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Fazit: Olympianominierung fürs Hurricane Swimteam – Hurricane Festival 2016

Ganz offiziell: Ich nominiere hiermit das Hurricane Swim Team 2016 für die nächsten Olympischen Festivalspiele. Nachdem das LEISE/laut U-Boot nun aus dem Matsch der Scheeßeler Seenplatte wieder aufgetaucht ist, kann ich jetzt endlich für Euch meine Eindrücke vom 20. Hurricane Festival zusammenfassen. Vorab: Trotz aller Wettereskapaden, Programmausfälle und Schlammlawinen war das Hurricane Festival 2016 auf seine ganz eigene Art eines der für mich schönsten und erinnerungswürdigsten Festivals, auf dem ich in den letzten 15 Jahren war.  Fazit: Olympianominierung fürs Hurricane Swimteam – Hurricane Festival 2016 weiterlesen

Technikteufel beim Parklichter Open Air in Bad Oeynhausen

Ein Wochenende ohne Musik? Undenkbar. Deshalb ging es in aller letzter Minute doch noch nach Bad Oeynhausen zum Parklichter Open Air. Am Freitag Abend sollten hier Extrabreit, Curse, Die Happy, Revolverheld und MIA. den Kurpark zum Beben bringen. Vor der idyllischen Kulisse alter Badehäuser und Kuranlagen hatten sich deshalb grob geschätzt etwa 2500 Leute eingefunden. Ob diese jedoch alle musikalisch wirklich auf ihre Kosten gekommen sind, bleibt fraglich.

Zunächst der Schock für viele angereiste Fans: Die Happy mussten den Gig kurzfristig absagen. Grund hierfür war eine Sehnenscheidenentzündung bei Gitarrist Thorsten. So eröffnen statt der Hamburger Band um Frontfrau Marta heute Extrabreit den Reigen. Die Herren verbreiten ordentlich Stimmung und die meisten Anwesenden scheint der Soundbrei, der da erbarmungslos aus den Boxen quillt, nicht im Geringsten zu stören. Man feiert munter zu „Hurrah, die Schule brennt!“ oder „Flieger“. Das Publikum ist zufrieden.
Direkt im Anschluss übernimmt Curse die gut vorgeheizte Menge. Der Mindener lädt den Kurpark 45 Minuten lang auf einen Kurzurlaub ins HipHop-Land ein, was sich die Bad Oeynhausener nicht zweimal sagen lassen, und sofort bouncen und grooven was das Zeug hält. Der Sound ist jetzt gut, dafür macht Curse‘ Stimme schon nach dem dritten oder vierten Lied schlappt. Ein Wodka wird als Wunderheilmittel eingesetzt. Die Ölung scheint seinen Dienst getan zu haben, jedenfalls gibt es keine weiteren unangenehmen Zwischenfälle.
Die häufen sich dann dafür bei Revolverheld. Erst will der Bass nicht, dann Soundbrei. Als dieser behoben ist, geben beide Akustikgitarren, die Herzstücke der Sommerballade „Mit dir Chilln“, komplett den Geist auf. Die Version aus nur Gesang, Schlagzeug und Bass klingt gar nicht mal so gut, und so droht die anfänglich gute Stimmung im Publikum merklich zu kippen. Die fünf Hanseaten haben es so wahrlich nicht leicht, die Menge bei Laune zu halten und wieder auf ihre Seite zu ziehen. Dazu bleibt ihnen mit insgesamt nur 11 Songs auch kaum Zeit. Schade, denn das kurze Set war eigentlich absolut auf Party ausgelegt, so dass auch ein Nicht-Fan hier ordentlich auf seine Kosten gekommen wäre. Der Technikteufel hatte wohl noch Spielschulden.
Um das ganze Drama dann aber wett zu machen, waren ja MIA. noch am Start. Ohne irgendwelche größeren Pannen, Patzer und Probleme enterten sie die Bühne und brachten den Kurpark unter anderem mit einer fulminanten Lichtshow zum Kochen. Mit all ihren großen Hits bilden die Berliner einen sehr schönen Abschluss zu einem doch recht durchwachsenen Festival.
Es wäre schön, wenn der Technikteufel im nächsten Jahr einfach mal Urlaub machen könnte.

Rock im Freizeitpark – Belantis Summer Opening 2009

Langsam und tiefrot geht an diesem Samstag Abend in Leipzig die Sonne unter und taucht den Belantis Park in ein gerade zu romantisches Licht. Doch mit Romantik war hier nicht viel – es sollte gefeiert werden was das Zeug hält.

Über 30 Live-Acts und DJs verirrten sich vorgestern in den Park und zeigten, was sie auf der Bühne und an den Turntables so drauf haben. Darunter waren unter anderem die Glitterboys, Northern Lite, Boogie Pimps, sowie als Live-Highlights Sono und Revolverheld.

Sono heizten den Besuchern auf der Live-Bühne am Schlossplatz mit ihren heißen Dancebeats ordentlich ein und sorgten dafür, dass die Muskeln für das anstehende Set von Revolverheld schon mal ordentlich aufgewärmt waren. Die Nacht war doch sehr kalt und so nahmen die Zuschauer die Gelegenheit zum Warmhüpfen doch dankend an. Kaum enterten die 5 Hamburger Jungs die Bühne, wurde gerockt was der Körper her gab. Bestens gelaunt fegten sie über 70 Minuten über die Bretter und feierten vor großer Kulisse mit den Leipzigern eine wilde Party. Das musste auch die Hose von Sänger Johannes zu spüren bekommen: diese gab nämlich bereits am Anfang den Geist auf, so dass es laut Tourtagebuch doch sehr luftig untenrum wurde. Aber wen stört das schon. Rock n Roll!

Insgesamt feierten über 10000 Leute den anstehenden Sommeranfang und tanzten sich auf 7 Dancefloors bis in die frühen Morgenstunden im ganzen Park die Seele aus dem Leib. Wer vom Tanzen genug hatte oder eine Pause brauchte, konnte bis 4 Uhr morgens sämtliche Fahrgeschäfte ausprobieren und sich in der Achterbahn vom Fahrtwind die Frisur zerwuscheln lassen. Die letzten Partywütigen wurden gegen 6 Uhr aus dem Park gekehrt. Ein gelunges Event, das man für kommende Jahre sicher im Hinterkopf behalten sollte.