Schlagwort-Archive: Revolverheld

Immer in Bewegung – Ein Foto-Besuch bei Revolverheld

Revolverheld sind seit vergangener Woche mit dem zweiten Teil ihrer „Immer in Bewegung“-Tour unterwegs. Letzten Donnerstag, am 20. November, waren sie im Gerry Weber Event Center in Halle/Westfalen zu Gast. Relativ spontan durfte ich mich mit meiner Kamera dazugesellen und das Konzert aus dem Fotograben beobachten.  Immer in Bewegung – Ein Foto-Besuch bei Revolverheld weiterlesen

Monday Madness: Revolverheld – „Ich lass für dich das Licht an“

Eine kleine Vorab-Warnung an alle Mädels, die nah am Wasser gebaut sind: Für das heutige Monday Madness – Video der Woche braucht Ihr auf jeden Fall Taschentücher. Viele Taschentücher! Warum? „Ich lass für dich das Licht an“ ist ja „nur“ ein Revolverheld-Song. Was kann ein Musikvideo schon so rührend machen, dass einem echte Tränen die Wangen hinunter kullern?
Monday Madness: Revolverheld – „Ich lass für dich das Licht an“ weiterlesen

CD Review mal persönlich: Revolverheld mit „Immer in Bewegung“

Revolverheld sind zurück. Drei Jahre lang haben sie sich für ihr neues Album Immer in Bewegung Zeit gelassen, eine lange Pause gemacht und sich in Teilen solo ausprobiert. Jetzt ist die Platte schon seit dem 20. September am Start, hat vergangene Woche die Top 10 geentert und ist …anders. Ob gut oder schlecht anders? Da müsst Ihr schon klicken und…

Weiterlesen!

Wer LEISE/laut bereits seit den Anfängen verfolgt, und sich auch hin und wieder in die Galerien meines Flickr-Accounts verirrt, hat sicher schon längst gemerkt, dass mich persönlich die Musik und die Konzerte von Revolverheld bereits seit vielen Jahren begleiten. Und gerade wenn man so wie ich so sehr mit der Musik einer Gruppe vertraut und auch irgendwo ein Stück erwachsen geworden ist, fällt es einem manchmal im ersten Moment besonders schwer, die richtigen Worte für eine neue Platte zu finden. Gerade, wenn man nicht nur ein klassisches „Fan-Urteil“ im Sinne von „alles super, alles toll, egal wie“ abgeben möchte. Also habe ich mir ein wenig länger als gewohnt Zeit gelassen, um mit mir und meinen Worten zu Immer in Bewegung eins zu werden. Dass dies mit meiner Vorgeschichte also trotzdem wohl keine vollkommen objektive Review sein kann, sei mir bitte verziehen 😉

Foto: Benedikt Schnermann

Heavy Rotation. Die Single „Das kann uns keiner nehmen“ wird nun schon seit Wochen auf allen Radiosendern hoch und runter gespielt. Ein guter Platz in den Airplay Charts ist wohl gesichert. Es gibt so gut wie keinen Radio- und halbwegs vernünftigen TV-Sender, der nicht von den inzwischen nur noch vier Hamburger Musikern im vergangenen Monat besucht wurde. Talks, Interviews, Akustiksets, Show-Auftritte. Nach einer so langen medialen Pause bin ich kaum noch daran gewöhnt, die mir so bekannten Gesichter jetzt wieder so häufig über die Mattscheibe flimmern zu sehen. Es erinnert mich an früher, an die alten Zeiten, als wir fast sämtliche Tourtermine auswendig kannten, mein Auto mit Stickern, Flyern und allerhand anderem Promo-Material diverser Bands vollgestopft war, ich als Streetteam-Mädchen durch die Gegend fuhr und wir so neben der Uni manchen Praktikanten bei diversen Radiosendern nahezu in den Wahnsinn getrieben haben. An die Tage, an den man auf der Suche nach sich selbst dachte, man könne mit der „Generation Rock“ die Welt erobern und dass man „Nie Erwachsen“ würde.

Heute ist alles doch ein wenig anders. Aus der Möchtegern-Rebellischen „Generation Rock“ ist nach fast 10 Jahren wohl eher eine solide Generation Pop geworden. Doch erwachsen. So scheint es zumindest, wenn ich mich selbst betrachte und Immer in Bewegung von Revolverheld höre. Vor gut fünf Jahren hätte ich das sicherlich schrecklich gefunden, aber man selbst verändert sich ja nun auch einfach. Man feiert zwar auch noch mal ein Wochenende durch, aber doch nicht mehr jedes. Und dann sind da plötzlich tatsächlich manchmal doch so ernsthafte Dinge wie Job, neue Wohnung und bei manchen sogar Familie. 

Ist das etwa Spießig?

Klingt spießig? Ein bisschen vielleicht. Aber das muss nun ja nicht sofort etwas schlechtes bedeuten,  schließlich bewegt sich ein großer Teil der deutschen Bevölkerung in Varianten dieser mehr oder weniger klassischen Lebenskonstrukte. Also ist es vielleicht auch eher eine gewisse Bodenständigkeit, die da plötzlich sichtbar wird. Und jetzt gibt es eben genau für so eine erwachsene, bodenständige Generation Pop sozusagen den Soundtrack. Von Revolverheld. Songs für jede Lebenslage eines Anfang- und Mitt-Dreißigers, der zwar schon einiges erreicht hat, aber vielleicht noch nicht so Recht am Ziel angekommen ist, und hin und wieder doch schon mal etwas sehnsüchtig auf seine „Jugend“ zurückblickt.

Denn das können die Revolverjungs mit Frontmann Johannes Strate auch auf ihrem vierten Album weiter richtig gut: Songs schreiben, mit denen man sich in einem gewissen Lebensabschnitt identifizieren kann, verpackt in Melodien, die meistens einfach schlicht und ergreifend schön sind und im Ohr bleiben. Auch wenn die Texte stilistisch jetzt nicht gerade unbedingt immer einen Literaturpreis verdient hätten, die Stories und Bilder stimmen und ich kaufe sie ihnen sofort ab. Manche sind niedlich („Ich lass für dich das Licht an“), in manchen finde ich mich auch ein bisschen wieder (z.B. „Bands deiner Jugend“), bei manchen singe ich plötzlich mit, und weiß eigentlich gar nicht so recht warum. Aber an manchen Tagen will ich die Welt auch gar nicht verstehen, gar nicht unbedingt um die Ecke denken oder mich in wilden Metaphern und Tonexperimenten verlieren.

Auch die musikalischen Rahmen zu all den bunten Bildern des Lebens in den Stücken sind bei genauem Hinhören an vielen Stellen mit sehr viel Liebe für’s Detail sehr aufwändig abgesteckt. Da entdeckt man plötzlich Vocal Percussion und die Posaune von Helgi Jonsson, die es auch schon in anderer Form auf Johannes‘ Soloalbum zu hören gab. An anderen Stellen wurde ebenfalls groß gefeilt und geschraubt. Die Hand von Produzent Philipp Steinke, der auch für den Sound von Boy mitverantwortlich ist, erkenne ich inzwischen sehr gut und mag sie meist sehr gerne. Manchmal klingt das auf dieser Platte sogar ein bisschen nach Coldplay. Da gibt’s einen ähnlichen Hang zu Hymnen und gleichzeitig hochemotionalen eher kompakt gehaltenen Stücken.

Doch nicht so ganz erwachsen

Insgesamt ist Immer in Bewegung ein sehr rundes, sehr harmonisches Album, bei dem ich bisher noch kein kategorisches Skip-Stück habe (und auch noch keine Anwärter), wie das bei den anderen Alben nach einer Weile irgendwann der Fall war. Vielleicht ist das aber auch gerade der Punkt, weshalb ich die Platte aber trotzdem „nur“ solide „schön“ finde und nicht sofort jeden Song bildlich gesprochen sofort einfach umarmen möchte (dafür aber viele kleine Detailpassagen). Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich mit meinem Finger auf das Warum tippen konnte. Streckenweise fehlt mir wohl aber tatsächlich ein wenig der Wumms der älteren Platten. Ein paar mehr Ecken und Kanten wie bei „Wir schmeißen unsere Herzen ins Feuer“, das mich genau an die alten Zeiten erinnert, hätten ruhig sein dürfen. Ein kleiner Teil von mir ist eben vielleicht doch noch nicht so ganz erwachsen geworden. Und von den Konzerten weiß man, dass die Revolverhelden wohl auch so einen kleinen Teil in sich tragen, denn da hatten sie den Wumms bisher weiterhin im Gepäck. Ich würde mich freuen, wenn der bei der Tour im März auch wieder auf der Bühne herumspringt 😉

Revolverheld mit Immer in Bewegung bei Spotify

Revolverheld auf Tour

Im März 2014 gehen Revolverheld wieder auf ausgedehnte „Immer in Bewegung“ – Tour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Hier die Daten:
12.03.2014 Köln, E-Werk
13.03.2014 Saarbrücken, Garage
14.03.2014 Bremen, Aladin
15.03.2014 Berlin, Huxleys
16.03.2014 Dortmund, FZW
18.03.2014 Leipzig, Werk II
19.03.2014 München, Tonhalle
20.03.2014 Stuttgart, LKA Longhorn
21.03.2014 CH-Zürich, Komplex Klub
22.03.2014 A-Wien, Szene
25.03.2014 Frankfurt, Batschkapp
26.03.2014 Hannover, Capitol
27.03.2014 Münster, Skaters Palace
28.03.2014 Hamburg, Sporthalle
Alle Infos auf www.revolverheld.de

Monday Madness – „Geflasht“ von Kris

Eigentlich müsste es diese Woche „Thursday Madness“ heißen, aber ich bin mal nicht so. Das neue Video zu „Geflasht“ von Kristoffer Hünecke alias KRIS ist nämlich viel zu schön geworden, als dass ich es diese Woche einfach nicht im Blog posten könnte.

„Geflasht“ heißt der Song, den Kris am 22. Februar als zweite Single aus seinem Solo-Album Immer wenn ich das hier hör‘ auskoppeln wird. Mit „Ich liebe diese Tage“ hatte der Revolverheld-Gitarrist im Sommer bereits für einen Mörder-Ohrwurm gesorgt, und auch der Nachfolger „Geflasht“ bohrt sich mit seiner griffigen Hook direkt ins Unterbewusstsein. Das mag einigen Leuten mal wieder tierisch auf den Geist gehen, aber an manchen Tagen braucht man meiner Meinung nach auch einfach mal einen netten Ohrwurm.



Der Comic-Style des Videos ist zwar nicht die Neuerfindung des Rades, aber einfach schön gemacht. Man kommt sich ein wenig so vor, als ob man sich in den Seiten eines alten Tagebuches aus Teenager-Zeiten verliert, in denen man sich über seine erste große Liebe ausklagt. Sehr passend also.

Dass das Video überraschenderweise auch wieder bei der breiten Masse gut ankommt, zeigen nicht nur die Views (fast 100.000 bisher), sondern auch die Musik Charts von myvideo.de, wo der Song am Montag Premiere hatte: Gestern rotierte der Clip auf Platz 1 – vor Ke$ha und Chris Prinz. Heute ist mit immerhin noch der 4. Platz drin.

Wie findet Ihr das Video?

Übrigens, wie Kris seine Songs schreibt, hat er Katharina vergangenen Frühling im Interview erzählt.

Foto: Sony Music/Pascal Kerouche 

Video-Interview: Johannes Strate über Musik, Sport und Live-Gigs

Bereits seit einem Jahr ist Johannes Strate, Sänger der Hamburger Band Revolverheld, als Solo-Künstler unterwegs. Mit seinem Album „Die Zeichen stehen auf Sturm“ geht der 32-Jährige im September und Oktober wieder auf Deutschlandtour. Katharina hat sich mit Johannes für os1.tv im Innenhof des Osnabrücker Schloss getroffen und sich ein bisschen mit ihm unterhalten. Seht selbst! Video-Interview: Johannes Strate über Musik, Sport und Live-Gigs weiterlesen

Monday Madness – I don’t like Reggae, oder Thees Uhlmann und das Faultier Wolfgang

Auf der Suche nach einem würdigen Monday Madness-Video stolperte ich gestern über folgendes, unterhaltsames Lichtspiel. Eine seltsames Wesen, das wie eine Mischung aus Flat Eric, dem Yeti und Samson aus der Sesamstraße anmutet, wandert zu den Klängen von Thees Uhlmanns „Zum Laichen und Sterben ziehen die Lachse den Fluß hinauf“ durch die Landschaft. In einer Reggae-Version!
Monday Madness – I don’t like Reggae, oder Thees Uhlmann und das Faultier Wolfgang weiterlesen

CD Review: KRIS – „Immer wenn ich das hier hör‘ „

Eigentlich ist Kristoffer Hünecke alias KRIS für den richtigen Gitarrensound bei der Hamburger Kapelle Revolverheld zuständig. Doch was macht ein Revolverheld, wenn sich die Band für 2012 selbst eine Pause verschrieben hat und Sänger Johannes Strate bereits seit einigen Monaten auf Solopfaden durch die Republik wandelt?

Statt gelangweilt Däumchen zu drehen, tauscht KRIS kurzerhand die Position auf der Bühne, macht einen großen Schritt hinüber ins große Spotlight und schiebt den Regler für sein Mikrofon von Background auf Hauptgesang. „Immer wenn ich das hier hör'“ heißt das Ergebnis langer Tage im heimischen Studio und steht nun seit dem 1. Juni in den Plattenläden.
Bei so manchen Soloalben, die irgendwelche Mitglieder irgendwelcher Bands in der Vergangenheit herausgebracht haben, fragte man sich schnell, ob das denn jetzt wirklich hätte sein müssen. Da liegt es also nahe, auch bei diesem Silberling eine gesunde Portion Skepsis an den Tag zu legen. KRIS ist schließlich Gitarrist und kein Sänger. Doch was der mittlerweile 34-jährige Hamburger mit seinem Soloalbum hier vorlegt, dreht sich überraschend flüssig auf den Plattentellern. 
Zwölf Tracks mit persönlichen Texten vom Feiern, Lieben, Leben und Leiden, die im Gegensatz zum gewohnten Revolverheld-Poprock-Sound erstaunlich beat-betont daher kommen. Mal in ein HipHop-Gewand gehüllt („Immer wenn ich das hier hör'“ und „Soundtrack“), oder dann doch wieder unterlegt mit tanzbaren Elektrobeats („Glücksrausch“, „Meine Wohnung ist ein Klub“) zeigt KRIS hier eine Seite von sich, die bei Revolverheld bisher, wenn überhaupt, nur äußerst selten Platz gefunden hat. Unterstützt wird er dabei vom Hamburger Rapper Nico Suave und Bakkushan-Sänger Daniel Schmidt. Für seine Single und potenziellen Sommerhit „Diese Tage“ stärkt ihm kein geringerer als Dante Thomas den Rücken, der mit seinem Song „Miss California“ noch heute die Clubs zum Kochen bringt.

Zugegeben, KRIS erfindet mit „Immer wenn ich das hier hör'“ das musikalische Rad nicht neu. Die Songs leben durch die Bank weg durch auffällig catchige Hooklines und eingängig glaubhafte Texte mit Charme, Witz und ein wenig Selbstironie, die mal zum Mitgrölen und dann doch wieder zum verständnisvollen Mitnicken animieren. Vieles klingt altbewährt, stellenweise vielleicht sogar etwas simpel, aber es bedarf eben nicht immer einer Revolution um ein schönes, solides Pop-Album zu produzieren. Schon gar nicht, wenn man damit schlichtweg so einen geradezu sorglos entspannten Sommersoundtrack liefern kann. 
Alle Infos zu KRIS gibt es hier: www.krisofficial.de

Foto: Sony Music

LEISE/laut empfiehlt: 
KRIS – „Immer wenn ich das hier hör'“ hört man am besten im Auto, im Freibad oder einfach beim Grillen mit Freunden im Park oder auf der Terrasse. 

Ein Foto-Set: Revolverheld in Illingen

IMG_8523IMG_8553IMG_8619IMG_8627IMG_8638IMG_8728
IMG_8740IMG_8763IMG_8796IMG_8858IMG_8879IMG_8895
IMG_8907IMG_8999IMG_9002IMG_9047IMG_9055IMG_9082
IMG_9108IMG_9142IMG_9150IMG_9156IMG_9176IMG_9230

Leider komme ich in den letzten Wochen mal wieder kaum dazu, ordentlich zu schreiben. Dabei liegt hier noch einiges auf dem Schreibtisch und meinem iPod, das unbedingt verbloggt werden möchte.

So auch ein Stapel Fotos von Revolverheld, die ich am Pfingstwochenende mal wieder im Fotograben begleiten durfte. Der Gig ist in diesem Jahr einer der wenigen gemeinsamen Auftritte der Band, da sich Sänger Johannes Strate und Gitarrist Kristoffer Hünecke alias KRIS um ihre Soloausflüge kümmern.

Nach fast acht Monaten Live-Pause gab es vergangenes Wochenende für die Fans wieder eine dicke Party, laute Rockbretter und viel Gefühl. Einziger Wermutstropfen: Bassist Florian Speer war nicht mit ins Saarland gereist und wurde von Chris Rodriguez vertreten. Dieser unterstützt auch schon fleißig Kris und Johannes während ihrer Solo-Shows auf der Bühne.

Mehr Fotos gibt’s bei Flickr.

„Das Album ist mein Spiegelbild“ – Revolverheld-Gitarrist KRIS im Interview zu seinem Solo-Projekt

Als Gitarrist von Revolverheld stand Kristoffer Hünecke alias KRIS in den letzten Jahren schon auf den ganz großen Festivalbühnen in Deutschland, spielte mit seiner Band Konzerte in China und der Türkei. Jetzt gönnt sich die Hamburger Band eine Pause. Nachdem Revolverheld-Sänger Johannes Strate bereits vergangenen Herbst seine Solo-Karriere ankurbelte, zieht Gitarrist KRIS nun nach. Als nahezu unbekannter Newcomer veröffentlicht er Mitte Mai sein Soloalbum „Immer wenn ich das hier hör“ und präsentiert sich dort erstmalig als Sänger. Der er eigentlich gar nicht ist.
„Das Album ist mein Spiegelbild“ – Revolverheld-Gitarrist KRIS im Interview zu seinem Solo-Projekt weiterlesen

Interview mit Johannes Strate: Stürmische Zeiten für einen Revolverhelden

Viele kennen Johannes Strate nur als „Johannes von Revolverheld“. Selbst 1Live-Moderatorin Sabine Heinrich war in einer Talkshow überrascht, dass dieser junge Mann auch einen Nachnamen hat. Seit heute morgen steht Johannes Strates Soloalbum „Die Zeichen stehen auf Sturm“ in den Plattenläden. Warum aber macht der vorderste Revolverheld plötzlich solo? Darüber hat er mit mir vor einigen Wochen am Telefon gesprochen und hat dabei auch ein paar persönliche Einblicke in die Entstehung der Songs und des Albums gewährt.



Johannes, was hat dich dazu bewegt, ein Soloalbum aufzunehmen?

Ich habe während der letzten Jahre viele kleine, akustische, sehr persönliche Songs geschrieben. Das sind Songs, die thematisch sehr persönlich auf mich gemünzt sind, eben meine eigenen kleinen Geschichten. Viele davon hätten nicht zu Revolverheld gepasst. Die Songs sind dazu auch textlich ein bisschen anders, sodass ich sie einfach nicht in unsere Band-Demokratie hineingeben wollte. Bei uns in der Band ist das eigentlich so, dass einer von uns mit einer Idee um die Ecke kommt, man sich im Proberaum trifft und jeder seinen Senf dazu gibt. Am Ende hat man dann einen Song, bei dem wirklich jeder von uns fünf involviert ist. Das ist super und hat bis jetzt auch immer gut funktioniert. Dieses Mal wollte ich aber nicht über die Textzeilen und das Arrangement diskutieren, ich wollte einfach einmal alles selber entscheiden. 



Hast du Bedenken, dass man dich nicht als Solokünstler wahrnimmt, sondern immer nur als die Stimme von Revolverheld?



Diese Gedanken habe ich tatsächlich. Ich kann mir schon von vorstellen, dass manche mich nur als Sänger von Revolverheld sehen und das Ganze nicht als eigenständig wahrnehmen. Aber dann ist das halt so und bringt mich jetzt auch nicht um. Dieser Prozess an sich im letzten halben Jahr war für mich schon sehr schön und befriedigend. Ich bin unglaublich froh, dass ich dieses Album überhaupt machen konnte und meine Jungs mich dabei so sehr unterstützen. Mir bedeutet es echt viel, wenn jetzt der ein oder andere aus meiner Familie und meinem engeren Umfeld zu mir kommt und mir sagt, dass er oder sie sich auf das Album freut. Wenn dann ähnliche Reaktionen auch von geschätzten Kollegen kommen und zum Beispiel ein Rea von Reamonn oder ein Bosse bei mir anruft und sagt, dass er mein Album richtig toll findet, freue ich mich riesig. Wenn dann noch ein paar Leute da draußen sind, denen das Album gefällt, die es kaufen, und die vielleicht auch gar nicht aus dem Revolverheld Kontext heraus auf mich kommen, dann freut mich das natürlich auch sehr.


Was kannst du solo transportieren, was mit Revolverheld nicht geht? 

Ich glaube, es sind auf der einen Seite die Geschichten, die doch einfach sehr persönlich sind. Ich singe da von Orten, wo die anderen noch nie waren und von Momenten, die ich allein erlebt habe, wo die anderen nicht dabei waren. Auf der anderen Seite konnte ich mir beim Arrangement einfach viel mehr Freiheiten nehmen. Viele Bläser und Streicher, auch mal ein Banjo, alles einfach sehr akustisch. Die verzerrten Gitarren sucht man ja vergebens auf diesem Album. Ich musste das alles selbst entscheiden und mit mir selbst diskutieren.



Über welchen Zeitraum sind die Songs von „Die Zeichen stehen auf Sturm“ entstanden?

Geschrieben habe ich die Songs schon während der letzten sechs, fast sieben Jahre und aufgenommen habe ich das Album im letzten halben Jahr. Im Januar ging‘s los.



Du hast das Album an vielen verschiedenen Orten aufgenommen. Welcher davon hat dich am meisten beeindruckt?



Schwierig zu sagen, weil ich an so vielen großartigen Orten war. Anfang des Jahres war ich zusammen mit Philipp Steinke, meinem Producer, in der italienischen Einsamkeit in einem Häuschen seiner Eltern. Das war wirklich total schön, da so auf sich gestellt zu sein und keinen Einfluss von außen zu haben. Da kam nur hin und wieder Nachbars Katze vorbei. Die ganze New Yorker Zeit bei Ari Hest im Apartment war auch echt großartig, gerade auch wegen all der Leute wie Greg Holden und Jonatha Brooke und so. Am meisten beeindruckt hat mich aber doch Island. Da war ich jetzt gerade zum vierten Mal, als wir dort das Video zur Single gedreht haben. Zur Produktion war ich auch dort und habe mit meinem alten Kumpel Helgi Jonsson zusammen aufgenommen. Das ist wirklich ein geiles Land. Jeder dritte spielt da ein Instrument, und das mit einer Intensität, die echt beeindruckend ist. Das Land beeindruckt mich eigentlich jedes Mal wieder, dieses Mal ganz besonders.



Wusstest du vorher schon, dass Island so musikalisch ist? Warum bist du nach Island gegangen?



Ich weiß das schon seit ein paar Jahren, weil ich ja, wie gesagt, mit Helgi Jonsson befreundet bin, der sonst so Sigur Rós, Damien Rice, Tina Dico und Teitur produziert. Ich bin seinetwegen dahin gegangen. Wir wollten immer schon mal etwas zusammen machen und bei dem Album bot sich das jetzt eben an. Er hat dann angeboten, dass wir das einfach dort bei ihm aufnehmen könnten. Da habe ich natürlich nicht nein gesagt. Ich bin dann dort hin gefahren und habe da in seiner Garage aufgenommen. Das muss man sich mal vorstellen, der nimmt wirklich für Damien Rice in seiner kleinen, rumpeligen Garage auf. Aber der Raum klingt auch geil und hat einfach eine tolle Atmosphäre. Dort haben wir dann zusammen die ganzen Bläser aufgenommen und sind dann noch ins Greenhouse Studio gegangen, wo er die Streicher arrangiert hat, die von ein paar Mädels des isländischen Sinfonieorchesters gespielt wurden. Und nebenan war Feist! Die kam dann plötzlich rüber und meinte „Oh, was ist das denn? Hi, ich bin übrigens Leslie,“ und wir nur so: „Ja, äh, wissen wir.“ (lacht) Jetzt habe ich ihr gerade meine Platte geschickt und wir haben wirklich ein bisschen Emailkontakt – völlig abgefahren eigentlich.



Für wen hast du die Songs auf deinem Album geschrieben?

Für mich selber. Ich habe meine Momente und Geschichten der letzten Jahre festgehalten und aufgeschrieben. Während des Songwritings habe ich gar nicht darüber nachgedacht, für wen oder was das sein soll. Das ist einfach so aus mir hinaus geflossen. 



Der Titel des Albums ist „Die Zeichen stehen auf Sturm“, was bedeutet das für dich?

Für mich ist das immer so ein maritimes Bild von einem alten Seemann, der am Strand steht und aufs Meer hinaus guckt. Das Meer ist ruhig und weit, man denkt alles ist gut, aber er sagt: „Die Zeichen stehen auf Sturm. Ich kann das spüren.“ Er kann zwar nicht sagen, warum, aber er weiß, da wird etwas kommen. So ist das auch für mich mit dem Album. Da kommt eine Veränderung, man kann sie schon spüren und so ist das Album für mich auch, eine große Veränderung. Dann gibt es natürlich auch noch den Song „Die Zeichen stehen auf Sturm“, der auf eine Beziehung gemünzt ist. Man merkt, dass da ein Unwetter kommen wird, aber man kann noch nicht genau einordnen wie und wann. 



Du bedienst dich in deinen Texten an auffällig vielen maritimen Bildern. Hast du eine besondere Verbindung zum Meer?

Ich bin ein Kind des Nordens, bin immer dicht am Meer aufgewachsen und war teilweise mehrmals im Jahr auf der Insel Spiekeroog, von der ich auch immer wieder singe. Daher bin ich sehr meerverbunden. Wind, Regen und Meer sind einfach meins.

An welchem Song hast du am längsten gebastelt?

„Die Tür ist immer offen“.

Warum?

Da haben wir so viel ausprobiert und sehr lange dran herum arrangiert. Eigentlich war das nur so ein kleiner Song mit Akkustikgitarre. Dann haben wir den immer dicker aufgeblasen, haben wahnsinnig viel Percussion aufgenommen, Helgi hat noch Bläser drauf gespielt und Streicher und dann hat er noch so Vocal-Percussion-Elemente drauf gesungen. Es wurde immer mehr, und immer mehr. Am Ende hatten wir Tonnen von Spuren und der Typ, dem wir es zum Mixen gegeben haben, hat die Hände überm Kopf zusammen geschlagen (lacht). Wir haben den Song wirklich wahnsinnig oft gesungen und ewig daran geschraubt. Es ist ein Epos geworden. Irgendwie ganz geil.


Was ist deiner Meinung nach das wichtigste Stück des Albums?

Kann ich so gar nicht sagen. Es ist glaube ich das Kollektiv. „Ich mach‘ meinen Frieden mit mir“ ist schon ein wichtiger Song, würde ich sagen, aber die Auswahl des ganzen Albums macht einfach das Ganze aus. Mit einem Song wäre das nicht erklärt.

„Ich mach‘ meinen Frieden mit mir“ erinnert mich sehr an „This is the New Year“ von Ian Axel.

Krass. Echt? Ach geil.

In „This is the New Year“ geht es ja um einen Neuanfang. Bedeutet „Ich mach‘ meinen Frieden mit mir“ auch einen Neuanfang für dich?

Bei dem speziellen Song ist die Geschichte für mich so ein bisschen von Sting inspiriert. Ich habe von meiner Mama eine DVD zu Weihnachten gekriegt, und zwar Sting mit dem Chicago Symphony Orchestra. Wahnsinnig geil! Im Extra Footage erzählt er, dass er sich zum Songschreiben oft in andere Personen hinein versetzt. Einen Song hat er zum Beispiel aus der Sicht eines Vampirs geschrieben, „Moon over Bourbon Street“, und einen anderen hat er aus der Sicht eines transsexuellen Strichers geschrieben. Ich habe „Ich mach meinen Frieden mit mir“ so ein bisschen aus der Sicht eines alten Mannes geschrieben, der auf sein Leben zurück blickt, und sagt, das war gut, das war ein bisschen schräg, aber ich mach da jetzt einen Strich drunter und mache alles in allem meinen Frieden mit mir. Deswegen sind die Worte vielleicht ein bisschen groß für einen 31-Jährigen, aber das ist die Geschichte, die dahinter steht. Allgemein habe ich natürlich in den letzten Jahren auch gelernt, meinen Frieden mit mir zu machen.


Was brauchst du zur Inspiration, damit ein Song von dir entstehen kann?

Reisen. Viel unterwegs zu sein inspiriert mich immer sehr. Wenn ich mich dann wirklich hinsetze und schreibe, brauche ich Ruhe, Zeit, keinen Stress und es muss mir gut gehen. Die traurigsten Songs schreibe ich eigentlich eher, wenn es mir gut geht. Erst danach geht es mir wieder richtig schlecht, weil der Song ja so traurig ist. Unter Stress oder Zeitdruck kann ich nur ganz schlecht schreiben. Also, an einem Tag wie heute würde ich sicher keinen Song schreiben, weil ich weiß, dass ich noch acht Interviews vor der Nase habe. Ich habe so eine Textzeilensammlung, in die ich gute Sätze schreibe, die mir in den Kopf kommen. Manchmal greife ich dann darauf zurück und dann kommt mir eine neue Idee. Ich muss schon Sachen erleben, damit ich was schreiben kann.

Ich habe ein paar Songs ausgesucht, zu denen du mir was erzählen darfst.

Gerne!

„Du bist mit dir allein“ – Für wen ist der Song, und ging‘s dir auch schon mal so?

„Du bist mit dir allein“ ist ein Song, der eigentlich für mich selber ist. Sehr melancholisch und traurig. Ich rede da mit mir selbst und gehe auch ganz schön hart ins Gericht. Aber man trägt ja immer viele Persönlichkeiten in sich, frei nach dem Satz ‚Wer bin ich, und wenn ja, wie viele?‘. Das ist die eine Seite von mir, die einfach sehr streng mit sich ist und alles sehr kritisch sieht, was ich da so mache, lebe und repräsentiere. Diese Seite hat den Song geschrieben.

Man hat dabei den Eindruck, als ob dir das alles in den letzten Jahren vielleicht ein bisschen zu viel gewesen ist.

Genau, es gibt ja verschiedene Seiten. Da gibt es sicher einen Teil der sagt, mir wird das hier alles viel zu viel, ich stoße hier an meine Grenzen. Andere Teile sagen ‚Juhu! Ich feier das ab, ich find‘s geil!‘

„Wenn es um uns brennt“ – Der Song erinnert mich immer an Philipp Poisel.

Ja, Philipp ist ein echt guter Freund von mir und ich höre seine Platten sehr gerne. Der Song ist allerdings entstanden, bevor ich seine Platten kannte, also vor drei, vier Jahren. Für mich ist dieser Song sehr maßgeblich für das Album. Das war eigentlich der Song, bei dem ich erstmalig gemerkt habe, okay, den musst du irgendwann mal rausbringen. Ich wusste aber noch nicht in welchem Kontext. Ich habe den hier bei mir im Arbeitszimmer, in meinem Mini-Studio aufgenommen. Als wir dann nach Italien gefahren sind, haben wir ewig daran herum geschraubt, haben dann aber entschlossen, dass dieses Demo, was da so knattert und knistert und rauscht, genau die richtige Emotion für den Song hat. Der fertige Mix auf der Platte ist sozusagen das Demo, dass ich damals in meinem kleinen Zimmerchen in einer Stunde aufgenommen habe.

„Es tut mir weh dich so zu sehen“ – Warum hast du gerade den Song als Single ausgesucht?

Das ist ein Song, der für die Platte sehr maßgeblich ist, der aber natürlich, wenn man jetzt ans Radio denkt, auch noch ein Schlagzeug drin hat. Wenn du mit „Wenn es um uns brennt“ zu einem Radiosender kommen würdest, dann würden die sagen, ‚mein Freund, vergiss das! Wenn wir den durch‘s Radio ziehen, fahren uns alle Autofahrer gegen den nächsten Baum. Wir brauchen einen Beat!‘ „Es tut mir weh dich so zu sehen“ ist ein Song, auf den ich mich mit mir selbst ganz gut als Single einigen konnte.

Kann es sein, dass „Es tut mir weh dich so zu sehen“ die logische Fortsetzung der letzten Revolverheld-Single „Halt dich an mir fest“ ist?

Stimmt, thematisch passt das total. Guter Gedanke, das habe ich noch gar nicht so gesehen. Wenn „Halt dich an mir fest“ nicht funktioniert hat, kommt irgendwann „Es tut mir weh, dich so zu sehen.“ Die Songs sind auf jeden Fall auch genau in der Reihenfolge entstanden. Zuerst „Halt dich an mir fest“ und „Es tut mir weh dich so zu sehen“ dann ein halbes Jahr später oder so.

Das ist eine sehr traurige Geschichte, wenn man sich nach Jahren wieder trifft und es geht einem mit der gemeinsamen Vergangenheit gut, aber man merkt, dass der andere nicht richtig darüber hinweg gekommen ist und ihm es damit unheimlich schlecht geht. Für beide Seiten ist das ein sehr trauriger Moment, wenn man sich da wieder trifft. Der Person, der es schlecht geht, gibt der Moment wahrscheinlich eh schon einen Stich ins Herz und man selbst hat dann fürchterliche Mitleidsgefühle. Für mich ist das wirklich ein todtrauriger Song. Und das Video, das wir dazu in Island gedreht haben, ist auch so furchtbar traurig geworden. Aber auch schön.

„An Rosalinde“ – Der Song ist so ganz anders, als alles andere auf deinem Album. Wer singt das mit dir und wie ist der Song auf dein Album gekommen?

Das singt mein Papa. Mein Papa ist auch Sänger und Gitarrist, und singt immer so Chansons und auch solche schönen, niedlichen Sachen wie „An Rosalinde“. Er wird auf Spiekeroog der Dünensänger genannt und sitzt da seit 1966 immer im Sommer in den Dünen und singt dort dreimal die Woche mit den Leuten. Inzwischen kommen da immer so 300 bis 500 Menschen, teilweise Familien in dritter Generation und das ist echt immer ganz süß. Ich bin sehr mit seiner Musik aufgewachsen und meine Familie ist auch sehr mit der Insel verwurzelt. Meine Eltern haben sich da kennengelernt. Ich wollte das mit dem Album gerne verbinden und einen gemeinsamen Song wie „An Rosalinde“ noch mit auf die Platte nehmen. Darüber hat sich mein Papa natürlich tierisch gefreut. „An Rosalinde“ war mein Kindheitslied, das habe ich schon als Baby immer mitgesungen. Also, als ich dann Text sprechen konnte (lacht). Ich bin dann nach Worpswede gefahren, wir haben uns bei meiner Mama ins Wohnzimmer gestellt, Philipp Steinke hat Gitarre gespielt und wir beide haben den Song einfach mal eingesungen. Das ist so niedlich geworden, dass ich gesagt habe, ab auf die Platte damit.

Du hattest schon deine ersten Solo-Gigs. Wie war das, zum ersten Mal ohne deine gewohnte Band aufzutreten?

Das war schon sehr viel aufregender als sonst. Mit Revolverheld ist es natürlich schon alles sehr routiniert. Wir haben mittlerweile eine große Crew die mit uns mitfährt und wir spielen die Songs schon seit Jahren. Das macht auch Spaß. Du gehst auf die Bühne, bist entspannt, gehst dann wieder von der Bühne runter, trinkst einen Wein und fährst weiter. Jetzt allein war das schon sehr aufregend. Neue Songs, neue Konstellation der Band. Es war echt fast wie früher. Als ich dann aber auf die Bühne raus bin und zwei, drei Songs gespielt habe, ging es dann aber auch. 



Im Dezember steht deine Solo-Tour an. Revolverheld ist live immer laut, bist du jetzt immer leise?

Also wirklich laut wird es bei mir wahrscheinlich nicht. Es wird schon eine sehr akustische Tour, aber ich habe ja auch eine Band dabei, und wir werden schon ein bisschen Alarm machen. Es wird auf kein Brett vorn Kopf, sondern auf jeden Fall eine sehr emotionale Tour.

Was ist jetzt dein persönliches Ziel, mit dem Album und allgemein?

Ach, ich möchte einfach dieses Album rausbringen und freue mich, wenn viele Leute sagen, „das hat mich sehr berührt“, oder „ich mag den Song oder den, weil mich mit der Geschichte auch etwas verbindet“, oder „du hast da echt was schönes geschaffen“. Das würde mir schon reichen. Und wenn die Tour dann auch noch voll wird, kann ich zufrieden ins neue Jahr gehen.

Fotos: Matthias Arni Ingimarsson