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Fotos mit „Kids“ wieder da – Ein Track by Track im Zug

Fotos sind nach langer Pause mit ihrem Album Kids wieder zurück. Seit Freitag. Ich saß gerade im Zug, als ich bei Spotify über das Album regelrecht gestolpert bin. Da kann ich ja direkt darüber bloggen, wenn ich das Album zum ersten Mal höre. Yeah! – Eine etwas andere Review, mehr oder weniger direkt aus der Bahn, inklusive ein paar reisetypischer Ausschweifungen. Fotos mit „Kids“ wieder da – Ein Track by Track im Zug weiterlesen

Ein Foto-Set: Revolverheld in Illingen

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Leider komme ich in den letzten Wochen mal wieder kaum dazu, ordentlich zu schreiben. Dabei liegt hier noch einiges auf dem Schreibtisch und meinem iPod, das unbedingt verbloggt werden möchte.

So auch ein Stapel Fotos von Revolverheld, die ich am Pfingstwochenende mal wieder im Fotograben begleiten durfte. Der Gig ist in diesem Jahr einer der wenigen gemeinsamen Auftritte der Band, da sich Sänger Johannes Strate und Gitarrist Kristoffer Hünecke alias KRIS um ihre Soloausflüge kümmern.

Nach fast acht Monaten Live-Pause gab es vergangenes Wochenende für die Fans wieder eine dicke Party, laute Rockbretter und viel Gefühl. Einziger Wermutstropfen: Bassist Florian Speer war nicht mit ins Saarland gereist und wurde von Chris Rodriguez vertreten. Dieser unterstützt auch schon fleißig Kris und Johannes während ihrer Solo-Shows auf der Bühne.

Mehr Fotos gibt’s bei Flickr.

Fotos flashen Osnabrücker Indie-Gemeinde

Inzwischen hat es sich auch bis nach Osnabrück herum gesprochen, dass die Hamburger/Kölner Band Fotos so Einiges kann. Nicht umsonst werden sie mit Genre-Größen wie My Bloody Valentine oder Nick Drake verglichen. Die Kleine Freiheit ist gut gefüllt, mehr als doppelt so viele Besucher als beim letzten Osnabrück-Konzert der Indie-Barden haben den Weg in die Location am alten Güterbahnhof gefunden.

Fotos halten auch gleich ein Novum für Osnabrück parat: Sind sie doch eher selten mit Support unterwegs, so dürfen Justus Parker aus Wuppertal den Abend auf der kleinen Bühne eröffnen. In tiefrotes Licht getaucht rocken sie mit „Tanz Baby“ los und geben damit das Motto des restlichen Abends vor. Eine halbe Stunde lang spielt die Band, die ihr Osnabrück-Debüt vor drei Jahren auf einer Gartenparty bestritt, Songs aus ihrem aktuellen Album „Textil oder Disko“. Ab der Hälfte ihres kurzen Sets können nicht nur die Mädchen aus der ersten Reihe die Füße nicht mehr still halten und so groovt der Raum für den Rest des gelungenen Aufwärmprogramms locker mit. 

Mit den sphärischen Klängen des Intros zu „Alles Schreit“ übernehmen die vier Fotos-Jungs die Bühne und brettern schließlich ungebremst und energiegeladen mit dem Refrain los. Das Publikum ist sofort mit dabei und surft gut gelaunt auf der ihr entgegen kommenden Soundwelle mit. Fotos liefern eine gute Mischung aus neuen Songs aus ihrem aktuellen Album „Porzellan“, ausgewählten Krachern ihres zweiten Albums „Nach dem Goldrausch“ und einer ordentlichen Portion Musik ihres 2006er Albums „Fotos“. Ein schöner Querschnitt durch das gesamte Fotos-Repertoire. Besonders die alten Songs voll jugendlich-rebellischer Frische begeistern die Osnabrücker Indie-Gemeinde und treiben die Tanzwut weiter nach vorne. Es wird freudig mitgesungen und jede Animationseinlage von Frontmann Tom Hessler wärmstens empfangen. Nur die Lautstärke lässt für Toms Geschmack noch etwas zu wünschen übrig. Dabei überlässt man manchmal einfach gerne der Band den Gesang und spart sich seine eigenen Darbietungen lieber für die Dusche auf.
Nach knapp 90 Minuten und drei Zugaben ist das Live-Spektakel im aufgeheizten Wohnzimmer der Kleinen Freiheit vorbei und die Masse bestens aufgewärmt für eine lange Samstagnacht mit dem Starclub. Alle sind sich einig: Fotos dürfen gerne wieder kommen. 

Wenn die Fliege das Pack packt – Le Fly und Das Pack in Osnabrück

Letzten Mittwoch gaben sich zwei überaus unterhaltsame Hamburger Bands im Bastard Club die Ehre. Le Fly und Das Pack machten in der Friedensstadt Station und spielten sich energiegeladen durch den Abend.

„St. Pauli Tanzmusik“ prangt dick und fett auf dem Banner der Hamburger Band „Le Fly“ unter einer stilisierten Stewardess. Die winzige Bühne im Keller des neuen Bastard Clubs ist mit Boxen und Instrumenten vollgestellt und wartet nur darauf, endlich bespielt zu werden.

Erst bin ich etwas erschrocken, als ich gegen 20:15 Uhr den Raum betrete. Mit mir sind hier unten gerade einmal zwei andere Mädels und diverse Bandmitglieder von Le Fly und Das Pack. Zum Glück tauchen eine Viertelstunde später, pünktlich zu Konzertbeginn, auch noch etwa 50 andere Menschen auf. Sie hatten sich vorher bloß oben im Raucherraum versteckt.

Bewaffnet mit Kamera und Co. suche ich mir einen netten Platz an der Bühne, als Le Fly auch schon mit ordentlich Krach und Getöse losbrettern. Ihr Sound erinnert streckenweise an Fettes Brot, gemischt mit einer guten Portion Deichkind, Ska, Punk und eben ihrer ganz eigenen Note. St. Pauli Tanzmusik. Das ist ab dem ersten Ton Programm und reißt das überschaubare Publikum schnell aus ihrer Feierabendstarre. Selbst mir fällt es beim Fotografieren hin und wieder äußerst schwer, nicht mitzutanzen und damit jedes Bild zu verwackeln. Gut 45 Minuten lang hauen die sympathischen Herren in Trainingsanzügen den Leuten die Beats um die Ohren als ob es keinen Morgen gäbe. Dazu gibt es das St. Paulianer Nationalgetränk Mexikaner. „Eine vollwertige, scharfe Mahlzeit“, wie die Band verkündet. Lecker.

Das Pack führen nach kurzer Umbaupause den Reigen weiter. Die beiden Musikanten aus dem Monsters of Liedermaching-Stadl wirken auf der winzigen Bühne nun beinahe einsam. Zumindest im Vergleich zum vollgestopften Zustand, der mit sechs Le Fly-Burschen vorher dort herrschte. Das hält sie aber nicht davon ab, das gut angeheizte Publikum direkt abzuholen und in nullkommanichts zu Pogo- und Polonaisetanzeinlagen zu bewegen. Leider ist mein Wecker für den nächsten morgen auf 5 Uhr gestellt, so dass ich mich bereits um 22:15 Uhr verabschieden muss. Da sind die beiden Herren mit den frech zotigen Texten gerade einmal mit etwas mehr als der Hälfte ihres Sets durch.

Nächstes Mal sehe ich zu, dass ich wirklich das ganze Spektakel mitnehmen kann.

An dieser Stelle vielen Dank an Le Fly, die mir ein wunderbares Exemplar ihres Albums vermacht haben. Das Ganze klingt gar wunderbar, so dass ich mich dem Silberling hier in der nächsten Diplomarbeitsschreibpause ausgedehnt widmen werde.

Fotos von Mittwoch (bisher erst mal nur von Le Fly) gibt’s wie immer bei Flickr.

Monday Madness: Revolverheld vs. Fotos

Nach langer Abstinenz startet LEISE/laut wieder eine neue Runde Monday Madness. Früher gab es hier unser persönliches Video der Woche. Ab heute finden hier nun andere Kuriositäten ihren Platz. Frei nach dem Motto: „Wenn die eigenen Ideen ausgehen…“

Dass im Musikbusiness munter geklaut, ausgeliehen, gesampelt und gecovert wird, ist nun wirklich nichts Neues. Interessant ist dabei jedoch, was letztendlich dem potenziellen Zuhörer, und in diesem Fall dem Zuschauer, als Endprodukt vorgesetzt wird.

In diesem Sinne frisch entdeckt bzw. zugespielt bekommen: zwei Boxvideos. In beiden Videos prügeln sich die adretten Frontmänner zweier deutscher Bands mit jeweils einer hübschen brünetten Dame. Bis das Blut spritzt. Im Hintergrund spielt immer mal wieder die komplette Band im Ring, damit sie auch mal zu sehen sind.

Wer tritt hier nun konkret gegeneinander an?

In der linken Ecke, im roten Mantel, steht hier das Video zur aktuellen Single „Keine Liebeslieder“ der Hamburger Band Revolverheld, in dem sich Frontmann Johannes Strate von seiner Freundin Anna Angelina Wolfers ordentlich verhauen lässt. In der rechten Ecke und im blauen Mantel tritt dagegen die ebenfalls aus Hamburg stammende Band Fotos an, um mit ihrem 2007er Video zu „Ich bin für dich da“ die Revolverhelden in die Seile zu schicken.

Böse Zungen würden jetzt sofort von Ideendiebstahl, Plagiat oder sonstigen verwerflichen Handlungen sprechen. Da die beiden Bands jedoch als sehr gut befreundet gelten, soll hier wirklich keinem übel nachgeredet werden. Freunde helfen und inspirieren einander schließlich tagtäglich.


(Quelle: YouTube Revolverheld Channel)

vs.


(Quelle: YouTube Fotos Channel)

LEISE/laut weist ausdrücklich darauf hin, dass an dieser Stelle lediglich die bestehende Ähnlichkeit der beiden Videos hervorgehoben werden soll. Die Autorin entzieht sich dabei jeder weiterer Wertung und Spekulation zur Entstehung beider Werke.