor der idyllischen Kulisse alter Badehäuser und Kuranlagen hatten sich deshalb grob geschätzt etwa 2500 Leute eingefunden. Ob diese jedoch alle musikalisch wirklich auf ihre Kosten gekommen sind, bleibt fraglich.

Zunächst der Schock für viele angereiste Fans: Die Happy mussten den Gig kurzfristig absagen. Grund hierfür war eine Sehnenscheidenentzündung bei Gitarrist Thorsten. So eröffnen statt der Hamburger Band um Frontfrau Marta heute Extrabreit den Reigen. Die Herren verbreiten ordentlich Stimmung und die meisten Anwesenden scheint der Soundbrei, der da erbarmungslos aus den Boxen quillt, nicht im Geringsten zu stören. Man feiert munter zu „Hurrah, die Schule brennt!“ oder „Flieger“. Das Publikum ist zufrieden.
Direkt im Anschluss übernimmt Curse die gut vorgeheizte Menge. Der Mindener lädt den Kurpark 45 Minuten lang auf einen Kurzurlaub ins HipHop-Land ein, was sich die Bad Oeynhausener nicht zweimal sagen lassen, und sofort bouncen und grooven was das Zeug hält. Der Sound ist jetzt gut, dafür macht Curse‘ Stimme schon nach dem dritten oder vierten Lied schlappt. Ein Wodka wird als Wunderheilmittel eingesetzt. Die Ölung scheint seinen Dienst getan zu haben, jedenfalls gibt es keine weiteren unangenehmen Zwischenfälle.
Die häufen sich dann dafür bei Revolverheld. Erst will der Bass nicht, dann Soundbrei. Als dieser behoben ist, geben beide Akustikgitarren, die Herzstücke der Sommerballade „Mit dir Chilln“, komplett den Geist auf. Die Version aus nur Gesang, Schlagzeug und Bass klingt gar nicht mal so gut, und so droht die anfänglich gute Stimmung im Publikum merklich zu kippen. Die fünf Hanseaten haben es so wahrlich nicht leicht, die Menge bei Laune zu halten und wieder auf ihre Seite zu ziehen. Dazu bleibt ihnen mit insgesamt nur 11 Songs auch kaum Zeit. Schade, denn das kurze Set war eigentlich absolut auf Party ausgelegt, so dass auch ein Nicht-Fan hier ordentlich auf seine Kosten gekommen wäre. Der Technikteufel hatte wohl noch Spielschulden.
Um das ganze Drama dann aber wett zu machen, waren ja MIA. noch am Start. Ohne irgendwelche größeren Pannen, Patzer und Probleme enterten sie die Bühne und brachten den Kurpark unter anderem mit einer fulminanten Lichtshow zum Kochen. Mit all ihren großen Hits bilden die Berliner einen sehr schönen Abschluss zu einem doch recht durchwachsenen Festival.
Es wäre schön, wenn der Technikteufel im nächsten Jahr einfach mal Urlaub machen könnte.

Earthquake Festival in Lüchow

Wie beginnt man am besten seine Semesterferien? Genau, mit ordentlich viel Musik. Dumm nur, wenn man dann mal wieder den Verstand in der Uni gelassen hat und sich so mal wieder auf eine 600+/-150 Kilometer-Fahrt ins Ungewisse einlässt. So geschehen am Samstag morgen. Zu einer absolut unchristlichen Zeit machen wir uns in Germersheim auf den Weg nach Lüchow im Wendland zum Earthquake Festival. Bis Kassel fliegen wir so dahin, dann kommt ein Staudrama sondergleichen. Ferienende in Niedersachsen, Ferienanfang sonst wo, unzählige Dänen mit Wohnwagen und ein TomTom, dass uns lieber in ein Lüchow irgendwo in Schleswig-Holstein schicken möchte, treiben uns fast in den Wahnsinn. Vor lauter Verzweiflung hören wir geschlagene 20 Minuten NDR 1 Niedersachsen und untermalen die hochintelligenten Texte im Sitzen mit exzessiven Ausdruckstanzeinlagen.

Nach unglaublichen 10 Stunden kommen wir endlich in dem kleinen, verschlafenen Nest an. Den Opener adolar haben wir Dank der Staus gleich ganz verpasst und Frida spielt gerade ihren letzten Song, als wir völlig gerädert am späten Nachmittag das Festivalgelände betreten. Es ist nicht besonders voll und überhaupt wirkt die ganze Veranstaltung auf den ersten Blick nicht so, als ob hier gleich ein musikalisches Erdbeben losbrechen würde.
Wir nutzen die Umbaupause um uns mit Flüssignahrung zu versorgen und ein wenig die Lage zu peilen. Gegen 18 Uhr entert dann Aki Bosse die Bühne. Nach einigen Aufforderungen bequemen sich auch so einige Festivalbesucher endlich von den Bierbänken runter vor die Bühne, so dass auch endlich etwas mehr Festivalstimmung aufkommt. Vorher erinnerte das Ganze eher an einen großen Kaffeeklatsch. Jetzt wird gerockt. Bosse spielt über eine Stunde lang Songs vom aktuellen Album Taxi und vom letzten Album „Guten Morgen Spinner“, erzählt zu fast jedem Song eine kleine Anekdote und feiert munter mit dem kleinen Lüchower Mob, der sich inzwischen vor der Bühne gebildet hat. Zum Ende hin springt er kurzerhand auch noch über die Absperrung und singt mitten in der Meute zusammen mit allen „3 Millionen“.
Danach sind One Fine Day an der Reihe. Durch die langen Umbaupausen haben auch sie erst wieder etwas Mühe, die Leute von ihren Sitzgelegenheiten vor die Bühne zu locken. Aber nach und nach sammelt sich dort dann doch eine recht anschauliche Menge, tanzt munter zu feinster Mucke Pogo und lässt sich auch durch Super-Soaker Spritzattacken von der Bühne aus nicht wieder vertreiben.
Zum Einbruch der Dunkelheit laden dann die Jungs von Revolverheld als Headliner zum Tanz. Sie spielen ein volles Set quer durch ihre beiden Alben und lassen auch einen kleinen Einblick auf ihr noch titelloses neues Album zu. Die Jungs wirken gut gelaunt aber auch sehr albern. Mal redet man sich zwischen den Songs um Kopf und Kragen, dann flüchtet Jakob vor einem grabbeligen Johannes per Stagediving ins Publikum. Vielleicht war die Aussicht auf eine Schaumparty im P6 in Dannenberg oder eine der „Apfelschorlen“ auf der Bühne doch zu viel? Egal, den Leute gefällt’s, man lacht und so klingt der Abend in der Pampa noch freudig und feuchtfröhlich aus.

Rock im Freizeitpark – Belantis Summer Opening 2009

Langsam und tiefrot geht an diesem Samstag Abend in Leipzig die Sonne unter und taucht den Belantis Park in ein gerade zu romantisches Licht. Doch mit Romantik war hier nicht viel – es sollte gefeiert werden was das Zeug hält.

Über 30 Live-Acts und DJs verirrten sich vorgestern in den Park und zeigten, was sie auf der Bühne und an den Turntables so drauf haben. Darunter waren unter anderem die Glitterboys, Northern Lite, Boogie Pimps, sowie als Live-Highlights Sono und Revolverheld.

Sono heizten den Besuchern auf der Live-Bühne am Schlossplatz mit ihren heißen Dancebeats ordentlich ein und sorgten dafür, dass die Muskeln für das anstehende Set von Revolverheld schon mal ordentlich aufgewärmt waren. Die Nacht war doch sehr kalt und so nahmen die Zuschauer die Gelegenheit zum Warmhüpfen doch dankend an. Kaum enterten die 5 Hamburger Jungs die Bühne, wurde gerockt was der Körper her gab. Bestens gelaunt fegten sie über 70 Minuten über die Bretter und feierten vor großer Kulisse mit den Leipzigern eine wilde Party. Das musste auch die Hose von Sänger Johannes zu spüren bekommen: diese gab nämlich bereits am Anfang den Geist auf, so dass es laut Tourtagebuch doch sehr luftig untenrum wurde. Aber wen stört das schon. Rock n Roll!

Insgesamt feierten über 10000 Leute den anstehenden Sommeranfang und tanzten sich auf 7 Dancefloors bis in die frühen Morgenstunden im ganzen Park die Seele aus dem Leib. Wer vom Tanzen genug hatte oder eine Pause brauchte, konnte bis 4 Uhr morgens sämtliche Fahrgeschäfte ausprobieren und sich in der Achterbahn vom Fahrtwind die Frisur zerwuscheln lassen. Die letzten Partywütigen wurden gegen 6 Uhr aus dem Park gekehrt. Ein gelunges Event, das man für kommende Jahre sicher im Hinterkopf behalten sollte.

Eurocity Fest in Münster

Meine persönliche Open Air Saison 2009 ist seit Freitag nun offiziell eröffnet. Eingeläutet wurde das Ganze beim Eurocity Fest in Münster. Auf der LVM Bühne am Domplatz legten Oceana und Revolverheld eine ordentliche Show hin und rockten mit uns bis kurz nach Mitternacht.

Von Oceana haben wir aufgrund mehrerer verspäteter Züge leider nur noch die letzten 3 Songs gesehen. Die waren aber sehr gut und die junge Dame ist wirklich jedem wärmstens zu empfehlen.

Um 22.30 Uhr enterten dann die Revolvermannen die Bühne und setzten damit ihrem Live-Winterschlaf ein Ende. Nach über einem halben Jahr standen sie in Münster zum ersten Mal wieder auf der Bühne und waren heiß aufs Livespielen wie selten. Mit allerbester Laune fegten Johannes, Kris, Niels, Flo und Jakob über die Bühne und gaben ihr Bestes, um das Münsteraner Publikum zu begeistern. Das machte nach kleineren Startschwierigkeiten auch freudig mit und gab vor der Bühne zusammen mit den Herren auf der Bühne richtig Vollgas. Pogo, Crowdsurfen, Circle Pit. Für ein Stadtfest echt beachtlich, was die Rockfreunde im Publikum da hinlegten. Über kleinere Patzer wurde wohlwollend hinweg gesehen und gerade das weibliche Publikum war teilweise doch sehr kreischig aufgelegt. Besonders wenn Johannes das Konzert mit einem ersten Date verglich und um Knutscher vor der Haustür oder doch um einen Kaffee später in der Wohnung bat, gab es für viele kein halten mehr. Man kam sich vor wie auf den Konzerten der besten Bravo-Zeiten von 2006. Wenn mir jemand vor 5 Jahren einmal gesagt hätte, dass Karohemden, 10-Tagebärte, enge Hosen und Gitarren einmal solche Begeisterungsstürme auslösen würden, dem hätte ich sehr überzeugt den Vogel gezeigt. Aber jetzt, nett anzusehen war es ja doch schon irgendwie. …;-)

Von der Bühne gab es dafür ein ordentliches, volles 90 Minuten Set auf die Ohren, in dem neben einiger neuer Songs die obligatorischen Singles inklusive des EM Fansong „Helden 2008“ natürlich auch nicht fehlen durfte. Mit den ruhigeren Balladen wie Die Welt steht still, Unzertrennlich oder Mit Dir Chilln verzauberten die charmanten Hanseaten ihre Zuhörer, so dass später lautstark Zugaben gefordert wurden.

Die Herren verabschiedeten sich mit einem erstaunlich guten Fanta Vier Cover von „Was geht“ und ihrem Bundesvision Songcontest Hit „Freunde Bleiben“ und rissen nochmal so richtig die Hütte ab, bevor sie sich später unter das Münsteraner Feiervolk mischten.

Alles in allem eine absolut gelungene Saisoneröffnung. Ich lass mich überraschen, was der Sommer noch so bringt.

Rostock – Hanse Sail – Antenne MV Bühne

Der 8.8.08 war nicht nur der Tag der Olympiaeröffnungsfeier, sondern auch der Tag, an dem auf der Rostocker Hanse Sail der Mega Sommerhit 2008 von Antenne Mecklenburg-Vorpommern gekürt werden sollte. Neben einigen verdächtigen C- und D-Promis, die wirklich kein Mensch kannte, rissen wenigstens Revolverheld das Niveau des Abends nach oben.

Ich hatte mit einer Großveranstaltung a la Kieler Woche und einem ähnlichen Besucheraufkommen gerechnet. Dementsprechend wurde überpünktlich Feierabend gemacht, getankt und mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 138 km/h über die Autobahn nach Rostock gebraust. Tja. Kaum angekommen stellte sich heraus, dass die „Party“ vor dem Auftritt eher einem Schützenfest glich. Nein, zwischendurch hätte man sich auch auf einer Kaffeefahrt wähnen können. Die beiden Moderatoren rissen einen Kalauer nach dem nächsten und wussten wirklich, wie man jede aufkeimende Partystimmung noch in den letzten Takten des Songs abwürgt. So wunderte es mich nach einer guten halben Stunde auch nicht mehr, warum kaum jemand vor der Bühne stand. Wohl gemerkt, es sollte Revolverheld auftreten und nach eigener Erfahrung stehen normalerweise etwa fünf feste Reihen der hartgesottenen Fans circa 3 Stunden vor Beginn an der Absperrung. Wir kamen gerade mal ein bisschen über eine Stunde vor Beginn an – und konnten sogar ohne „Entschuldigung, darf ich mal vorbei?“ in die erste Reihe durchgehen.

Kurz vor Auftritt wurden die Moderationen der Antenne-MV Moderatoren dann ganz schlimm. Es wurden die alten Anekdoten über Dieter Bohlen und Christian Anders heraus gekramt, dann kam doch tatsächlich auch noch „You’re my heart, you’re my soul“ – und eigentlich hätte man spätestens hier die Flucht ergreifen sollen. Aber Gott sei Dank war es dann wirklich endlich 22.30 Uhr und die Jungs aus Hamburg durften die Bühne stürmen. Wahrscheinlich selbst noch von den grausamen Moderationen eingelullt, wurde auch gleich tief in die Kalauerkiste gegriffen. „Rockstock“ und dieses Festival im Matsch, dass ja sicher genau hier, an diesem sagenumwobenen Ort stattgefunden haben soll. Rockstock, und die Hippies sind auch noch da. Ja. Nein. Musik machen? Ja! Die Herren zwangen sich dann doch dazu, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und legten recht behäbig los. Nach etwa 3 Liedern schienen sie sich dann aber doch auch endlich den Modern-Talking-Schock aus den Knochen gespielt zu haben und so wurde dann doch noch die gewohnte Qualität und Bühnenshow dargeboten. Etwa 70 Minuten lang wurde der Platz vor der Bühne vom Kaffeefahrtgrauen befreit und man feierte eine ordentliche Party.

Alles in allem war es ein sehr netter und vor allen Dingen amüsanter Abend, den ich gerne mit einem alten Golf vergleichen möchte. Man muss ihn erst mal warm fahren, bis er richtig rund läuft. Aber wenn er denn dann mal richtig warm ist, ist er nicht mehr zu stoppen und geht ab wie ein geölter Blitz…

Serengeti Festival 28.06.2008 – Revolverheld


Eigentlich sollte heute mein neues Experiment starten: Zwei Festivals an einem Tag. Jedoch machte mir das Wetter in Münster beim Vainstream einen dicken Strich durch die Rechnung und so verkaufte ich dort vor Ort noch schnell mein Ticket und begab mich lieber schon am Nachmittag nach Ostwestfalen, wo im kleinen Städtchen Schloss Holte Stukenbrock heute einmal nicht nur der Safaripark die größte Attraktion sein sollte.

Das Serengeti. Ein schönes, sehr überschaubares Festival auf dem Gelände eines Schulzentrums fand ich dort vor. Eigentlich ist das Serengeti ein einschlägiges Heavy-Metal Festival, so dass Revolverheld und MIA. eigentlich mal so gar nicht ins Line Up passen wollten. Aber jedes Festival braucht ja seine Publikumsmagneten und ich muss ganz ehrlich sagen, ohne diese hätte ich meinen Weg auch nicht unbedingt in die Provinz gefunden.

Nun gut. Eigentlich ist es ja wirklich egal wo das Festival ist, Hauptsache es wird gerockt. Und das wurde es. Natürlich legten die Geheimtipps im Line-Up grandiose Sets hin und wärmten das Publikum ordentlich für die Headliner Revolverheld und MIA. auf. Während bei den Bands des Tages eher schwere, schwarzgekleidete Menschen mit langer Haarpracht den Platz vor der Bühne bevölkerten, hätte das Publikum bei Revolverheld nicht unterschiedlicher sein können. Vom 8-jährigen Metalsohn, über vereinzelt weitgereiste Hardcore-Revolverheldfans, bis hin zu den 17-jährigen Dorfpunks und den Eltern der Halbstarken war an diesem Abend wirklich alles dabei. Die Stimmung war gut, es war laut, es hat gekracht und gerockt. Man sollte es nicht glauben, aber selbst bei den Hamburger Jungs wurde exessiv dem Crowdsurfen gefröhnt, so dass die Securities vorne alle Hände voll zu tun hatten. Yeah! Revolverheld rockten für ca 70 Minuten den Platz und allgemein war es einfach nur eine fette, laute Party.

Ob die Party später bei MIA. weiter ging, ist mir leider nicht bekannt. Aufgrund allgemeiner Erschöpfungserscheinungen (es lagen ja bereits das Hurricane, die Kieler Woche, ne fette Grippe, Münster und allgemein die Fahrt von Kiel hinter mir) fiel mir die Entscheidung doch schon lieber die Heimfahrt anzutreten, so gar nicht schwer. So ging es wohl auch einigen anderen Festivalbesuchern, denn man hörte immer wieder: „Oh man, die sind sooo schlecht! So nen Scheiß muss ich mir nicht geben!“ – Nun denn: ein Beweis mehr, dass der Clash zwischen Heavy Metal und deutschem Indie Elektro Pop vielleicht doch zu groß ist – egal wie bekannt die Band auch sein mag.

Erkenntnisse des Tages:
::Adapterkassetten halten bei Dauerbetrieb höchstens zwei Jahre::Querschnittsgelähmte können manchmal doch laufen::Schals durchschneiden ist sinnlos – Egal wer ihn vorher angefasst hat::MIA. ist kein Rock. MIA. ist kein Metal. MIA. ist… ach keine Ahnung was sich die Veranstalter dabei gedacht haben.::Sicherheitshinweis: Mikroständer sind KEINE Krücken:: Punkt.

FOTOS gibt es hier.

Kieler Woche 2008 – Stanfour und Revolverheld

Am Donnerstag war auf der NDR-Bühne am Ostseekai wieder N-JOY „Life am Kai“ angesagt. Während parallel das EM-Halbfinale ausgetragen wurde, rockten Stanfour aus Föhr und Revolverheld vor etwa 20000 Leuten die Bühne.
Als erstes waren Stanfour dran. Sie legten ein ordentliches knapp 60 Minuten-Set aufs Parkett und heizten die Stimmung schon mal mit Songs aus ihrem „Wild Life“-Album an.

Nach einer mehr oder weniger kurzen Umbaupause waren dann Revolverheld an der Reihe. Unter frenetischem Jubel enterten sie gegen 21:30 Uhr die Bühne und rockten los. Trotz eines noch recht frischen Bänderrisses am Fuß, war Sänger Johannes sehr gut gelaunt und feixte mit dem Publikum über die EM. Man konnte ihm jedoch ansehen, dass es ihm so gar nicht gefiel, im Sitzen singen zu müssen. Immer wieder stand er auf und hüpfte auf einem Bein umher, was einigen Fans sichtlich die Angst in die Knochen trieb. Der Mikroständer wurde kurzerhand zur Krücke umfunktioniert und es wurde gehüpft, was die heilen Bänder des gesunden Fußes aushielten. Abgesehen von diesen eher unfreiwilligen, wackeligen Showeinlagen waren alle Hits des Debütalbums „Revolverheld“ und des aktuellen Albums „Chaostheorie“ dabei. Von den Zuschauern groß gefeiert, durfte natürlich auch der offizielle EM-Fan-Song „Helden 2008“ nicht fehlen. Ab dem ersten Ton verwandelte sich das Gelände vor der Bühne in eine große Fußballparty, denn alle waren überzeugt: Deutschland wird Europameister. Nach gut 90 Minuten verabschiedeten sich die Jungs vom Publikum, aber legten noch eine Zugabe mit „Freunde Bleiben“ nach. Insgesamt ein ordentlicher Auftritt der Band, bei dem kaum Wünsche offen blieben.

Weiter gefeiert wurde an diesem Abend dann noch bis etwa 3 Uhr morgens im Vinyl und Nachtcafé, wo sich Sänger Johannes und Gitarrist Kristoffer mit ihren iPods als DJ’s verdingten.

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Mehr Fotos gibts hier , allerdings leider nicht von Revolverheld, da der Security nach dem Stanfour-Set plötzlich meine DSLR-Kamera nicht mehr gefiel.

Neues von Revolverheld

Es gibt neues von einer Band, die mir persönlich offensichtlich sehr am Herzen liegt – jedenfalls wenn mal einen Blick in meine Flickr-Galerie wagt.

Wie jetzt schon weitlaufend bekanntgegeben, singen die Herren Revolverheld den offiziellen DFB-Fansong „Helden 2008“ zur Fußball Europameisterschaft in der Schweiz. Passend dazu werden sie im Oktober eine schöne, runde Deutschlandtour antreten.

Die „Helden 2008“-Tour zieht vom 02.10. bis 18.10.2008 durch folgende Städte:

02.10.2008 – Hameln
03.10.2008 – Flensburg
04.10.2008 – Bremerhaven
05.10.2008 – Osnabrück
07.10.2008 – Fulda
08.10.2008 – Nürnberg
09.10.2008 – Freiburg
10.10.2008 – Karlsruhe
11.10.2008 – Lindau
12.10.2008 – Chemnitz
14.10.2008 – Krefeld
15.10.2008 – Stuttgart
16.10.2008 – Darmstadt
17.10.2008 – Jena
18.10.2008 – Recklinghausen

(Quelle: www.revolverheld.de)

Ich werde auf jeden Fall bei so einigen Terminen dabei sein. Ich bin gespannt, was sich Johannes Strate, Florian Speer, Kristoffer Hünecke, Jakob Sinn und Niels Grötsch sich dieses mal einfallen lassen.

In der Zwischenzeit, vormerken und am 23.05.2008 beim Plattendealer deines Vertrauens kaufen:

Revolverheld-Fanclub