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Monday Madness – „Geflasht“ von Kris

Eigentlich müsste es diese Woche „Thursday Madness“ heißen, aber ich bin mal nicht so. Das neue Video zu „Geflasht“ von Kristoffer Hünecke alias KRIS ist nämlich viel zu schön geworden, als dass ich es diese Woche einfach nicht im Blog posten könnte.

„Geflasht“ heißt der Song, den Kris am 22. Februar als zweite Single aus seinem Solo-Album Immer wenn ich das hier hör‘ auskoppeln wird. Mit „Ich liebe diese Tage“ hatte der Revolverheld-Gitarrist im Sommer bereits für einen Mörder-Ohrwurm gesorgt, und auch der Nachfolger „Geflasht“ bohrt sich mit seiner griffigen Hook direkt ins Unterbewusstsein. Das mag einigen Leuten mal wieder tierisch auf den Geist gehen, aber an manchen Tagen braucht man meiner Meinung nach auch einfach mal einen netten Ohrwurm.



Der Comic-Style des Videos ist zwar nicht die Neuerfindung des Rades, aber einfach schön gemacht. Man kommt sich ein wenig so vor, als ob man sich in den Seiten eines alten Tagebuches aus Teenager-Zeiten verliert, in denen man sich über seine erste große Liebe ausklagt. Sehr passend also.

Dass das Video überraschenderweise auch wieder bei der breiten Masse gut ankommt, zeigen nicht nur die Views (fast 100.000 bisher), sondern auch die Musik Charts von myvideo.de, wo der Song am Montag Premiere hatte: Gestern rotierte der Clip auf Platz 1 – vor Ke$ha und Chris Prinz. Heute ist mit immerhin noch der 4. Platz drin.

Wie findet Ihr das Video?

Übrigens, wie Kris seine Songs schreibt, hat er Katharina vergangenen Frühling im Interview erzählt.

Foto: Sony Music/Pascal Kerouche 

CD Review: KRIS – „Immer wenn ich das hier hör‘ „

Eigentlich ist Kristoffer Hünecke alias KRIS für den richtigen Gitarrensound bei der Hamburger Kapelle Revolverheld zuständig. Doch was macht ein Revolverheld, wenn sich die Band für 2012 selbst eine Pause verschrieben hat und Sänger Johannes Strate bereits seit einigen Monaten auf Solopfaden durch die Republik wandelt?

Statt gelangweilt Däumchen zu drehen, tauscht KRIS kurzerhand die Position auf der Bühne, macht einen großen Schritt hinüber ins große Spotlight und schiebt den Regler für sein Mikrofon von Background auf Hauptgesang. „Immer wenn ich das hier hör'“ heißt das Ergebnis langer Tage im heimischen Studio und steht nun seit dem 1. Juni in den Plattenläden.
Bei so manchen Soloalben, die irgendwelche Mitglieder irgendwelcher Bands in der Vergangenheit herausgebracht haben, fragte man sich schnell, ob das denn jetzt wirklich hätte sein müssen. Da liegt es also nahe, auch bei diesem Silberling eine gesunde Portion Skepsis an den Tag zu legen. KRIS ist schließlich Gitarrist und kein Sänger. Doch was der mittlerweile 34-jährige Hamburger mit seinem Soloalbum hier vorlegt, dreht sich überraschend flüssig auf den Plattentellern. 
Zwölf Tracks mit persönlichen Texten vom Feiern, Lieben, Leben und Leiden, die im Gegensatz zum gewohnten Revolverheld-Poprock-Sound erstaunlich beat-betont daher kommen. Mal in ein HipHop-Gewand gehüllt („Immer wenn ich das hier hör'“ und „Soundtrack“), oder dann doch wieder unterlegt mit tanzbaren Elektrobeats („Glücksrausch“, „Meine Wohnung ist ein Klub“) zeigt KRIS hier eine Seite von sich, die bei Revolverheld bisher, wenn überhaupt, nur äußerst selten Platz gefunden hat. Unterstützt wird er dabei vom Hamburger Rapper Nico Suave und Bakkushan-Sänger Daniel Schmidt. Für seine Single und potenziellen Sommerhit „Diese Tage“ stärkt ihm kein geringerer als Dante Thomas den Rücken, der mit seinem Song „Miss California“ noch heute die Clubs zum Kochen bringt.

Zugegeben, KRIS erfindet mit „Immer wenn ich das hier hör'“ das musikalische Rad nicht neu. Die Songs leben durch die Bank weg durch auffällig catchige Hooklines und eingängig glaubhafte Texte mit Charme, Witz und ein wenig Selbstironie, die mal zum Mitgrölen und dann doch wieder zum verständnisvollen Mitnicken animieren. Vieles klingt altbewährt, stellenweise vielleicht sogar etwas simpel, aber es bedarf eben nicht immer einer Revolution um ein schönes, solides Pop-Album zu produzieren. Schon gar nicht, wenn man damit schlichtweg so einen geradezu sorglos entspannten Sommersoundtrack liefern kann. 
Alle Infos zu KRIS gibt es hier: www.krisofficial.de

Foto: Sony Music

LEISE/laut empfiehlt: 
KRIS – „Immer wenn ich das hier hör'“ hört man am besten im Auto, im Freibad oder einfach beim Grillen mit Freunden im Park oder auf der Terrasse. 

Ein Foto-Set: Revolverheld in Illingen

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Leider komme ich in den letzten Wochen mal wieder kaum dazu, ordentlich zu schreiben. Dabei liegt hier noch einiges auf dem Schreibtisch und meinem iPod, das unbedingt verbloggt werden möchte.

So auch ein Stapel Fotos von Revolverheld, die ich am Pfingstwochenende mal wieder im Fotograben begleiten durfte. Der Gig ist in diesem Jahr einer der wenigen gemeinsamen Auftritte der Band, da sich Sänger Johannes Strate und Gitarrist Kristoffer Hünecke alias KRIS um ihre Soloausflüge kümmern.

Nach fast acht Monaten Live-Pause gab es vergangenes Wochenende für die Fans wieder eine dicke Party, laute Rockbretter und viel Gefühl. Einziger Wermutstropfen: Bassist Florian Speer war nicht mit ins Saarland gereist und wurde von Chris Rodriguez vertreten. Dieser unterstützt auch schon fleißig Kris und Johannes während ihrer Solo-Shows auf der Bühne.

Mehr Fotos gibt’s bei Flickr.

„Das Album ist mein Spiegelbild“ – Revolverheld-Gitarrist KRIS im Interview zu seinem Solo-Projekt

Als Gitarrist von Revolverheld stand Kristoffer Hünecke alias KRIS in den letzten Jahren schon auf den ganz großen Festivalbühnen in Deutschland, spielte mit seiner Band Konzerte in China und der Türkei. Jetzt gönnt sich die Hamburger Band eine Pause. Nachdem Revolverheld-Sänger Johannes Strate bereits vergangenen Herbst seine Solo-Karriere ankurbelte, zieht Gitarrist KRIS nun nach. Als nahezu unbekannter Newcomer veröffentlicht er Mitte Mai sein Soloalbum „Immer wenn ich das hier hör“ und präsentiert sich dort erstmalig als Sänger. Der er eigentlich gar nicht ist.
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