Schlagwort-Archive: Popsalon

Popsalon 7 – Der Freitag mit Musik, Schmäh und Ständchen im Shuttle

Tag 2 beim Popsalon 7. Er steht im Zeichen musikalischer Kontraste. Entspannte Töne von Anna Depenbusch und Gisbert zu Knyphausen im Haus der Jugend, Indie-Rock und Party mit Giant Rooks und Razz in der Lagerhalle und abgedrehter Wiener Schmäh in der Kleinen Freiheit. Popsalon 7 – Der Freitag mit Musik, Schmäh und Ständchen im Shuttle weiterlesen

Popsalon 7 – Der Donnerstag mit Meute und Compass

Es ist wieder Popsalon-Zeit in Osnabrück! Gestern startete die siebte Ausgabe des schönsten Club-Festivals der Stadt mit Compass, Meute, Oum Shatt und Julian Philipp David. Ich war mit Kamera und Insta-Stories am Start.  Popsalon 7 – Der Donnerstag mit Meute und Compass weiterlesen

Vorschau: Mein Festivalsommer 2017

Es ist Mitte April und damit steht der für mich der Start meiner persönlichen Festival-Saison unmittelbar bevor. Diese Woche geht es mit dem Popsalon los. Während auf der Liste wieder einige meiner „Stammfestivals“ stehen, habe ich dieses Jahr auch einige „Premieren“ in meinem Festival-Fahrplan vorgesehen.   Vorschau: Mein Festivalsommer 2017 weiterlesen

Popsalon 6: Der Samstag mit Kelvin Jones, Neufundland & Olympique

Ich hatte lange kein mehr so perfektes Wochenende wie gerade. Danke lieber Popsalon! Am Samstag ist ging es noch mal richtig nach vorn Kelvin Jones, Neufundland, Olympique, Jungle by Night und Feierei bis um 6 Uhr morgens. Popsalon 6: Der Samstag mit Kelvin Jones, Neufundland & Olympique weiterlesen

Popsalon 6 – Der Freitag mit Gloria, Motorama & TÜSN

Da ist er vorbei, der zweite Abend des 6. Popsalon in Osnabrück. Ich sitze hier mit präseniler Bettflucht um 7 Uhr morgens auf der Couch, ein hartnäckiger Ohrwurm von TÜSN sitzt neben mir, dazu läuft die frisch erstandene Kassette von Motorama und irgendwo schwirren auch noch die Geister von Gloria und Klaas Heufer-Umlauf durch meinen Kopf. Hallelujah, was für ein Abend! Popsalon 6 – Der Freitag mit Gloria, Motorama & TÜSN weiterlesen

Popsalon 6 – Der Donnerstag mit Beats und Schabernack

Endlich wieder Popsalon! Nach einem Jahr Pause ist gestern die Ausgabe Popsalon 6 des Osnabrücker Clubfestivals gestartet. The Lytics, OK KID und Schnipo Schranke haben mir gestern einen super Abend und einen tollen Start in die Festivalsaison beschert. Popsalon 6 – Der Donnerstag mit Beats und Schabernack weiterlesen

Popsalon 6: Ein paar Tipps fürs Clubfestival in Osnabrück

Der Popsalon ist zurück! Nachdem das Clubfestival in Osnabrück im vergangenen Jahr eine kleine Pause eingelegt hatte und ich meine Festivalsaison mehr oder weniger direkt mit dem Hurricane Festival beginnen musste, freue ich mich jetzt auf einen smoothen Einstieg direkt vor meiner Haustür. Vom 14. bis 16. April u.a. mit dabei: Kelvin Jones, OK Kid, TÜSN, Gloria, Ida Gard, Leyya, Motorama, Say Yes Dog und Neufundland. Popsalon 6: Ein paar Tipps fürs Clubfestival in Osnabrück weiterlesen

Popsalon 5 – I Heart Sharks springen kurzfristig für OK KID ein

Heute Abend startet die fünfte Ausgabe des Osnabrücker Popsalons. Das kleine Indie-Indoorfestival kann auch in diesem Jahr mit tollen Namen wie Max Prosa, James Heresy, Bilderbuch, Blaudzun, Ahyumjot, Marie, Marie, Messer, Go Go Berlin und einigen anderen aufwarten. Eigentlich hätten sich am morgigen Freitag auch die Newcomer von OK KID die Ehre geben sollen, jedoch mussten diese aufgrund einer Knieverletzung ihre komplette Tour im April absagen. Kurzfristig springen nun I Heart Sharks ein.
Popsalon 5 – I Heart Sharks springen kurzfristig für OK KID ein weiterlesen

Popsalon 4.0: Großes Finale mit Trümmer, We were promised Jetpacks und Laing

Der dritte und letzte Tag des diesjährigen Popsalon Festivals in Osnabrück steht an. Auch an diesem Abend ist das Line Up wieder eine hochkarätige Mischung aus Newcomern und bekannteren Indie- und Elektro-Acts: Trümmer, We were promised Jetpacks, Fuck Art Let’s Dance!, Frittenbude, Turboweekend, Laing, Cody und Robots don’t Sleep stehen auf dem Programm. Und wie am Tag zuvor stellt sich die Frage: Wen darf man auf keinen Fall verpassen?

Fast schon traditionsbewusst zieht es mich zu Beginn des Abends in die Lagerhalle. Hier eröffnen Trümmer heute den Abend. Die Band ist wohl mit Abstand die jüngste auf dem Festival, und das nicht nur aufgrund des Alters der Musiker. Gerade mal vor einem Jahr startete das Trio sein Band-Dasein und schaffte es mit seinen direkten, mit potenziellen Häuserwand-Slogans vollgestopften Texten prompt auf das Cover des SPEX-Magazins. So erzählt zumindest die Beschreibung im Programmheft. Da eine Freundin und ich direkt im Anschluss sowieso We were Promised Jetpacks sehen wollen, können wir uns diesen Festivalgeheimtipp ja auch mal antun.

Eine gute Entscheidung! Trümmer entpuppen sich als großartiges Warm-Up. Mit jeder Menge Energie und Leidenschaft hauen sie ihre Nummern raus, nicht immer ganz sauber, aber irgendwie passt das zu ihrer Band Attitüde. Die Stimme des Sängers erinnert mich manchmal ein kleines bisschen an eine Mischung aus Madsen und Angelika Express, die sich mit Achtziger-Punkbands und NDW vereint. Irgendwie schon ganz cool und schade, dass sie nur eine gute halbe Stunde lang spielen. Die Jungs sollte man im Auge behalten.

Nach Trümmer dann kurzes Warten auf We were Promised Jetpacks. Die Schotten hätten eigentlich schon vor zwei Jahren beim Popsalon spielen sollen, hatten dann jedoch kurzfristig wieder abgesagt. Umso größer ist heute Abend die Vorfreude in der Lagerhalle. Gestandene junge Männer drängeln sich in der ersten Reihe um den Auftritt ihrer musikalischen Helden so intensiv wie möglich mitzuerleben. Und dann geht es auch schon los. Zwischen dicken Schwaden aus Trockeneisnebel und dunkelbunten Lichtern betreten die vier Herren von der Insel beinahe feierlich die Bühne. Während die meisten Augen erwartungsvoll an Frontmann Adam Thompson kleben, entgeht vielen zunächst der geradezu unglaubliche Einsatz von Gitarrist Michael Palmer. Dieser wirbelt herum und windet sich wild am linken Bühnenrand, während er mit atemberaubender Geschwindigkeit die Saiten seiner E-Gitarre beschrabbelt. Fast verliebt bearbeitet er dabei auch noch mit den Händen sein Effekt-Board, was seiner Klampfe regelrecht psychedelische Klänge entlockt. Dann endlich setzt auch Sänger Adam mit seiner fesselnden Stimme ein und begeistert ab dem ersten Ton. Zusammen rockt sich die Band gut eineinhalb Stunden lang durch ihre Diskografie. Schnelle Tanznummern wechseln sich mit längeren Instrumentalpassagen ab, in denen alle Jungs noch mal zeigen, was sie an ihren Instrumenten so drauf haben. Nämlich Einiges. Und während es sonst doch eher die Fanmädchen sind, die ihren Lieblingsbands bei Konzerten mit allerlei „Showeinlagen“ begegnen, sind es hier die Männer: Bei einer ruhigeren Nummer pustet ein Kerl in der fünften Reihe, Typ Mittzwanziger mit Hornbrille und 4-Wochen-Bart, verträumt Seifenblasen durch den Raum.

Nach dieser gut 90-minütigen Indie-Rockeinlage mit vollem Körpereinsatz in der dritten Reihe fühle ich mich ein bisschen so, als ob ein Versprecher meiner Begleitung wahr werden könnte: We were promised Jetlags. Egal, das gehört einfach dazu. Also ab in den Shuttlebus und auf zur Kleinen Freiheit. Hier soll gleich das Mädchen-Elektropop-Kollektiv Laing auftreten, das durch seinen Song „Morgens immer müde“ bekannt geworden ist. Anscheinend erwartet man ein sehr volles Haus: sämtliche Sitzgelegenheiten, die sonst die Tanzfläche der ehemaligen Kantine säumen, sind weggeräumt worden.

Auf der Bühne stehen drei hohe Mikroständer, an denen jeweils eine altmodische Schreibtischlampe montiert ist. Als die vier Damen schließlich hinter weißen Masken versteckt ihr Set beginnen, werden sie nur von den kleinen Lampen angestrahlt. Der Effekt ist nur ein kleiner Teil der sehr minimalistisch gehaltenen, aber dennoch extrem wirkungsvollen Bühnenshow. Dazu perfekter Gesang, perfekte Choreographie. Perfekte… Ja, eigentlich ist das schon fast hochtrabende Kunst, was dort vorne gerade vor sich geht. Doch obwohl, oder vielleicht gerade weil eigentlich alles so perfekt ist, will Laing irgendwie nicht so recht in die Kleine Freiheit passen. Die Show gehört auf eine größere Bühne, man müsste sehen können, was dort geschieht. So sehen die meisten davon nicht allzu viel und müssen mit den minimalen Beats und anspruchsvollen Harmonien allein zurecht kommen. Ohne die visuelle Stimulation ist mir die Musik von Laing eine Spur zu minimal und zu so später Stunde auf Dauer doch etwas zu anstrengend. Meiner Begleitung geht es ähnlich und so hüpfen wir noch schnell in das letzte Shuttle zurück zum Glanz und Gloria, wo sich schon eine Schlange für die Aftershowparty gebildet hat. Bei dem Anblick trifft uns beide leider doch schlagartig der We were promised Jetpacks-Jetlag, und so geht es für uns doch lieber nach Hause als auf die Tanzfläche. (Ja, ich werde alt;-))

Insgesamt hat sich der vierte Popsalon wieder einmal als großartige Entdeckungstour entpuppt. Die tolle Organisation, das klasse Publikum und die überaus angenehme Atmosphäre machen das Festival zu einem echten Muss für Musikliebhaber der Region, die sich auch gerne mal überraschen lassen und auf neue Acts gespannt sind. Ich bin es auf jeden Fall und freue mich schon auf das nächste Jahr.

Popsalon 4.0: Zweiter Tag mit Luca, Käptn Peng und Cosmo Jarvis

Es ist der zweite Abend des Popsalon Festivals in Osnabrück und schon steht man vor schwerwiegenden Entscheidungen: Besucht man die  kulturell wertvolle Schweizerin Sophie Hunger in der Lagerhalle oder tanzt zusammen mit Käptn Peng und den Tentakeln von Delphi im Haus der Jugend? Oder gibt man sich vielleicht doch lieber die volle Dröhnung Indie-Elektro mit Sizarr in der kleinen Freiheit? Und falls man doch noch etwas von Thomas Azier im Glanz & Gloria sehen will, schafft man es dann rechtzeitig zurück zum Güterbahnhof, um mit der isländischen Pop Band Retro Stefson zu feiern? Aber wie bekomme ich dann gleichzeitig auch noch den Gig von Cosmo Jarvis im Glanz & Gloria unter? Fragen über Fragen, die sich im Laufe des Abends nur spontan beantworten ließen.

Die Wahl für den ersten Act des Abends fällt leicht, denn schließlich überschneidet sich hier noch nichts. So höre ich dann die ersten Töne des Abends in der Lagerhalle. Singer-Songschreiberin Luca, Osnabrücker Lokalmatadorin und Lieblingskünstlerin der hiesigen Lokalpresse, darf den Abend pünktlich eröffnen und hier eine gute halbe Stunde lang ihre Songs zum besten geben. Die ersten drei Songs verpasse ich auch prompt. Da habe ich mich wohl zu sehr auf die typische Viertelstunde Rockstar-Verspätung verlassen. So gibt es für mich zur Strafe an diesem Abend eben keine Fotos von Luca.

Begleitet von einer Cellistin und einem netten jungen Mann an der Akustikgitarre, singt sich die junge Künstlerin vor gut gefülltem Haus durch ihr Programm aus melancholischen Songs über (verlorene) Liebe und eine (hoffentlich irgendwann) bessere Welt. Obwohl Lucas Stimme recht schön klingt und die musikalischen Arrangements auf der Bühne recht ausgefeilt und sehr durchdacht wirken, will der Funke irgendwie nicht so recht überspringen. Im Vergleich zu den Bands des Vorabends singt Luca unglaublich leise. Fast wirkt es so, als ob sie sich hinter ihrer Gitarre verstecken möchte. An ihrer Bühnenpräsenz muss die junge Dame mit dem wuscheligen Kurzhaarschnitt noch arbeiten. Einige Songs klingen, als ob sie sich im Soundtrack eines Independent-Films oder einer amerikanischen TV-Serie gut machen könnten. Alle auf einmal hintereinander live sind für mich eine Spur zu viel Pathos und die englischen Texte klingen auch irgendwie ein wenig zu gewollt. Aber jeder verdient eine zweite Chance, vielleicht reißt sie mich ja beim nächsten Mal unerwartet vom Hocker.

Nach diesem leisen Einstieg brauche ich Lautstärke. Meine Entscheidung steht fest, als nächstes geht es weiter zu Käptn Peng & die Tentakel von Delphi ins Haus der Jugend. Ein ganz kleines schlechtes Gewissen habe ich zwar, weil mich Sophie Hunger eigentlich auch sehr interessiert. Doch zum ersten habe ich mich vor ein paar Wochen in den Song „Sie mögen sich“ vom Käptn verliebt und zweitens erfahre ich dann auch noch, dass Sophie Hunger im November wieder nach Osnabrück in den Rosenhof kommen wird. Das schlechte Gewissen kann also getrost den Mund halten.

Offensichtlich bin ich nicht die einzige, die sich innerlich wie ein kleines Kind auf Käptn Peng freut. Vor dem Haus der Jugend stehen schon jede Menge Leute, die sich gegenseitig voller Vorfreude von den großartigen Peng-Texten vorschwärmen. Im Gegensatz zu Luca gilt im Haus der Jugend noch die Rockstar-Verspätungsregel. Mit fast einer halben Stunde Verzögerung startet Meister Peng, zusammen mit seinen Delphi Tentakeln, hinter kuriosen Masken versteckt das Reime-Gewitter. Wortwitz, Ironie, Sarkasmus, Gesellschaftskritik, Party Nonsens, Freestyle. Es ist fast so als ob bester Neunziger-Hiphop plötzlich mit dem 21. Jahrhundert verschmelzen und Fischmob zusammen mit Fettes Brot auf der Bühne ein uneheliches Kind zeugen würden. Oder so irgendwie in der Art. Ein bisschen ist da sogar was dran, denn zumindest feiert das Kollektiv an diesem Abend auf der Bühne tatsächlich die Geburt, oder vielmehr den Release Day, des neuesten Peng-Albums „Expedition ins O“.  Davon finden sich dann auch gleich jede Menge Songs auf der Setliste, aber auch jede Menge ältere Sachen sind dabei. Ein Teil des Publikums zeigt sich erstaunlich textsicher und feiert jede Zeile, als ob Gold daran hängen würde.

Über zwei Stunden mimt Käptn Peng den Party-Kondukteur und bringt die Bude mit seiner  einnehmenden Art ordentlich zum Kochen. Ich bin dabei immer wieder von seiner Tentakel-Band fasziniert – fast alle Beats werden live auf der Bühne gebaut, und das meist mit sehr ungewöhnlichen Mitteln. Statt eines klassischen Drumkits drischt Shaban unter anderem auf Baustellenwannen ein, sein Kollege nutzt ein schier endloses Sammelsurium aus Küchenutensilien und Haushaltswaren als Schlagwerk. Dazu E-Gitarre und ein waschechter Kontrabass. Großartig! Gegen 23 Uhr bekomme ich plötzlich eine SMS von einem meiner alten Kollegen aus der Kulturredaktion, den es nach dem Gig von Sophie Hunger auch noch ins Haus der Jugend gezogen hat. „Käptn Peng ist ja Robert Gwisdek!“ steht da auf meinem Display. Ich bin kurz ratlos, doch die Auflösung kommt prompt: Schauspieler Robert Gwisdek. Ich hatte mich schon zwischendurch gefragt, warum ich mir ein wenig wie in einem Live Hörspiel vorkam. Aber ich bin nunmal was Filme angeht eine absolute Niete, die Namen von Schauspielern und deren Gesichter konnte ich mir noch nie merken. Mein ehemaliger Kollege ist das großartige Gegenteil. Ich habe offensichtlich Nachholbedarf – und an diesem Abend noch was Neues gelernt.

Ich bin von der ganzen Darbietung derart eingenommen, dass ich mich nicht pünktlich auf den Weg zum Glanz & Gloria mache, um dort ab 23.30 Uhr Cosmo Jarvis zu sehen (für die anderen Gigs habe ich dank zeitlicher Verschiebung eh keine Chance mehr), sondern lieber auch noch die letzte Zugabe mitnehme und nach der Show sogar noch ein T-Shirt kaufe. Erst danach schleppe ich mich und meinen Kamerarucksack zum alten Kreishaus. Ganz schön voll ist es dort und wie erwartet hat Cosmo Jarvis sein Set bereits begonnen. Also schon wieder keine Fotos (zur Erklärung: Man darf immer nur die ersten drei Songs fotografieren). Dafür stelle ich mich gemütlich an die Bar und genieße die Musik.

Auf den ersten Blick wirkt Jarvis wie einer, der auch mal gerne ein bisschen R&B singt, doch wer diese Musik erwartet, wird von dem Engländer ziemlich überrascht. So einfach lässt sich der Singer-Songwriter, der auch als Filmemacher agiert, nämlich in keine Schublade stecken lassen. Feinster, facettenreicher Indie- und handgemachter Alternative Sound steht da auf dem Programm. Soul-Einflüsse mischen sich mit Punk-Fragmenten, Reggae trifft auf Rock’n’Roll, unterschwellige Folk und Country-Elemente. Irgendwo flirtet Jason Mraz mit Lenny Kravitz, Aerosmith und den Dropkick Murphys, mit Kid Rock, Phantom Planet und den Beatles. Und doch ist es „nur“ Cosmo Jarvis. Selten habe ich einen Musiker mit seiner Band gesehen, dem die Symbiose aus all diesen Genres derart flüssig und leichtfüßig gelingt. Dazu kommt eine unglaubliche Energie und Bühnenpräsenz, die ich gerne noch mal aus der Nähe erleben würde. Jetzt bin ich aber zu müde, um mich samt riesigem Rucksack noch nach vorne zu drängeln. Beim nächsten Mal. Ich mache dann schon mal einen mentalen Vermerk auf meiner „Must see next“-Liste. Cosmo Jarvis steht ganz weit oben.