Schlagwort-Archive: Münster

Revolverheld in Münster – Bildergalerie

Wieso ist eigentlich schon wieder Ende Juli? Liebe Menschen, der Sommer läuft mir vor lauter Arbeit davon und irgendwie komme ich gerade zu nichts. Dabei habe ich doch noch einen riesigen Stapel Fotos, die ich Euch zeigen will. Vor eineinhalb Wochen habe ich die lieben Herren Revolverheld bei ihrem Konzert in Münster besucht und den Abend auf meine Speicherkarten gebannt.  Revolverheld in Münster – Bildergalerie weiterlesen

Wanda im Adventskalender Türchen 20 – Gewinnt 1×2 Tickets!

Für viele meiner Freunde ist Wanda gerade der beste heiße Scheiß. Und für viele von Euch doch sicher auch, oder? Deshalb verstecken sich heute hinter Türchen 20 vom LEISE/laut Adventskalender wunderschöne Gästelistenplätze. Wanda im Adventskalender Türchen 20 – Gewinnt 1×2 Tickets! weiterlesen

Regen in Münster: Alternative Benefiz-Show u.a. mit Anti-Flag, Radio Havanna & Mr. Irish Bastard

Vor gut zwei Wochen sind ganze Stadtteile von Münster nach einem schweren Unwetter regelrecht abgesoffen. Zwei Menschen starben, hunderte weitere verloren ihr gesamtes Hab und Gut. Um den Menschen in ihrer Not zu helfen, haben sich nun viele lokale Konzertveranstalter mit dem Münsteraner Label Uncle M zusammengetan und ganz spontan das alternative Benefiz-Konzert „REGEN IN MÜNSTER“ auf die Beine gestellt. Am 14. August 2014 spielen Anti-Flag, Mr. Irish Bastard, Radio Havanna und Smile And Burn in der Sputnikhalle Münster für den guten Zweck. Regen in Münster: Alternative Benefiz-Show u.a. mit Anti-Flag, Radio Havanna & Mr. Irish Bastard weiterlesen

Monday Madness: Chuck Ragan – Live at Skater’s Palace

In Ermangelung eines richtig guten, neuen Musikvideos, brechen wir heute mit unserer Monday Madness-Tradition und empfehlen hier ausnahmsweise stellvertretend mal ein Live-Album. Hot Water Music-Frontmann Chuck Ragan veröffentlicht am 31. Januar 2014 seine Doppel-LP Live at Skater’s Palace. Wir haben schon mal reingehört… und ihr könnt das hier auch. Jedenfalls ein bisschen.
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Irie Révoltés mit guter Laune und politischem Zeigefinger im Skaters Palace Münster

Am vergangenen Dienstag war ich für den Terrorverlag in Münster beim Konzert von Irie Révoltés und Guaia Guaia im Skaters Palace. Hier ist der Bericht für Euch.

„A! Anti! Anticapitalista!“ schallte es am Dienstag, 1. Oktober, immer wieder durch den Skaters Palace in Münster. Die Irie Révoltés aus Heidelberg waren zu Gast und verbreiteten mit bester Laune und musikalischer Energie ihre Message gegen Faschismus, Rassismus und Homophobie, dafür für Respekt, Nächstenliebe und die Einhaltung der Menschenrechte.

Guaia Guaia 

Bevor die neunköpfige Band jedoch den gut 350 Leuten im Palast mit ihrer wilden Mischung aus frankophilem Ska, Dancehall, Reggae, HipHop und Punk so richtig einheizt, ist erst einmal das ehemalige Straßenmusiker-Duo Guaia Guaia an der Reihe. Es ist schon ein etwas ungleiches Paar, was sich da auf der Bühne an Posaune und Gitarre sowie an deutschen Raptexten und etwas schiefem Gesang verdingt. War ihr Auftritt für Mecklenburg Vorpommern beim Bundesvision Songcontest eine Woche zuvor bereits als „eigenwillig“ betitelt worden, so steht der Auftritt in Münster diesem Urteil in keinster Weise nach.

Elias Gottstein und Carl Luis Zielke singen gemeinsam schräge Songs über das Tanzen, Analphabetismus und das Pfandflaschenbusiness, die größtenteils in stampfende Elektrobeats vom Band, Posaunenlicks, Gitarrenriffs, schiefe Hooks und sozialkritische Raps verpackt sind. Das Ganze versprüht streckenweise einen leicht düsteren Kinderlieder-Charme und man weiß teilweise nicht so recht, ob man gerade einem gruseligen Comedy-Duo auf Drogen oder einem sehr durchgeknallten Impro-Theaterstück lauscht. Interessant. Da wird das Haus gegen Rassismus geputzt und gemeinsam mit dem verbliebenen Publikum zum Supermarktgott gebetet. Die beiden Herren haben definitiv eine Message. Es geht um Revolution. Und um Terroristen. Mit letzteren haben sie scheinbar so einige Geschichten erlebt, denn sie kommen mindestens in jedem zweieinhalbsten Song vor.

Die Menge ist von dieser Darbietung sichtlich gespalten. Ein Teil ist hellauf begeistert und folgt brav jeder Animationsanweisung von der Bühne. Ein anderer Teil weiß dagegen nicht so recht, ob es schockiert oder einfach nur desinteressiert da stehen soll. Der Rest sitzt im Café oder draußen und wartet lieber im Stillen auf den Auftritt von Irie Révoltés.

Irie Révoltés

Um 21.25 Uhr ist es dann endlich soweit. Im Skaters Palace ist es stockdunkel. Auf der Bühne erkennt man schemenhaft die Silhouetten der neun Bandmitglieder, die mit Taschenlampen die Suchscheinwerfer der Polizei imitieren. Allesamt haben die Kapuzen ihrer schwarzen Hoodies tief ins Gesicht gezogen. Im dunklen schwarz-weiß-roten Nebellicht und überwacht von der Antifa-Flagge eröffnen die Jungs ihr Set mit den Textzeilen „Ich wurde so geboren! Antifaschist für immer, für immer!“. Die Masse ist begeistert. Ab dem ersten Ton strömen alle von draußen in die Skatehalle und im Nu ist es vor der Bühne gleich viermal so voll als noch bei Guaia Guaia.

Das Münsteraner Publikum ist vollkommen auf Durchdrehen programmiert und feiert die Heidelberger ab dem ersten Ton frenetisch ab. Irie Révoltés geben sich abwechslungsreich und verbreiten mit ihrer bunten Musikmische extrem viel positive Energie und gute Laune, obgleich der sozialkritisch erhobene Zeigefinger gedanklich ununterbrochen gen Himmel gereckt bleibt.

Diskriminierung, Rassismus, Homophobie, Nazis, Terroristen. Es ist wahrlich nicht leicht, auf einem einzigen Konzert der Menge derart viele brennende Themen um die Ohren zu hauen und gleichzeitig noch für beste Stimmung zu sorgen. Den Irie Révoltés gelingt das hier jedoch spielend. Sie haben einfach genau das richtige Verhältnis aus politischer Message und Partystimmung im Gepäck. Dazu gehen sie auch herzallerliebst auf ihr Publikum ein. Als einer der beiden Frontmann-Brüder einen etwa 9-jährigen Jungen in der erste Reihe entdeckt, wird dieser kurzum auf die Bühne geholt. Der kleine Jeremy darf einen Song lang auf der Bühne mittanzen und bekommt noch etwas Nachhilfe bei den richtigen Moves. Am Ende klappt der Ska-Tanz schon sehr gut 😉

Nicht ganz zwei Stunden lang spielen sich die Heidelberger quer durch ihre Alben „Allez“, „Mouvement Mondial“ und „Voyage“. Als Haus-und-Hof-Band von Viva con Agua dürfen an diesem Abend der „Viva con Agua“-Song und die Becherjäger natürlich nicht fehlen. Heute sammelt hier mal nicht Skate Aid den Becherpfand ein, sondern das Original. Begleitet wird die Aktion von den üblichen linksgerichteten Parolen gegen die Polizei, den Kapitalismus und die Missachtung der Menschenrechte.

Die Irie Révoltés sind einfach eine Klasse für sich. Wenn man doch jetzt nur auch noch damals ordentlich im Französischunterricht aufgepasst hätte. So verstehen viele offensichtlich immer nur einen Bruchteil der ausgefeilten Lyrics, aber was soll‘s. Die Stimmung ist gut und die Jungs der Band stellen im Vorfeld mit ihren Ansagen immer sicher, dass auch wirklich jeder die Hauptbotschaft der Songs versteht. In die Höhe gereckte Fäuste, durch die Luft wirbelnde T-Shirts und begeisterte Sprechchöre. Man spürt regelrecht, wie das Publikum und Band an diesem Abend mit jeder Songzeile zu einem hochmotivierten Kollektiv verschmelzen. Man ist angestachelt und hat das Gefühl, man müsse jetzt sofort losmarschieren um für eine bessere Welt zu kämpfen. Auf der Stelle. Dank all der positiven Energie im Raum besteht noch mindestens für den Rest des Abends und auf der Heimfahrt die Hoffnung, auch wirklich etwas Großes verändern zu können.

Fotos: Karsten Rzehak – Danke! 

Genialer Wahnsinn: Bonaparte im Skater’s Palace in Münster

Glitzer, Kunstblut, nackte Haut, Clowns und Tierkostüme. Am Montag, 15. April, war die Berliner Visual Art Punkband Bonaparte im Skater’s Palace in Münster zu Gast. Mit seiner Mischung aus konsequenter, optischer Provokation, plakativen Texten und rockbaren Elektrosounds trieb das Band-Kollektiv das Publikum in der Skatehalle in den Ausnahmezustand.

Ich hatte ehrlich gesagt keine richtige Vorstellung, worauf ich mich bei diesem Konzert einlassen würde. Bis auf ein paar sehr bunte Show-Ausschnitte auf Youtube und ein paar Songs vom Feiern kannte ich kaum etwas von der Band. Zumindest nicht bewusst. Aber wie ich jetzt auch hier im Blog schon mehrfach geschrieben habe, sind die Konzerte, zu denen man ohne große Vorahnungen und Erwartungen geht, doch meistens die besten. Und so sollte es auch wieder an diesem Abend werden.

Eigentlich sind Bonaparte gerade in Frankreich und Spanien auf großer Tour, sind aber extra für zwei (Nachhol-)Shows zurück nach Deutschland gekommen. Ohne Support geht es gegen 20.30 Uhr gleich in die Vollen. Kunterbunte, opulente Kostüme, viel Theaterschminke und Bassgewitter – Bonaparte zieht die Menge sofort in ihren Bann und spielt auf zum Durchdrehen. Manchmal komme ich mir ein bisschen so vor, als ob man vor meinen Augen eine Turbonegro-Show mit der durchgeknallten Freakshow eines Wanderzirkus auf LSD gekreuzt hätte. Gut 600 Augenpaare kleben fest an den verkleideten Menschen, die mit ihren Acts mal verzaubern, mal verstören.


Bonaparte spielen konsequent mit Tabus, Klischees und Grenzen, mischen Glitzer und Kunstblut, nackte Brüste mit Regenbögen und Farbeimern, stilisierte Babys mit Krieg und Bananen mit extrem knappen Röcken und dunkel geschminkten Augenhöhlen. Man weiß teilweise gar nicht, wo man zuerst hinsehen soll. Kaum hat man sich an ein Bild gewöhnt, flüchtet die Gestalt schon wieder und ein neues Wesen betritt die Bühne. Ich schwanke emotional fast minütlich zwischen Faszination und Verstörung und Partyalarm. Beinahe den ganzen Abend über bleibt mir schleierhaft, wie viele unterschiedliche Menschen da eigentlich unterwegs sind. Obwohl, es sind ja gar keine Menschen, wie sie in einem Song behaupten.

Dieses Show muss wohl eines der ersten Konzerte für mich sein, bei dem ich nur bedingt auf die Musik achte und mich lieber dem Gesamteindruck hingebe. So finde ich erst im Nachhinein heraus, dass Bonaparte an diesem Abend beinahe das komplette aktuelle Album „Sorry, we are open“ gespielt haben. Über zwei Stunden lang ziehen sie ihre Mischung aus Konzert und Freakshow durch, spielen Song auf Song, auch von den älteren Alben, und kommen für gleich für zwei Zugabenblöcke wieder zurück auf die Bühne, weil die Masse einfach nicht genug von diesem genialen Wahnsinn bekommen kann.


Vielen lieben Dank an Karsten Rzehak für die tollen Fotos!

Impressionen vom Donots Grand Münster Slam 2012

Bier, Knicklichter, gerührte Fans. Am vergangenen Samstag zog es mich mit zwei wackeren Fotografen nach Münster zum Donots Grand Münster Slam 2012. Im Vorprogramm mit dabei Itchy Poopzkid und Frank Turner. Die Itchys, ja, die waren die Itchys. Wie immer sehr gut, aber mitgerissen haben sie mich auch nach über fünf Jahren nicht so richtig. Frank Turner dagegen war reinster Zucker und im Nachhinein ärgere ich mich nun noch mehr, dass ich ihn in den letzten Jahren auf jedem Festival grundsätzlich verpasst habe. So ähnlich wie Nada Surf, aber das ist eine andere Geschichte.

Ich möchte hier auch gerade gar nicht den xten Konzertbericht zum Grand Münster Slam verfassen. Es war grandios, gar keine Frage. Stattdessen möchte ich hier viel lieber drei kleine, m.E. nicht perfekte (sorry!) Videos von meinen drei Lieblingsmomenten zeigen. Den vierten konnte ich leider nicht festhalten, da ich mitten drin war, im riesigen Circle Pit. Nichtsdestotrotz, here we go!

Knicklichter, Knicklichter, Knicklichter

Mein erster Lieblingsmoment: Der Knicklichtsturm. Was Coldplay kann, können die Donots schon lange. So ähnlich jedenfalls 😉 Kunterbunt und wunderschön. Gänsehaut.

Ihr Kinderlein kommet

Und während sich der Knicklichtregen so stark über die Bühne ergießt, dass die Band nicht mehr weiterspielen kann, stimmt man einfach Weihnachtslieder an. „Dem Jesus seine Lieder sind nicht meine Lieder!“ – Und der Dativ ist immer noch dem Genitiv sein Tod 😉

Circle Pit Extrem – Bitte einmal ums FOH herum! 

Ich habe schon in einigen großen Circle Pits gesteckt. Nicht immer bin ich heile wieder rausgekommen. (Grüße an No Use for a Name und Less than Jake zum Beispiel 😉 ). Dieses Circle Pit dagegen war anders: quer durch die ganze Halle und immer schön ums FOH herum. Großartig. Dieses Video habe ich mir bei Youtube ausgeliehen.

Zugabe mit Tränchen

Bei so einer Zugabe möchte man noch einmal 13 sein. Ingo Donot singt den ersten Teil der Zugabe mit Akustik-Begleitung von der Tribüne aus. Rechts von ihm steht ein kleines Mädchen, dass offensichtlich ihr Glück kaum fassen kann, so nah neben ihrem Helden zu stehen. Erst grinst sie nur ungläubig, fängt dann irgendwann an zu zittern und als Ingo der kleinen den Kopf tätschelt, ist der Nervenzusammenbruch nicht mehr fern. Noch Minuten nachdem sich die beiden Donots-Herren wieder zurück zu den Kollegen auf die Bühne begeben haben, zittert sie immer noch wie Espenlaub und es laufen ihr immer noch freudige Tränen der absoluten Fassungslosigkeit übers Gesicht.

Insgesamt war das Donots Grand Münster Slam 2012 ein großartiges Ding. Ich freue mich unglaublich, dass ich auch dieses Jahr beim Jahresabschluss im Rosenhof dabei sein darf.

Rock im Westen – Das Area4 Festival 2009

Der Süden hat das Southside Festival, der Osten das Highfield. Der Norden hat das Hurricane, und was hat der Westen? Das Area 4! Das geht dieses Jahr in die vierte Runde und brennt darauf, vom 21. bis 23. August wieder ordentlich die Pampa im Münsterland zu rocken.
Blue wird direkt vor Ort sein und Euch das Wochenende über mit frischen News und Bildern vom Geschehen versorgen, wenn sich ab Freitag auf dem Segelflugplatz Borkenberge in Lüdingenhausen die nationalen und internationalen Musikgrößen die Klinke in die Hand geben.
Insgesamt werden knapp 30 hochkarätige Bands aus Rock, Punk, Indie und Pop die grüne Start- und Landebahn zum Kochen bringen. Letztes Jahr rockten hier 15.000 fröhliche Festivalgänger. Dieses Jahr werden noch mehr erwartet. Das aktuelle Line-Up liest sich wie folgt:
Die Toten Hosen – Faith No More – Rise Against – The Offspring – Farin Urlaub Racing Team, Deftones – Eagles of Death Metal – AFI – Kettcar – Thursday – Jet – Anti-Flag – Life of Agony – Panteón Rococó – Mad Caddies – The Get Up Kids – Broilers – Rival Schools – Callejon – Turbostaat – Zebrahead – CJ Ramone – Alberta Cross – Baddies – Bombay Bicycle Club – Everlaunch – Revolving Door
Wer jetzt Lust bekommen hat, sollte sich beeilen. 3-Tages-Tickets gibt es noch für 94 Euro inklusive aller Gebühren, Parken, Camping, und 5 Euro Müllpfand nur noch an allen bekannten Vorverkaufsstellen oder auf www.area4.de.
Damit man seine Sackkarre mit Gepäck und Bier nicht kilometerweit durch die Wildnis schieben muss, gibt es kostenlose Shuttle-Busse vom Bahnhof in Dülmen direkt zum Festivalgelände. Und was noch schöner ist: das 3-Tage-Kombi-Ticket macht dazu zwischen dem 20.08. und 24.08. eine kostenlose An- und Abreise mit allen Bussen und Regionalbahnen im Geltungsbereich des Münsterlandtarifs (VGM) sowie im Verbundtarifraum Rhein-Ruhr (VRR) möglich. Das Auto kann man also Getrost zuhause stehen lassen.