Schlagwort-Archive: Punk

Zu verschenken: „Albatross“ von The Sky We Scrape

Die Chicago-Punks von The Sky We Scrape sollte man sich merken. Emporgestiegen aus dem musikalischen Dunstkreis von Alkaline Trio, The Lawrence Arms und Rise Against, gelten sie im Bereich Hardcore/Punk aktuell als besonders vielversprechender Act. Wie schön, dass da am 1. November auch gleich ihr Debütalbum Divides in Deutschland via Gunner Rec. auf den Markt kommt. Als kleinen Appetithappen verschenkt die Band über stageload.org den Song „Albatross“, bei dem kein Geringerer als Garett Dale von Red City Radio bei den Vocals ausgeholfen hat.

Im Umland von Chicago, das mit all seinen Vororten auch gerne mal „Chicagoland“ genannt wird, sind The Sky We Scrape die wohl am meisten beschäftigte Band der Stadt, heißt es an unterschiedlichen Stellen. Gegönnt sei es ihnen, denn schließlich haben sie wirklich etwas was auf dem Kasten, wenn man mal in ihre Songs reinhört.

So zum Beispiel die Single „Sweet Vermouth“, zu dem die Band bereits im Januar dieses energiegeladene und kontrastreiche Musikvideo veröffentlicht hat.

Ihr Debütalbum ist in den USA bereits Anfang Oktober erschienen. Doch dieses Mal lohnt sich das Warten in Europa tatsächlich: Auf der hier ab 1. November erhältlichen Version gibt es noch den feinen Bonustrack „Today’s Top Story“ und auch das Artwork wird hierzulande etwas anders aussehen, als in ‚murrica.

Das Album erscheint über das Bremer Liebhaber-Label Gunner Records, bei dem unter anderem auch schon The Gaslight Anthem, Ann Beretta und Red City Radio ihre Platten veröffentlich haben. Wie sich das heute so gehört, gibt es auch für die Vinyl-Sammler unter Euch eine auf 100 Stück limitierte Clear Vinyl Edition und eine auf 400 Stück begrenzte rote Pressung.

Gratis Song

Da ist es natürlich fein, dass es zur Wartezeitverkürzung den Track „Albatross“ via stageload.org gleich for free gibt. Ein fetter Song, der durch die Guest Vocals von Red City Radio’s Garett Dale noch eine ganz besondere Note bekommt. Einfach reinhören und auf den kleinen Download-Button im Player klicken, schon habt Ihr den „Albatross“ gefangen.

Auf Tour

Diese Woche sind The Sky We Scrape noch in Deutschland auf Tour unterwegs. Hier könnt Ihr die Jungs bis Sonntag noch live erleben.

22.10.2013 AT-Salzburg, Rockhouse Bar
23.10.2013 München, Kafe Marat
24.10.2013 Göttingen, Juzi Keller
25.10.2013 Flensburg, Volksbad
26.10.2013 Saarbrücken, JUZ Försterstr.

A Wilhelm Scream: Neues Album „Partycrasher“ im November – 3 Songs vorhören!

Nach sechs verdammt langen Jahren melden sich A Wilhelm Scream mit einem neuen Longplayer zurück. „Partycrasher“ heißt das gute Stück und haut ab 15. November volle Kanne auf die Zwölf! Die Jungs gelten als eine, wenn nicht als die technisch versierteste Punk/Hardcore Band des Jahrzehnts. Und entsprechend präsentiert sich auch das neue Album: irgendwo zwischen melodiösem Punk und Hardcore, garniert mit der technischen Komplexität von Metal. Dank der Soundcloud-Kanäle von No Idea Records, AbsolutePunk.net und In-your-face.de könnt Ihr Euch hier schon mal die beiden drei Songs „Devil Don’t Know“, „Born a Wise Man“ und „Number One“ in voller Länge anhören. Viel Spaß!

Falls Ihr A Wihelm Scream nicht kennen solltet, die Jungs haben eine neunjährige Bandgeschichte, in der sie auf diverse Headliner-Welttourneen zurückblicken können, aber auch an der Seite von Szene-Größen wie Rise Against, Pennywise, Lagwagon oder Less than Jake gespielt haben.

Das neue Album erscheint auf dem Label No Idea Records, bei dem unter anderem Hot Water Music und Against Me! zu Hause sind.

Wenn Ihr sonst Gefallen an großartigen Kapellen wie Propaghandi, Hot Water Music, Strike Anywhere oder Strung Out findet, sollte Euch das neue A Wilhelm Scream Album ebenfalls sehr munden.

Nach dem ersten Reinhören ist mein vorläufiges Urteil, dass Partycrasher die nächsten Monate über sicher in meinem Auto hoch und runter laufen wird.

Jetzt aber endlich, die Songs! Sagt mir, was Ihr davon haltet!


1. Songpremiere

Die erste Song-Premiere aus dem neuen Album gab es vor knapp zwei Wochen mit dem Song „Born A Wise Man“. Was sagt Ihr zu dem Sound?

2. Songpremiere

Die zweite Songpremiere aus dem neuen Album feierte vergangenen Montag der Song „Devil Don’t Know“ auf AbsolutePunk.net.

Update 23.10.2013:

3. Songpremiere

Die dritte Songpremiere gibt es mit „Number One“ seit heute bei in-your-face.de im Stream zu hören. Dort könnt Ihr außerdem noch eine rare Testpressung der 7″-Vinyl der US-only Single des Songs gewinnnen. Schaut mal bei den guten Menschen vorbei!

Irie Révoltés mit guter Laune und politischem Zeigefinger im Skaters Palace Münster

Am vergangenen Dienstag war ich für den Terrorverlag in Münster beim Konzert von Irie Révoltés und Guaia Guaia im Skaters Palace. Hier ist der Bericht für Euch.

„A! Anti! Anticapitalista!“ schallte es am Dienstag, 1. Oktober, immer wieder durch den Skaters Palace in Münster. Die Irie Révoltés aus Heidelberg waren zu Gast und verbreiteten mit bester Laune und musikalischer Energie ihre Message gegen Faschismus, Rassismus und Homophobie, dafür für Respekt, Nächstenliebe und die Einhaltung der Menschenrechte.

Guaia Guaia 

Bevor die neunköpfige Band jedoch den gut 350 Leuten im Palast mit ihrer wilden Mischung aus frankophilem Ska, Dancehall, Reggae, HipHop und Punk so richtig einheizt, ist erst einmal das ehemalige Straßenmusiker-Duo Guaia Guaia an der Reihe. Es ist schon ein etwas ungleiches Paar, was sich da auf der Bühne an Posaune und Gitarre sowie an deutschen Raptexten und etwas schiefem Gesang verdingt. War ihr Auftritt für Mecklenburg Vorpommern beim Bundesvision Songcontest eine Woche zuvor bereits als „eigenwillig“ betitelt worden, so steht der Auftritt in Münster diesem Urteil in keinster Weise nach.

Elias Gottstein und Carl Luis Zielke singen gemeinsam schräge Songs über das Tanzen, Analphabetismus und das Pfandflaschenbusiness, die größtenteils in stampfende Elektrobeats vom Band, Posaunenlicks, Gitarrenriffs, schiefe Hooks und sozialkritische Raps verpackt sind. Das Ganze versprüht streckenweise einen leicht düsteren Kinderlieder-Charme und man weiß teilweise nicht so recht, ob man gerade einem gruseligen Comedy-Duo auf Drogen oder einem sehr durchgeknallten Impro-Theaterstück lauscht. Interessant. Da wird das Haus gegen Rassismus geputzt und gemeinsam mit dem verbliebenen Publikum zum Supermarktgott gebetet. Die beiden Herren haben definitiv eine Message. Es geht um Revolution. Und um Terroristen. Mit letzteren haben sie scheinbar so einige Geschichten erlebt, denn sie kommen mindestens in jedem zweieinhalbsten Song vor.

Die Menge ist von dieser Darbietung sichtlich gespalten. Ein Teil ist hellauf begeistert und folgt brav jeder Animationsanweisung von der Bühne. Ein anderer Teil weiß dagegen nicht so recht, ob es schockiert oder einfach nur desinteressiert da stehen soll. Der Rest sitzt im Café oder draußen und wartet lieber im Stillen auf den Auftritt von Irie Révoltés.

Irie Révoltés

Um 21.25 Uhr ist es dann endlich soweit. Im Skaters Palace ist es stockdunkel. Auf der Bühne erkennt man schemenhaft die Silhouetten der neun Bandmitglieder, die mit Taschenlampen die Suchscheinwerfer der Polizei imitieren. Allesamt haben die Kapuzen ihrer schwarzen Hoodies tief ins Gesicht gezogen. Im dunklen schwarz-weiß-roten Nebellicht und überwacht von der Antifa-Flagge eröffnen die Jungs ihr Set mit den Textzeilen „Ich wurde so geboren! Antifaschist für immer, für immer!“. Die Masse ist begeistert. Ab dem ersten Ton strömen alle von draußen in die Skatehalle und im Nu ist es vor der Bühne gleich viermal so voll als noch bei Guaia Guaia.

Das Münsteraner Publikum ist vollkommen auf Durchdrehen programmiert und feiert die Heidelberger ab dem ersten Ton frenetisch ab. Irie Révoltés geben sich abwechslungsreich und verbreiten mit ihrer bunten Musikmische extrem viel positive Energie und gute Laune, obgleich der sozialkritisch erhobene Zeigefinger gedanklich ununterbrochen gen Himmel gereckt bleibt.

Diskriminierung, Rassismus, Homophobie, Nazis, Terroristen. Es ist wahrlich nicht leicht, auf einem einzigen Konzert der Menge derart viele brennende Themen um die Ohren zu hauen und gleichzeitig noch für beste Stimmung zu sorgen. Den Irie Révoltés gelingt das hier jedoch spielend. Sie haben einfach genau das richtige Verhältnis aus politischer Message und Partystimmung im Gepäck. Dazu gehen sie auch herzallerliebst auf ihr Publikum ein. Als einer der beiden Frontmann-Brüder einen etwa 9-jährigen Jungen in der erste Reihe entdeckt, wird dieser kurzum auf die Bühne geholt. Der kleine Jeremy darf einen Song lang auf der Bühne mittanzen und bekommt noch etwas Nachhilfe bei den richtigen Moves. Am Ende klappt der Ska-Tanz schon sehr gut 😉

Nicht ganz zwei Stunden lang spielen sich die Heidelberger quer durch ihre Alben „Allez“, „Mouvement Mondial“ und „Voyage“. Als Haus-und-Hof-Band von Viva con Agua dürfen an diesem Abend der „Viva con Agua“-Song und die Becherjäger natürlich nicht fehlen. Heute sammelt hier mal nicht Skate Aid den Becherpfand ein, sondern das Original. Begleitet wird die Aktion von den üblichen linksgerichteten Parolen gegen die Polizei, den Kapitalismus und die Missachtung der Menschenrechte.

Die Irie Révoltés sind einfach eine Klasse für sich. Wenn man doch jetzt nur auch noch damals ordentlich im Französischunterricht aufgepasst hätte. So verstehen viele offensichtlich immer nur einen Bruchteil der ausgefeilten Lyrics, aber was soll‘s. Die Stimmung ist gut und die Jungs der Band stellen im Vorfeld mit ihren Ansagen immer sicher, dass auch wirklich jeder die Hauptbotschaft der Songs versteht. In die Höhe gereckte Fäuste, durch die Luft wirbelnde T-Shirts und begeisterte Sprechchöre. Man spürt regelrecht, wie das Publikum und Band an diesem Abend mit jeder Songzeile zu einem hochmotivierten Kollektiv verschmelzen. Man ist angestachelt und hat das Gefühl, man müsse jetzt sofort losmarschieren um für eine bessere Welt zu kämpfen. Auf der Stelle. Dank all der positiven Energie im Raum besteht noch mindestens für den Rest des Abends und auf der Heimfahrt die Hoffnung, auch wirklich etwas Großes verändern zu können.

Fotos: Karsten Rzehak – Danke! 

Konzerttipp: The Drowning Men im August auf Tour in Deutschland

Ich weiß, es ist gerade absolute Festival-Hochsaison, aber trotzdem möchte ich Euch diesen Sommer  noch eine Indoor-Tour ans Herz legen: The Drowning Men sind im August in Deutschland unterwegs und spielen unter anderem am 16. August im Münchner Strom – wie man auch unschwer auf dem Bild erkennen kann. Doch wer sind diese „ertrinkenden Männer“ überhaupt?

The Drowning Men sind eine Indierock Formation aus Oceanside in Kalifornien. Die Presseankündigung des Konzerts behauptet, dass man die fünf Herren mit all ihren Tattoos und Bärten auch problemlos für Dockarbeiter aus ihrer Heimatstadt halten könnte, aber solche Stereotypen will ich hier gar nicht erst auspacken. Dafür lasse ich mich viel lieber von ihrer Musik überzeugen. Die lässt sich am besten als eine Mischung aus lautem Indie-Rock mit leichtem Folk-Appeal und teils starken elektronischen Synthie-Einflüssen beschreiben. Für mich klingt das manchmal gar ein bisschen so, als ob The Soundtrack of our Lives sehr mit The Gaslight Anthem geflirtet hätten. Wer weiß, vielleicht haben sie das in Gedanken ja sogar?

Ihre Musik kommt auf jeden Fall gut an, so wie meistens, wenn eine Band offensichtlich mit ganzem Herzblut bei der Sache ist. Mit jedem Ton spürt man ein kleines Stückchen der Seele der Band, mit jedem Beat ihrer zwei Alben schwingt einem die Leidenschaft nahezu entgegen. Genauso soll es live zugehen, wenn man diversen Konzertberichten aus ihrer Heimat glaube darf. In den letzten Jahren durften sie dort neben vielen anderen schon Alkaline Trio und Flogging Molly supporten.

Im August wird ihre 2012er Platte All Of The Unknown nun auch in Deutschland veröffentlicht (kleine Hörprobe und Gratis Download: Siehe Soundcloud Link). Passend dazu sind die Herren im Sommer fleißig auf Promotour in Europa und beehren im August auch unsere Breitengrade. Zunächst als Support für den großartigen Chuck Ragan von Hot Water Music und danach für einige Headline-Shows und Festivalauftritte.

Wer gerne The Gaslight Anthem, Dave Hause, Chuck Ragan (oder all die anderen feinen Bands der Revival Tour) hört, dem seien auch The Drowning Men wärmstens empfohlen. Alle Tourdaten sowie Ticketinfos findet Ihr hier.

The Drowning Men in Deutschland und Co.

12. August – Bremen, Lagerhalle (Support für Chuck Ragan)
13. August – Berlin, Lido (Support für Chuck Ragan)
14. August – Hamburg, Fabrik (Support für Chuck Ragan)
15. August – Münster, Skaters Palace (Support für Chuck Ragan)

16. August – München Strom Linienclub
16. oder 18. August – Highfield Festival
17. August – Frequency Festival
20. August – Zürich, Hafenkneipe

21. August – Stuttgart, Stiftskirche (Support für Chuck Ragan)
22. August – Köln, Gebäude 9
23. August – Herford, Club X (X Fest)

Pirate Satellite Festival u.a. mit Bad Religion und Comeback Kid

Das liest sich fast wie eine Playliste meines alten iPods: Comeback Kid, The Flatliners, Bad Religion, Propagandhi, Turbonegro, …Trail of Dead. Diese wunderbaren Bands stehen zusammen mit einer Menge anderer großartiger Bands auf auf dem Line-Up des Pirate Satellite Festivals, welches vom 26. April bis 28. April im LKA Longhorn in Stuttgart stattfinden wird.

Das Indoor-Festival, dass sich, wie unschwer zu erkennen ist, vor allem der melodiösen Punk- und Hardcore-Richtung verschrieben hat, findet bereits zum zweiten Mal in dem Räumlichkeiten des Stuttgarter Kult-Clubs statt. Im vergangenen Jahr waren unter anderem Hot Water Music, Parkway Drive, Alkaline Trio, Gallows und Silverstein mit dabei. 2013 kommt gleich noch ein dritter Tag mit dazu, um den Besuchern ein breiteres musikalisches Spektrum bieten zu können.

Ein bisschen erinnert die Veranstaltung an das Münster Rock Festival, das zuletzt 2005 mit Bands wie Pennywise, Anti-Flag, Turbonegro, Mando Diao und Flogging Molly im Rahmen des Münster Monster Masterships in der Halle Münsterland stattfand. Obwohl wir noch nicht einmal die zweite Januar-Woche hinter uns haben, kann sich das Line-Up schon sehen lassen. Für den Freitag stehen bereits Comeback Kid in Originalbesetzung, H20, Backtrack und The Flatliners fest.

Als großer Headliner am Samstag sind die Punkurgesteine Bad Religion bestätigt, die sich unter anderem mit Propagandhi, Iron Chick, Shai Hulud und Gnarwolves die Bühne teilen werden.

Für den Sonntag haben sich ebenfalls schon Turbonegro, And you will know us by the Trail of Dead, The Riverboat Gamblers sowie Austin Lucas & Glossary angekündigt. Weitere Bands sollen im Frühjahr bekanntgegeben werden.

Tickets gibt es zum Teil schon im Vorverkauf. Während die 3-Tages-Tickets für 70 Euro noch auf ihren Startschuss warten, sind die Tagestickets (ab 25 Euro) und 2-Tages-Tickets für 49 Euro bereits zu haben. Wer nicht aus Stuttgart oder Umgebung kommt, kann für 15 Euro dort auch in einer Piratenkoje die Nacht verbringen.

Alle Infos zum Festival findet Ihr auf Facebook oder www.piratesatellite.de 

Hauptsache Dagegen – Anti-Flag liefern heiße Show in der Kleinen Freiheit

Osnabrück. Es ist heiß und stickig, die Luft in der ausverkauften kleinen Freiheit ist zum Schneiden dick. Geballte Fäuste und ausgestreckte Mittelfinger recken sich in enthusiastischer Protesthaltung gen holzvertäfelter Zimmerdecke, die Menge skandiert immer wieder „You’ve gotta die, gotta die, gotta die for your government, die for your country? That’s shit!“ Auf der Bühne steht die amerikanische Punkband Anti-Flag aus Pittsburgh, Pennsylvania und heizen in Hemd und Krawatte dem Osnabrücker Publikum ein.
Mit ihren politisch aufgeladenen Texten, rasend schnell bretternden Gitarrenriffs und wütenden Hooks gibt das Punk-Quartett rund um Frontmann Justin Sane ab der ersten Sekunde Vollgas und peitscht die Menge unweigerlich nach vorne. So sehr, dass nach dem ersten Song zahlreiche Fans aus den vordersten Reihen umgeschubst auf der Bühne liegen. Nach kurzer Ermahnung zur gegenseitigen Achtung geht es weiter – roh, laut, hart, aber dennoch auf ganz eigene Art freundschaftlich. Statt einer „Wall of Death“ fordern Anti-Flag „Wall of Hugs“ – statt wie üblich wild ineinander zu springen, umarmt sich die Menge auf Kommando.
Anti-Flag sind dem Band-Namen entsprechend so ziemlich gegen alles –gegen die Regierung, gegen die Polizei, gegen das System, aber auch gegen Rassismus, Sexismus und Homophobie. Justin Sane und seine Mannen werden während ihres schweißtreibenden, mit 18 Stücken vollgestopften 70-minütigen Sets nicht Müde, ihre Überzeugung immer wieder mit plakativen Parolen zu betonen. Der Masse gefällt das. Und so wird in der Zugabe besonders der sehnsüchtig erwartete Klassiker der Band „Die for the government“ noch einmal mit besonders viel Pogo und Crowdsurfing bedacht.