Schlagwort-Archive: Donots

Bei der Donots Festivalgeneralprobe in Münster – Die längste Zugabe

Eigentlich war dieser Blog ja mal mein Konzerttagebuch. Das will ich jetzt wieder einführen. Also los: Letzte Woche ging es für mich super spontan zu den Donots in die Sputnikhalle nach Münster. Festivalgeneralprobe. Und für mich eine der spontansten Konzert-Aktionen des Jahres.

Anmerkung: Ich habe etwas länger gebraucht, um diesen Blogartikel fertig zu schreiben. Schreibblockaden sind doof. Bei der Donots Festivalgeneralprobe in Münster – Die längste Zugabe weiterlesen

Bier oder Gin Tonic? – Donots im Festival-Interview

Was mache ich, wenn ich auf Festivals unterwegs bin? Richtig, ich suche mir eine Band, der ich sinnvolle und manchmal auch nicht so sinnvolle Fragen stellen kann. Ingo und Purgen von den Donots haben sich mit mir beim Hütte Rockt Festival getroffen und mit mir über die wichtigsten Festivaldinge gequatscht. Bier oder Gin Tonic? – Donots im Festival-Interview weiterlesen

Hütte Rockt 10 – Ein Festival-Rückblick

Vor gut zwei Wochen war ich für die NOZ beim 10. Hütte Rockt Festival in Georgsmarienhütte unterwegs. Am Freitag habe ich die Welt im Liveticker unterhalten, am Samstag gab es einen Online-Artikel von mir und Montag dann eben noch einen großen Artikel in der Zeitung.  Damit Ihr auch lesen könnt, wie es mir zwischen den Donots und Jupiter Jones gefallen hat, gibt’s hier noch mal eine kleine Zusammenfassung.  Hütte Rockt 10 – Ein Festival-Rückblick weiterlesen

Bundesvision Song Contest 2015: Refugees Welcome

Wahrscheinlich habt Ihr schon alles über den diesjährigen Bundesvision Song Contest von Stefan Raab gelesen. Mark Forster hat gewonnen, das Niveau der angetretenen Bands war insgesamt erstaunlich hoch und viele Bands, allen voran die Donots aus Ibbenbüren, haben ein Zeichen gegen Rechts gesetzt. All das habt Ihr vermutlich schon vernommen. Aber wenn Ihr jetzt weiter lest, bekommt Ihr noch ein kleines bisschen Backstage-Luft dazu. Und jede Menge selbstgemachte Fotos. Versprochen! Bundesvision Song Contest 2015: Refugees Welcome weiterlesen

20 Jahre Donots – Als Gewinner beim Grand Münster Slam 2014

Am vergangenen Samstag haben die Donots ihren 20. Band-Geburtstag gefeiert. Beim Grand Münster Slam in der ausverkauften Halle Münsterland zelebrierten die Ibbenbürener Jungs mit Tim Vantol, CJ Ramone, The Subways und 6500 Fans ihr Bühnenjubiläum. Dank der SEAT Music Experience waren Bine und ich nicht nur beim Konzert dabei, sondern durften uns über einen ganz besonderen VIP-Donots-Tag freuen. 20 Jahre Donots – Als Gewinner beim Grand Münster Slam 2014 weiterlesen

Warum ist „Do they know it’s Christmas?“ auf deutsch doof?

Aus den Radios schallt in diesen Tagen an allen Ecken „Do they know it’s Christmas?“ Doch nicht, wie sonst gewohnt, nur auf Englisch, sondern neuerdings auch auf deutsch. Die Geister scheiden sich an diesem Werk, zu dessen Aufnahme Campino von den Toten Hosen jede Menge mehr oder weniger namhafte Musiker aus der deutschen Musikbranche zusammengetrommelt hat. Aber warum stößt die deutsche Version des Songs so sehr an? Ein kleiner Analyseversuch, abseits der Finger selbsternannter Moralapostel.   Warum ist „Do they know it’s Christmas?“ auf deutsch doof? weiterlesen

20 Jahre Donots – Am 16. April zurück in die Scheune Ibbenbüren

Ibbenbürens berühmteste Söhne kommen nach Hause: Wie die Donots gestern per Facebook mitteilten, spielt die Band anlässlich des 20. Bandgeburtstags am 16. April ein kuscheliges Exklusiv-Konzert im JZ Scheune Ibbenbüren. Auf den Tag genau 20 Jahre nach ihrem allerersten Konzert kehren die Donots an den Ort zurück, wo damals alles begann.
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Song-Premiere: Schrappmesser geben ersten Vorgeschmack auf „Schlachtrufe Stimmungshits“

Was für ein schöner dritter Advent das heute doch ist. Noch schöner wurde er soeben, weil die Herren Schrappmesser auf Soundcloud gerade einen ersten Vorgeschmack auf ihr Debütalbum Schlachtrufe Stimmungshits aus dem Adventskranz gefischt haben. Das vielversprechende Stück heißt „Auf alles reimt sich saufen, zum Beispiel auf Bier“. Das klingt in etwa so:

Schrappmesser, hä?

Falls Ihr Euch jetzt fragt, ob ich wohl zu lange am Glühwein geschnüffelt habe, weil ich über ein saufendes Küchengerät blogge, dann will ich Euch doch kurz noch abholen. Bei der werten Kapelle Schrappmesser handelt es sich um eine freundliche Hardcore/Punk-Formation aus Westfalen, die sich aus einer heiteren Laune heraus der plattdeutschen Mundart und entsprechend dem plattdütschen Punkrock verschrieben hat. Jawoll. So und nicht anders. 
Und nein, es ist kein Zufall, dass sich die Stimme von Schrappmesser irgendwie entfernt nach den Donots klingt. Hier hat sich nämlich kein anderer als Herr Ingo Knollmann Donot persönlich ans Krakeelen gewagt. Komplettiert wird die Runde von den Waterdown-Jungs Phil und Christian. 
Die Debütplatte des Trios erscheint am 14. Februar 2014 und hört auf den Titel Schlachtrufe Stimmungshits. Bis dahin könnt Ihr „Auf alles reimt sich saufen, zum Beispiel auf Bier“ via Soundcloud noch absolut legal gratis downloaden, abfeiern und fleißig weiter teilen. Darum beten Schrappmesser auf ihrer Facebookseite übrigens ausdrücklich.
In diesem Sinne, Prrrrost!

Donots JAK 2012: Nackter Schweiß und Amplify The Good Times im Rosenhof Osnabrück

Osnabrück. Die Donots aus Ibbenbüren haben am Freitagabend ihr traditionelles Jahresabschlusskonzert im Osnabrücker Rosenhof gespielt. Auf dem Programm: Das Album Amplify the Good Times, das in diesem Jahr seinen 10. Geburtstag feiern durfte. Aber was haben nackte, schweißgetränkte Männerkörper, ein Saxophon im Bühnengraben und ein Eimer auf der Theke damit zu tun?

Foto: Katharina Leuck

Nicht besonders viel, doch sind es ja immer die kleinen Randerscheinungen, die einen Konzertabend unvergesslich machen. So startet er für mich gleich ganz ungewohnt. Im Bühnengraben liegt ein Saxophon, inklusive Ständer. „Gehört das irgendwem hier?“ fragt uns der Sicherheitsmann verdutzt, als wir Fotografen uns am linken Bühnenrand häuslich einrichten. Haben die Donots etwa einen Altsaxophonisten engagiert? Gerade beim Jahresabschlusskonzert ist den Ibbenbürenern ja viel zuzutrauen, aber das Saxophon gehört wohl nicht dazu.

Stattdessen nutzt die Münchner Posthardcore-Band Marathonmann ihre Support-Position und rockt sich 45 Minuten lang den alten Kinosaal. Das Quartett klingt wie das Erbe von Turbostaat. Intelligente deutsche Texte, rotzige Stimme, Melancholie, Wut und Energie. Ein bisschen erinnern sie auch an Frau Potz, jedoch weniger wütend und eine Ecke entspannter. Das gefällt und wird im Kopf auf der „Im Auge behalten“-Liste notiert.

Umbaupause. Immer noch weiß niemand, wem das Saxophon im Graben gehört. Von der Bühne ist es auch nicht gefallen, auch wenn es sich sicher gerne hinter dem Keyboard versteckt hätte, das wir von unserer Position aus gar nicht sehen können. Die Donots legen gegen 21 Uhr mit Vollgas los. Statt der üblichen Setliste des Jahres gibt es Amplify The Good Times. Und zwar komplett, in der richtigen Reihenfolge, wie auf CD. „Wir dürfen die Vergangenheit nicht ändern!“ ruft Ingo der Masse entgegen. Wer weiß, was sonst passiert. Die Gefahren hat man schließlich zuhauf bei „Zurück in die Zukunft“ gesehen.

Foto: Katharina Leuck

Manchmal merkt man ein wenig, dass die Jungs viele der Songs seit Jahren nicht mehr gespielt haben. Ingo gibt zu: „Wir mussten ein paar Texte wirklich im Internet nachgucken. Das ist gerade ein bisschen wie eine große Covershow für uns. Bei manchen Songs wussten wir gar nicht mehr, dass die wirklich von uns sind!“ Doch was macht das schon. Die Stimmung ist ab der ersten Sekunde auf dem Siedepunkt. Die Crowdsurfer fliegen nur so in den Graben und die Herren ziehen sich aus. Ganz.

Naja, fast jedenfalls. Nach den ersten fünf Songs ist es vor der Bühne schon so heiß, dass die ersten Kleidungsstücke auf die Bühne fliegen. Daraus wird schließlich eine Art musikalisches Strippoker. Nach jedem Song muss ein einziger Auserwählter im Publikum ein Kleidungsstück auf die Bühne werfen. Erst fliegen die Gürtel, dann die Schuhe. Am entgeisterten und angeekelten Gesichtsausdruck der weiblichen Fans um ihn herum lässt sich bald ablesen: Oh Gott, er ist nackt! Oder so gut wie. Nur mit Boxershorts und einer soliden Schweißpelle bekleidet, steht der kräftige Junge Mann in der Menge und feiert sich und die Welt.

Als er und ein anderer Fan ähnlicher Statur beide halbnackt über die Köpfe der Leute gesurft kommen, haben die Ordner alle Hände voll zu tun, um die beiden wieder sicher auf den Boden zu stellen. Eine glitschige Angelegenheit. Da wird dann auch mal der Wassereimer, der eigentlich zur Versorgung der ersten Reihe gedacht war, als Waschbecken zweckentfremdet. Es ist den beiden Secu-Jungs definitiv nicht zu verdenken. Und keine Sorge, der Eimer blieb für den Rest des Abends das private Ordner-Waschbecken. Der Inhalt wurde nicht mehr in Bechern weitergereicht.

Das ist auch gut so, denn einige Herren haben schon beim Bier zu tief ins Glas geschaut. Wer nach der ersten Hälfte des Sets an die Theke geht, wird Zeuge eines Rockshow-Schauspiels: Ein völlig fertiger Fan hängt mit einem Eimer über dem Tresen und isst rückwärts. Glanzvoll. Immerhin geht anscheinend nichts daneben. Die Herren Donot zocken sich dafür weiter durch die Amplify The Good Times-Trackliste. Big Mouth, Saccharine Smile, Lady Luck. Nichts fehlt, nicht einmal der Bonustrack. Doch weil ein Donots-Konzert keinesfalls nur 16 Songs lang sein kann, geht es danach gleich weiter. Songs vom aktuellen Album Wake The Dogs kommen als Krönchen noch obendrauf. Insgesamt stehen letztlich amtliche 27 Stücke auf dem Kassenzettel. Die Akustikzugabe, die es bereits beim Grand Münster Slam gab, fehlt natürlich auch nicht und wird kurzerhand aus dem Pit heraus gespielt. Lagerfeuer-Romantik. Herrlich. Und da ist es natürlich logisch, dass „Good Bye Routine“ als Closer des Abends auch am Start ist. Die Masse ist gerührt, die Band auch. Was will man mehr? Wir freuen uns auf jeden Fall schon auf’s 10. JAK im nächsten Jahr!

Foto: Katharina Leuck

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