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Raseiniai – Claire mit Kurzfilm und EP wieder da

Der Münchner Band Claire ist im September 2015 wohl das passiert, was für jede Band die Horrorvorstellung schlechthin ist: Ihr Bandbus wurde in London geklaut. Instrumente, Equipment, alles weg. Die jungen Musiker wussten nicht, wie es mit ihrer Zukunft weitergehen sollte. Doch wie durch ein Wunder tauchte der Sprinter auf mysteriöse Weise im Baltikum wieder auf. Das Abenteuer hat die Elektropop-Band nun in einem Kurzfilm und der dazugehörigen EP Raseiniai verarbeitet. Sehr sehens- und hörenswert! Raseiniai – Claire mit Kurzfilm und EP wieder da weiterlesen

CD-Review: The Black Atlantic – „Darkling, I Listen“

Es ist schon eine kleine Weile her, dass die EP „Darkling, I listen“ der niederländischen Folk Rocker von The Black Atlantic in meinem Briefkasten gelandet ist. Aber jede CD, die es in meinen Briefkasten schafft, hat es auch verdient, ordentlich gehört zu werden. Das habe ich an diesem lauen Herbstabend gemacht.


The Black Atlantic liefern auf mit „Darkling, I listen“ fünf teils düster angehauchte, melancholisch-folkige Nummern, bei denen man sich selbst im Auto suchend und gleichzeitig ziellos in der Abenddämmerung an einem Novemberabend durch die Gegend fahren sieht. Die überwiegend akustischen Nummern sind musikalisch von einer bittersüßen Schwere geprägt, die einen vor allem bei dem Song „The Flooded Road (Built on Sand)“ nachdenklich in die Ferne starren lässt. Man bleibt im Auto sitzen, behält die Hände auf dem Lenkrad, obwohl man den Motor des Wagens schon längst gestoppt hat, und verliert sich in den kleinen Filigranitäten der Stücke.

Aussteigen möchte man nicht. „Darkling, I Listen“ ist der perfekten Soundtrack zum Sinnieren und Grübeln, über gestern und heute, Vergangenheit und Zukunft, oder für Abende und Momente, an denen man einfach mal mit sich und seinen Gedanken allein sein muss.

Trackliste:

1. The Aftermath (Of This Unfortunate Event)
2. The Flooded Road (Built on Sand)
3. Darkling, I listen
4. An Archer, A Dancer
5. Quiet, Humble Man

Hier könnt Ihr schon mal per Soundcloud reinhören.

CD-Review: „Lila Wolken“ von Marteria, Yasha & Miss Platnum

Einige sehen die Welt in diesen Tagen bedingungslos rosarot, das Berliner HipHop-Trio bestehend aus Miss Platnum, Yasha und Marteria bleibt dagegen lieber wach „bis die Wolken wieder lila sind“.

 Am Freitag, 14. September, erscheint „Lila Wolken“, die neue Gemeinschaftsproduktion der drei Vorzeige-Künstler, die den deutschen HipHop vor drei Jahren zusammen wieder cool gemacht haben. Auf der EP präsentieren Marteria und Co. fünf Tracks feinsten deutschen HipHops, die allesamt mit großem Ohrwurmpotenzial aus den Boxen wummern. Während der Titelsong „Lila Wolken“ mit viel Gefühl und Weitsicht besticht, überwiegen treibende Beats, freche Lyrics und jede Menge Tanzbarkeit den Rest der kleinen Platte. Insgesamt liefert das Trio mit „Lila Wolken“ ein überraschend vielseitiges Musikerlebnis, das nicht nur Fans gefallen wird.

Joga Club – Natur EP

Brauche ich für Joga Club eine Yogamatte?
Nein, aber die Tanzschuhe dürfen eingepackt werden. Die fünf Jungs von Joga Club liefern glasklaren Pop mit Rock- und Reggae-Einflüssen, direkt aus Osnabrück oder besser gesagt, aus Hagen a.T.W. Sie haben übrigens keine Angst vor Ohrwürmern.

Rettet die Natur-EP von Joga Club den Regenwald?

Das nicht unbedingt, aber sie liefert starke Unplugged-Versionen einiger Songs vom aktuellen Joga Club-Album „Lass es regnen!“. Mit dabei sind die Stücke „Natur“, „Gib Nicht auf! (unplugged)“ und „Bielefeld (unplugged)“, sowie ein schickes Video zum Song „Natur“. Damit hat Joga Club auf jeden Fall das Zeug mit bekannteren Bands mitzuhalten.

Und sonst so?
Joga Club basteln seit 2009 an ihrem ganz eigenen Sound. Bisher kann die junge Band schon auf eine ganze Reihe Live-Gigs in der Region, wie zum Beispiel auf der Maiwoche, zurückblicken. Gerade ist die Band in der Sommerpause und bastelt weiter an ihrem zweiten Album. Am 3. September spielt Joga Club im Musikzentrum in Hannover im Halbfinale von Niedersachsen des Local Heroes Bandwettbewerb.

Geschichten im Song: 4,5/5
Lokales Heldentum: 4/5
Geheimtipp-Potenzial: 3,5/5

Joga Club – Natur EP
VÖ: 5. August 2011
3 Tracks
ca. 3,99€