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Neue Tourdaten: Lukas Graham gibt Nachholtermine für Deutschland bekannt

Vor gut drei Wochen musste Lukas Graham seine komplette Deutschlandtour aufgrund einer fiesen Kehlkopfentzündung absagen. Gestern verbreitete der Däne gute Nachrichten über seine Social Media Kanäle: Es gibt Ersatztermine!

Im April kommt Lukas Graham wieder nach Deutschland. Die alten Tickets sind weiterhin gültig. Hier sind die neuen Tourdaten:

03. April 2013 Freiburg, Jazzhaus
05. April 2013 München, Freiheiz
07. April 2013 Karlsruhe, Jubez
09. April 2013 Stuttgart, Dieselstrasse
10. April 2013 Würzburg, Posthalle
13. April 2013 Flensburg, Deutsches Haus
16. April 2013 Bremen, Lagerhaus
18. April 2013 Berlin, Festsaal Kreuzberg
22. April 2013 Köln, Gloria
24. April 2013 Mannheim, Alte Feuerwache
15. Mai 2013 Rostock, Stadtpalast
19. Mai 2013 Frankfurt, Gibson Club

Kehlkopfentzündung: Lukas Graham müssen Deutschlandtour absagen

Manchmal ist es wohl Schicksal, wenn man eine Band oder einen Künstler immer wieder verpasst. So ist das bei mir und Lukas Graham. Am Dienstag wollte ich eigentlich nach Bremen zu seinem Konzert im Lagerhaus fahren, doch das Wetter spielte nicht mit. Nun nahm mir eine Pressemitteilung von Universal Music erst einmal die Hoffnung, den sympathischen Dänen und seine Band innerhalb der nächsten Wochen doch noch einmal live zu erleben. Aufgrund einer akuten Kehlkopfentzündung müssen Lukas Graham ihre Deutschlandtour vorerst komplett absagen.

Folgende Pressemitteilung wurde am frühen Donnerstagabend von Universal Music verschickt:

„Nach einem großartigen Tourauftakt in den Städten Lübeck (18.01.), Kiel (19.01.) und Hamburg (21.01.) musste die dänische Band LUKAS GRAHAM heute schweren Herzens bekannt geben, dass sie die Deutschland-Tour aufgrund einer akuten Kehlkopfentzündung des Sängers und Frontmanns, Lukas Graham, an den geplanten Terminen nicht fortsetzen können. Das gilt bereits für den heutigen Termin in der Dresdener Showboxx. 

Bis mindestens Ende Februar hat er striktes Singverbot. Die Tourdaten werden definitiv zum nächstmöglichen Zeitpunkt nachgeholt werden, die Tickets behalten ihre Gültigkeit.
Mit seinem Debüt-Album „Lukas Graham“ und den ersten Single-Auskopplungen „Ordinary Things“ und „Drunk In The Morning“ feierte der 23-Jährige mit seiner Band erste Erfolge – Konzerte seiner ersten Tour waren ausverkauft, im Radio ist „Drunk In The Morning“ auch noch Monate nach Veröffentlichung ein Hit und war auf Anhieb ein echter Ohrwurm.“

Das ist natürlich sehr schade für alle Fans, aber wenn der Teufel in den Stimmbändern steckt, kann man eben nichts dagegen tun, außer fleißig die Klappe zu halten. LEISE/laut wünscht gute Besserung!

Foto: Universal Music

Jahresrückblick 2012: Wenn Amanda Palmer den Weltuntergang verhindern könnte

Vor einigen Wochen bekam ich nach einem Vorstellungsgespräch bei einem großen Musikmagazin in Berlin die Aufgabe, eine zusätzliche Textprobe zu verfassen. Ein persönlicher musikalischer Jahresrückblick sollte es sein. Wie gut, dass die Maya für den 21. Dezember den Weltuntergang voraus gesagt haben, denn nur so konnte diese schräge, musikalische Superhelden-Geschichte entstehen, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Glaubt man an den Kalender der Maya, geht am 21. Dezember 2012 die Welt unter. Vielleicht ist da sogar was dran. Wenn die Toten Hosen mit dem Schlager flirten und fast schon wie Pur klingen, Robbie Williams Kinderlieder singt, und sich die halbe Welt begeistert von einem verrückten Koreaner terrorisieren lässt, der auf seinem imaginären Schaukelpferd durch die Gegend reitet, kann das Ende nicht mehr weit sein. Eigentlich. Denn zum Glück gab es auch 2012 wieder eine ganze Reihe großer und kleiner musikalischer Superhelden, die uns mit Sicherheit noch einmal vor dem Untergang bewahren können.

Allen voran The Soundtrack of Our Lives. Wer an ihnen vorbei will, bekommt es mit dem Universum zu tun. Die Schweden gaben zwar im Frühjahr ihre bevorstehende Trennung bekannt, konnten sich aber mit ihrem Album „Throw it to the Universe“ noch ein letztes großes Denkmal setzen. Emotional, stark und erhaben. Neben ihnen schwingt Amanda Palmer ihr feministisches Superheldinnen-Schwert gegen den Niedergang der Musik. Oder lieber doch gleich gegen Carly Rae Jepsen. Amanda Fucking Palmer, der selbsternannten Queen des Crowdfunding, ist es gelungen, mit „Theatre is evil“ in Eigenregie ein neues Album voller Synthie-Rockdrama und Piano-Wahnsinn an den Start zu bringen, vor dem sich selbst der Sender Arte verneigen würde.

Als unverwüstliches Bollwerk versperren The Gaslight Anthem der Sturmflut des schlechten Musikgeschmacks unverfroren den Weg. Mit „Handwritten“ zeigen Brian Fallon und Co, dass es auch heute keiner irrsinnigen Technik bedarf, ein schlicht authentisches, bodenständiges Rockalbum zu produzieren. Sowohl textlich als auch musikalisch sucht diese Platte in seiner gesamten Intensität dieses Jahr seines gleichen. Derweil hüpfen Deichkind als Ablenkungskommando hyperaktiv auf dem Gaslight-Damm herum und verwirren die Radiomasse mit blinkenden LEDs, fetten Bässen und ihrem „Befehl von ganz unten“. Der lautete offensichtlich, sämtliche Flo-Rida und Rihanna-Fans moralisch zu untergraben und ihnen mit „Leider geil“ das verbale Duckface des Jahres in die Lipgloss-Gesichter zu tackern. Chapeau.

Hinter der Front singt zur gleichen Zeit das Country-Duo The Civil Wars die wiederauferstandene Nervensäge der Nation, a.k.a. Eurovision-Lena und all ihre von Stefan Raab gepushten Nachahmer, sofort zurück in den Schlaf. Mit den sanften Tönen und dem minimalem Arrangement des Albums „Barton Hollow“ können die beiden Amerikaner hierzulande so gerade noch Schlimmeres verhindern. Auch wenn es ihnen zugegeben nicht gelungen ist, Taylor Swift außer Gefecht zu setzen. Vollkommen unbeeindruckt von der Gefahr des drohenden Weltuntergangs ritten Gisbert zu Knyphausen und Nils Koppruch mit ihrer gemeinsamen Platte „Kid Kopphausen“ in die Schlacht. Das ritterliche Ergebnis: intelligente deutschsprachige Musik, weit weg vom aufgeblasenen Tim Bendzko-Platin-Trallala und Xavier Naidoo-Geheule. Leider kehrte Knyphausen allein vom Untergangskampf zurück. Mitte Oktober starb Nils Koppruch überraschend und hinterließ eine klaffende Lücke in der Hamburger Musiklandschaft.

Trotz dieses schmerzlichen Verlustes stehen die Zeichen weiterhin gut, dass uns der Weltuntergang im Dezember aus musikalischer Sicht noch einmal erspart bleibt. Die letzte Rettung für die verstrahlten Gangnam-Style-Tänzer ist Lukas Graham. Kurz vor knapp. Es müsste schon mit dem Teufel –oder Pardon, mit den Maya– zugehen, wenn der Däne mit dem frisch veröffentlichten Self-titled-Album nicht den Großteil dieser hoffnungslosen Fälle bekehren könnte. Die, die bei Lukas Graham nicht freiwillig vom imaginären Schaukelpferd fallen und lieber weiter vollkommen idiotisch durch die Gegend hüpfen, stecken sowieso mit den Maya unter einer Decke.

Natürlich gab es noch mehr tolle Bands, die dieses Jahr den Weltuntergang verhindern können. Allerdings gab es eine Zeichenbegrenzung bei dieser Aufgabe. Auch mit dabei sind auf jeden Fall noch Hot Water Music.

Suchaktion beendet: Das Lukas Graham-Album ab Freitag endlich in Deutschland

Wer diesen Blog regelmäßig liest, kann sich vielleicht noch daran erinnern, dass ich im Frühsommer verzweifelt auf der Suche nach einem Album war: „Lukas Graham“ von Lukas Graham. Am Freitag, 23. November, kann man die Platte nun auch endlich in Deutschland ganz legal und ohne abstruse Umwege über dubiose dänische Onlineshops abgreifen. Hier Blog könnt Ihr schon mal reinhören.
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Lukas Graham stellt endlich „Ordinary Things“ in Deutschland vor

Gibt es nicht. In Deutschland nicht verfügbar. Ausverkauft. Viel weiter kam man vor einigen Wochen noch nicht, wenn man hierzulande auf legalem Wege nach der Musik des dänischen Künstlers Lukas Graham gesucht hat. Auch LEISE/laut hatte sich Anfang Juni verzweifelt auf die Suche nach dem Album begeben. Jetzt gibt es zumindest einen kleinen Lichtblick.
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Lukas Graham – Auf der Suche nach einem Album

Selten kommt es vor, dass ich auf ein Konzert gehe und ich anschließend nicht die Möglichkeit habe, mir zumindest eine kleine EP des betreffenden Künstlers zuzulegen. Beim dänischen Ausnahmetalent Lukas Graham ist das zur Zeit leider tatsächlich der Fall. Das Album gibt es in Deutschland einfach nicht. Aber der Reihe nach.

Es ist Dienstagabend, der Tag war lang. Plopp, der Facebook-Chat öffnet sich. Eine Freundin ist komplett aus dem Häuschen und schwärmt mir vom Konzert eines ihr bisher unbekannten Dänen vor, den sie gerade in Frankfurt live erleben durfte.
„Das war der Geheimtipp heute bei FFH. Die haben gesagt, man sollte lieber da hin und nicht zu Kanye West gehen“. Eine weise Entscheidung. Gerade einmal 9 Euro kostete der Spaß und war jeden Cent mehr als dreifach wert, wenn man dem Begeisterungssturm glauben darf.

Lukas Graham, der aus der dänischen Großkommune Christiana stammt, ist hierzulande eben wohl doch fast noch ein wahrer Geheimtipp. In seiner Heimat ist er schon fast der große Popstar, beinahe 60.000 Fans folgen seinem Facebook-Profil. Mit seinen teils tiefschürfenden Popsongs und einer herausragend souligen Stimme hat er sich binnen kürzester Zeit im Verhältnis ein riesiges Publikum erspielt. Sein Debütalbum „Lukas Graham“ ist in Dänemark in den Charts direkt auf die 1 gegangen, die Ticketpreise zu seinen Konzerten kratzen an der 45-Euro-Marke.

Leider gab es nach dem Konzert keine CDs zu kaufen. Er habe in Deutschland noch keinen Plattenvertrag, entschuldigte sich der 23-jährige Musiker bei seinem Publikum. Aber irgendwie muss ein dänisches Nummer-Eins-Album ja wohl in Deutschland auf legalem Weg erhältlich sein? In Zeiten des Euro, der EU und überhaupt, der ganzen Globalisierung, sollte das doch nicht schwierig sein. Oder doch? Mit diesem Gedanken beginnt der Wahnsinn, die Jagd nach dem heiligen Gral, die Jagd nach einem Luftschloss oder einfach nur einer kleinen silbernen Kunststoffscheibe: Lukas Graham – „Lukas Graham“.

Die ersten Anlaufpunkte sind klar. Amazon, iTunes, Spotify. Doch Amazon sucht sich einfach nur zu Tode, Spotify spuckt erst gar nichts brauchbares aus und iTunes… Ja, iTunes findet das Album tatsächlich, aber eben nur im dänischen iTunes-Store. Den Spaß, mir einen „fremdländischen“ iTunes Account einzurichten, habe ich einmal gemacht. Seitdem wohnt ein Teil von mir in North Carolina und ich habe jedes Mal Angst, am Flughafen einkassiert zu werden, weil irgendetwas mit meinem amerikanischen Bankkonto nicht stimmen könnte. Dabei will ich doch nur Musik hören.

Jetzt hoffen meine Freundin und ich auf die Macht der sozialen Netzwerke oder einfach auf ein kleines Wunder.  Denn nur um eine CD zu kaufen, kann ich leider nicht spontan nach Dänemark fahren. Obwohl das sicher eine neue Geschichte wert wäre. Ein Aufruf per Twitter und auf drei Facebook-Seiten hat uns bisher so weit gebracht: Ich kenn‘ nen Bruder, dessen Freundin hat ne Schwester deren Vater früher mal sein Fußballtrainer war. Kurz: Die Freundin eines Arbeitskollegen hat ihr Auslandssemester in Kopenhagen verbracht. Es besteht also tatsächlich ein wenig Hoffnung, dass sich einer ihrer Bekannten uns beiden Mädels erbarmt, das Album kauft und es uns zuschickt. Gegen Geld versteht sich.

Wer sonst noch eine Idee hat, auf welchem Wege wir die Platte, dessen hübsches (und für die USA garantiert schockierende) Cover Ihr hier seht, noch bekommen können… Ihr wisst, wozu das Kommentarfeld gut ist 😉 Help a music junkie out!

Albumcover: Copenhagen Records

UPDATE: Ich freue mich, verkünden zu dürfen, dass wir das Album inzwischen „gefunden“ haben. Christina hat es von lieben Freunden aus Dänemark mitgebracht bekommen und ich bin dem Hinweis in den Kommentaren zu diesem Artikel gefolgt. Hat alles bestens geklappt.