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Das Fest 2009 in Karlsruhe – Oder, wie viele Menschen passen auf einen Hügel?


Menschen, Menschen, Menschen. Soweit das Auge reicht. Die Kulisse, die sich dort am Freitagabend im Sonnenuntergang bietet, muss so manchem Künstler schon Pipi in die Augen getrieben haben. Es ist einfach überwältigend, und das nicht nur von der Bühne aus.

Gefühlte 100.000 Menschen drängen sich auf dem Hügel und im Tal vor der Hauptbühne. Die meisten warten auf das Farin Urlaub Racing Team, wiederum viele lauschen gerade bereits ihren Helden: Schandmaul. Die Mittelalterrocker drehen ordentlich auf, bearbeiten ihre Flöten, Dudelsäcke und Drehleiern gekonnt und beeindrucken an vielen Stellen nicht nur die schwarzgekleideten Zuschauer.
Kurz darauf brettert das Farin Urlaub Racing Team (FURT) los und feiert mit der Meute vor der Bühne eine wilde Party. Es wird gehüpft, gepogt und mitgegröhlt was das Zeug hält. Besonders hinter der zweiten Absperrung ist es abartig eng, weil immer mehr Menschenmassen dort hin drängen. Für nicht wenige bleibt da nur die Flucht und das frühe Aus auf der Ersatzbank. Egal, man kann auch im Sitzen feiern.
Wer die Massen bei FURT schon unerträglich fand, sollte am nächsten Tag dann noch einmal sein blaues Wunder erleben.
Während es am frühen Abend bei Tina Dico, die zusammen mit Helgi Johnsson wirklich eine ganz bezaubernde Show hinlegte, noch sehr gechillt zuging, braute sich in den zwei Stunden nach ihrem Auftritt im Umkreis der Hauptbühne ein wahrer Hexenkessel zusammen. Menschen strömten in ungekanntem Ausmaß auf den Hügel, vor, neben und hinter die Bühne. Der Grund? Peter Fox. Bei einigen Eingängen zum Gelände hieß es gegen 21 Uhr zeitweise: „Wegen Überfüllung geschlossen“.
Glück für die, die bereits seit Tina Dico an ihrem Platz festgehalten hatten. Pech für die, die erst später kamen oder sich noch mal am WC Häuschen angestellt hatten. Als Peter Fox mit 20 Minuten Verspätung endlich loslegte, konnte man vor lauter Menschen und je nach Standort überhaupt nichts mehr sehen und teilweise auch kaum etwas hören, obwohl man nicht weit von der Bühne entfernt war. Doch das war den meisten vollkommen egal.
Alles neu, Schüttel deinen Speck, Haus am See, Schwarz zu Blau. Nichts fehlte auf der Setliste und dicht gedrängt feierte man einfach trotzdem, soweit der Bewegungsspielraum es denn zuließ.
Die Kulisse erinnerte zeitweise ironischerweise an Szenen aus alten Bibelfilmen, wo die Menschen auf den Berg strömen um die Bergpredigt zu hören. Unglaublich einfach.
Gedanken für das nächste Jahr:
1) Versuche nicht, deine Freunde wieder zu finden. Zwischen 20 und 23 Uhr klappt das sowieso nicht mehr.
2) Wenn man noch ne Chance hat beim Hauptact nach vorne zu kommen, beachte man Punkt 1 und verteidige seinen Platz mit allen Mitteln die Recht sind.
3) Baby, du siehst gut aus! Vielleicht verirren sich diese Herren von Bakkushan nächstes Jahr ja dort auch auf die Bühne? 😉 Genügend Sticker haben sie dieses Jahr auf jeden Fall schon verteilt.
Fotos folgen!

Großartiger Auftakt in Berlin – Söhne Mannheims und Xavier Naidoo Live im Doppelpack


20.000 bestens gelaunte Menschen, unzählige Regenponchos und erstklassige Musik. Pünktlich zur Veröffentlichung ihres neuen Albums „IZ ON“ enterten die Söhne Mannheims am Freitag Abend nach längerer Pause wieder die Bühne. Der Wettergott hätte der Menge auf der Waldbühne in Berlin zwar besser gesonnen sein können, jedoch taten die allgegenwärtigen Schauer der Stimmung keinen Abbruch. Im Gegenteil. Die weit gereisten Fans feierten die Mannheimer Herren mit frenetischem Jubel und trotzten tapfer jeder Dusche von oben.

Abwechslungsreich ging es zu. Die Band spielte sich durch eine gelungene Mischung aus Songs von ihren alten Alben und ließ keinen großen Hit aus. Natürlich gab es auch Songs ihrer neuen Platte zu hören, die alle beim Publikum bestens ankamen. Zwei Stunden lang wurde sowohl auf als auch vor der Bühne alles gegeben und ausgelassen gefeiert. Die Freude und Überwältigung war allen Beteiligten buchstäblich ins Gesicht geschrieben. Spätestens bei „Und wenn ein Lied“ war bei wirklich jedem absolutes Gänsehaut-Feeling angesagt: ein Chor aus 20.000 Stimmen sang den Song voller Gefühl zusammen mit Xavier Naidoo und den anderen Söhnen. Man kam sich plötzlich nicht mehr vor wie auf einem riesigen Open Air Gelände, sondern wie auf einem Wohnzimmerkonzert – in einem Wohnzimmer mit 20.000 Freunden.

Das ausverkaufte Konzert, zu dem Fans aus allen Ecken der Republik anreisten, war der fulminante Auftakt zu einer so noch nie da gewesenen Konzertreihe: Söhne Mannheims und Xavier Naidoo Live im Doppelpack. Am nächsten Tag konnte man auch noch Xavier Naidoo Solo live erleben. Im gleichen Format werden Xavier Naidoo und die Söhne Mannheims, pünktlich zur Veröffentlichung von Xaviers neuen Albums, ab Oktober mit ihrer „IZ ON / Alles kann Besser Werden Tour 2009“ quer durch Deutschland unterwegs sein. Bereits über 100.000 Tickets wurden laut Veranstalter für diese bevorstehende Doppelpack-Tour verkauft, die Ende November unter anderem auch in Bremen, Hamburg und Hannover halt macht. Nach Berlin kann man dazu nur sagen: Es lohnt sich!

Rock im Freizeitpark – Belantis Summer Opening 2009

Langsam und tiefrot geht an diesem Samstag Abend in Leipzig die Sonne unter und taucht den Belantis Park in ein gerade zu romantisches Licht. Doch mit Romantik war hier nicht viel – es sollte gefeiert werden was das Zeug hält.

Über 30 Live-Acts und DJs verirrten sich vorgestern in den Park und zeigten, was sie auf der Bühne und an den Turntables so drauf haben. Darunter waren unter anderem die Glitterboys, Northern Lite, Boogie Pimps, sowie als Live-Highlights Sono und Revolverheld.

Sono heizten den Besuchern auf der Live-Bühne am Schlossplatz mit ihren heißen Dancebeats ordentlich ein und sorgten dafür, dass die Muskeln für das anstehende Set von Revolverheld schon mal ordentlich aufgewärmt waren. Die Nacht war doch sehr kalt und so nahmen die Zuschauer die Gelegenheit zum Warmhüpfen doch dankend an. Kaum enterten die 5 Hamburger Jungs die Bühne, wurde gerockt was der Körper her gab. Bestens gelaunt fegten sie über 70 Minuten über die Bretter und feierten vor großer Kulisse mit den Leipzigern eine wilde Party. Das musste auch die Hose von Sänger Johannes zu spüren bekommen: diese gab nämlich bereits am Anfang den Geist auf, so dass es laut Tourtagebuch doch sehr luftig untenrum wurde. Aber wen stört das schon. Rock n Roll!

Insgesamt feierten über 10000 Leute den anstehenden Sommeranfang und tanzten sich auf 7 Dancefloors bis in die frühen Morgenstunden im ganzen Park die Seele aus dem Leib. Wer vom Tanzen genug hatte oder eine Pause brauchte, konnte bis 4 Uhr morgens sämtliche Fahrgeschäfte ausprobieren und sich in der Achterbahn vom Fahrtwind die Frisur zerwuscheln lassen. Die letzten Partywütigen wurden gegen 6 Uhr aus dem Park gekehrt. Ein gelunges Event, das man für kommende Jahre sicher im Hinterkopf behalten sollte.

There’s more to come

Auch wenn es draußen nicht wirklich so aussieht und sich schon gar nicht so anfühlt, der Festivalsommer steht bereits vor der Tür und will gut geplant werden. Derzeit verhandelt mein Konto (und vielleicht auch bald meine Redaktion? *Wink mit dem Brückenpfeiler*) mit Rock am Ring Tickets, Hurricane, Highfield, Dithmarscher Rockfestival und noch einigen kleineren Festivals, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Desweiteren hier eine kleine Vorschau der geplanten Events und Berichte für die nächsten Wochen:

Die Happy – Live & Acoustic Tour in Osnabrück
Tomte – Live im Rosenhof in Osnabrück
Musikmesse Frankfurt – Besuchertag
Clueso – Album Release „So sehr dabei LIVE“
Luxuslärm – live im Quasimodo in Pirmasens
Kilians – live in der Kammgarn, Kaiserlautern
Ingrid Michaelson – live in Hamburg und/oder Karlsruhe

Eventuell gibt es noch ein paar Interviewüberraschungen 😉 Mehr wird noch nicht verraten.

Wann wird’s mal wieder richtig Sommer???