Schlagwort-Archive: Berlin

GURR – Wunderbarer Girl-Punk in Bielefeld – Bildergalerie

Irgendwie komme ich mit meinem Vorhaben hier wieder ordentlich „Konzerttagebuch“ zu führen, nicht so richtig hinterher. Aber auch wenn das Konzert von Gurr am 2. Juni im Forum in Bielefeld schon über einem Monat her ist, will ich trotzdem noch meine Erinnerungen aufschreiben. Denn Gurr ist eine ganz wunderbare Band. Laut, frech, mit einer unglaublich sympathischen Energie. Und das kann man einfach nicht oft genug sagen. GURR – Wunderbarer Girl-Punk in Bielefeld – Bildergalerie weiterlesen

Milliarden: Unsere Musik ist nicht esoterisch – Videointerview

Milliarden machen Musik, die sich kaum in eine Schublade einordnen lässt. Irgendwo zwischen Pop, Punk und alter Neuer Deutscher Welle zerrocken sie gerade die Clubs in Deutschland. Und gehen gleichzeitig ans Herz. Ich habe Ben Hartmann und Johannes Aue am 30. April in der Kleinen Freiheit in Osnabrück mit Kamera zum Interview getroffen. Was die Herren mit einer Milliarde Fußbällen auf der Autobahn vorhätten? Guckt mal rein! Milliarden: Unsere Musik ist nicht esoterisch – Videointerview weiterlesen

BILLY. Tokio Hotel-Sänger Bill Kaulitz als Gesamtkunstwerk

Bill Kaulitz von Tokio Hotel macht jetzt solo. Unter dem Künstlernamen BILLY versucht sich Herr Frontmann nicht nur als Musiker, sondern gleich als Multimedia-Hybrid-Gesamtkunstwerk. Weg vom Image des Teenie-Schwarms, hin zum nachdenklichen, von Liebeskummer geplagten Künstler und Fashion Icon.  Und wenn mir mal jemand vor einigen Jahren erzählt hätte, dass mich das mal interessieren würde, hätte ich ihm wohl einen Vogel gezeigt. Doch nun bin ich hier, bei der Vernissage von Billy in der Seven Star Gallery in Berlin. Offiziell eingeladen.
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Ab auf’s Dach: tape.tv „Auf den Dächern“-Festival am Sonntag mit Juli, Chakuza & Mighty Oaks

Eines der intimsten und außergewöhnlichsten Festivals in Deutschland ist wohl mit Abstand das ADDF, das „Auf den Dächern“ Festival von tape.tv in Berlin. Am Sonntag, 7. September, findet das musikalische Spektakel zum dritten Mal statt, dieses Mal mit feinster handgemachter Musik u.a. von Juli, Chakuza, Mighty Oaks und vielen anderen.
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Monday Madness: Tonträger mit „Wenn mich keiner sieht“

Heute kehre ich mit Monday Madness einmal zu den Ursprüngen der verrückten Videos zurück. Die Band Tonträger aus Berlin passt hier mit ihrer charmanten, handgemachten Musik und den dazu passenden, nicht perfekten Videos bestens hinein. Wenn man auf die durchgeknallten Texte von Oli Schulz steht und sich sonst auch mit schönem Old-School-Rock’n’Roll anfreunden kann, dem ist diese Band sehr ans Herz zu legen.

Der Song „Wenn mich keiner sieht“ stammt aus dem Album Trostlose Torten, das die Band bereits 2011 veröffentlicht hat. Alle Infos zur Band, noch mehr Videos und einige sehr schöne Hörproben finden sich auf www.tontraegerberlin.de

New Music Award 2012: Das sind die Finalisten

Jedes Jahr verleihen die jungen Radiosender der ARD in Berlin den New Music Award an einen talentierten Newcomer. Erfreulich bei diesem Talentwettbewerb ist, dass hier im Vorfeld auch wirklich im Underground gewühlt wird, und auch die kleine Lokalband eine echte Chance hat. Wer den Award mit nach Hause nehmen darf, entscheidet eine unabhängige Jury.

Neben Ruhm und Ehre erwartet die Gewinner ein Cheque über 10.000 Euro für musikalische Equipment. Geld, das jede junge Band gut gebrauchen kann. Dieses Jahr gehen folgende Finalisten um den großen Preis ins Rennen: New Music Award 2012: Das sind die Finalisten weiterlesen

CD Kritik: Schoenholz – Ceylon


Für Schoenholz ist etwas nur wirklich gut, wenn es weh tut. So, oder so ähnlich, könnte man das Album „Ceylon“ vereinfacht zusammenfassen, wenn man sich nicht näher damit auseinander setzen möchte. Und zugegeben, es ist keine leichte Kost, was die Berliner Band mit ihren neun Tracks hier serviert.

„Mir fällt es schwer, über rein fröhliche Themen zu schreiben. Das klingt häufig einfach nur banal und berührt keinen. Der Schmerz in all seinen Facetten hat für mich eine viel stärkere Kraft“, erzählt Sängerin Daniela Schönwald über ihre Musik. Das ist während der gesamten Dauer des Albums eindeutig spürbar. Melancholie, Weltschmerz und Zukunftsangst sind ständige Begleiter der Platte. Das macht es nicht gerade leicht, sich Ceylon wirklich von vorne bis hinten an einem Stück anzuhören. Theatralisch singt Schönwald von düster ungewissen Zukunftsszenerien, von zwischenmenschlichen Katastrophen. Stellenweise kann man schon fast von Glück sprechen, dass sich die musikalische Untermalung dieser dunklen Geschichten gleichmäßig beruhigend im Hintergrund hält, anstatt den Hörer ebenfalls noch mit der Melancholie-Keule zu erschlagen.

Die Schwere des Albums ist zum Einen sein größter Feind, jedoch zum Anderen auch gleichzeitig sein stärkstes Wiedererkennungsmerkmal. Denn auch wenn man sich als Hörer immer mal wieder überfordert vorkommt, lohnt es sich doch, genauer auf die Texte zu achten. Auch düstere Geschichten sind immer wieder hörenswert. Lässt man sich darauf ein, entdeck man filigrane und zerbrechliche Passagen, die ein wenig schüchtern verspielt miteinander kokettieren, nur um dann doch wieder kompromisslos direkt zu sein.

Schoenholz liefern auf Ceylon Indiepop mit hohem Anspruch, der interessant daher kommt, geballt seinen Hörern jedoch einiges abverlangt. Deshalb sollte man sich bei der „Lektüre“ des Albums immer wieder einmal eine Pause gönnen, um nicht selbst vollkommen im Strudel aus Weltschmerz und Untergangsstimmung zu versinken.

Schoenholz – Ceylon
VÖ: 6. Juli 2012
Timezone Records
http://www.myspace.com/schoenholz

Feels Like Home: Ein Zuhause für Newcomer

Berlin. Madi Diaz streicht sich nervös eine dunkelbraune Haarsträhne aus dem Gesicht, als sie die Bühne im Maschinenhaus der Kulturbrauerei in Berlin betritt. Die amerikanische Singer-Songwriterin aus Nashville ist zum ersten Mal in Deutschland. In den USA ist die junge Musikerin bereits viel getourt. Ihr aktuelles Album wurde von John Alagia produziert, der auch für den Sound von John Mayer oder Dave Matthews Band verantwortlich war. Hier kennt sie keiner.

Genauso geht es Andrew Belle aus Chicago. In seiner Heimat wird der smarte Musiker regelmäßig im Radio gespielt, viele seiner Songs wurden in großen amerikanischen TV-Serien wie „Grey’s Anatomy“ verwendet, ein anderer untermalte gar eine Werbekampagne von Microsoft. In Deutschland kann kaum jemand etwas mit seinem Namen anfangen. Noch nicht. Vielleicht wird sich das bald ändern.
Madi Diaz und Andrew Belle haben das Glück, bei der „Music & Reading“-Veranstaltungsreihe „Feels like Home“ dabei zu sein. Das soziale Benefiz-Projekt, das 2009 von Johannes Strate, Sänger der Band Revolverheld, und der Hamburger Nachhaltigkeits- und Kommunikationsberaterin Dannie Quilitzsch ins Leben gerufen wurde, holt regelmäßig unbekannte internationale Musiker nach Deutschland. Meistens handelt es sich dabei um handverlesene, musikalische Ausnahmetalente der amerikanischen Singer-Songwriter-Szene.
Eingerahmt von Lesungen deutschsprachiger Autoren, wie in Berlin von Stromberg-Schauspieler Oliver Wnuk, oder von Zeit zu Zeit auch mal neben etablierten deutschen Künstlern wie zum Beispiel Philipp Poisel, haben die Musiker wie aktuell Madi Diaz oder Andrew Belle die Chance, sich zum ersten Mal einem deutschen Publikum zu präsentieren und mitunter auch in der hiesigen Musikszene Fuß zu fassen.
Madi Diaz sang Stücke aus ihrem Album „Plastic Moon“.

Neben Musik und kulturellem Austausch wird bei Feels Like Home auch soziale Verantwortung großgeschrieben, die Dannie Quilitzsch und Johannes Strate besonders am Herzen liegt. „Alle Erlöse, die durch Spenden und Ticketeinahmen erzielt werden, fließen in soziale Projekte, die wir jedes Mal im Vorfeld aussuchen“, erklärt Quilitzsch. Von der aktuell sechsten Feels Like Home-Auflage profitierte der Berliner Verein „Ruby Tuesday“, der jedes Jahr ein Rock Camp für Mädchen veranstaltet. Mit Musik wollen sie die Mädchen stark machen, mit dem Ziel, irgendwann die männliche Dominanzstruktur in der Musikbranche zu durchbrechen.

Durch die starke kulturell-soziale Ausrichtung ist die Naturkosmetik-Marke eines großen amerikanischen Konzerns auf den Feels-LikeHome-Zug aufgesprungen: Man hat die Veranstaltung in der Berliner Kulturbrauerei kurzerhand zum ersten „Origins Rocks Earth Month“-Konzert erklärt, die bisher nur in den USA stattfanden. Vor Ort lässt man die Besucher alte Kosmetik recyclen und verspricht, für jede anwesende Person einen Baum zu pflanzen. „Anlässlich des bevorstehenden, weltweiten ‚Earth Day‘ am 22. April möchte wir hier das Umweltbewusstsein der Besucher stärken“, erklärt Vertreterin der Marke Anja Elbert unserer Zeitung vor dem Konzert.
Was 2009 bei einer New-York-Reise als Idee von Strate und Quilitzsch begann und als kleines, familiär anmutendes Projekt in der Wohnzimmeratmosphäre des Hamburger Knust seinen Lauf nahm, ist jetzt mit seiner sechsten Auflage schließlich in ganz Deutschland angekommen. In der vergangenen Woche zog es die Feels-Like-Home-Familie auf ihrer kleinen Tour von Hamburg nach Berlin, Köln und München und damit in alle großen Medienstädte der Republik. Andrew Belle ist nach dem Konzert in Berlin vom Feels-Like-Home-Konzept begeistert: „Wir erreichen so ein Publikum, das wir sonst nie erreicht hätten. Ich bin sehr froh, bei dieser Tour dabei sein zu dürfen.“
Foto: Katharina Leuck

Großartiger Auftakt in Berlin – Söhne Mannheims und Xavier Naidoo Live im Doppelpack


20.000 bestens gelaunte Menschen, unzählige Regenponchos und erstklassige Musik. Pünktlich zur Veröffentlichung ihres neuen Albums „IZ ON“ enterten die Söhne Mannheims am Freitag Abend nach längerer Pause wieder die Bühne. Der Wettergott hätte der Menge auf der Waldbühne in Berlin zwar besser gesonnen sein können, jedoch taten die allgegenwärtigen Schauer der Stimmung keinen Abbruch. Im Gegenteil. Die weit gereisten Fans feierten die Mannheimer Herren mit frenetischem Jubel und trotzten tapfer jeder Dusche von oben.

Abwechslungsreich ging es zu. Die Band spielte sich durch eine gelungene Mischung aus Songs von ihren alten Alben und ließ keinen großen Hit aus. Natürlich gab es auch Songs ihrer neuen Platte zu hören, die alle beim Publikum bestens ankamen. Zwei Stunden lang wurde sowohl auf als auch vor der Bühne alles gegeben und ausgelassen gefeiert. Die Freude und Überwältigung war allen Beteiligten buchstäblich ins Gesicht geschrieben. Spätestens bei „Und wenn ein Lied“ war bei wirklich jedem absolutes Gänsehaut-Feeling angesagt: ein Chor aus 20.000 Stimmen sang den Song voller Gefühl zusammen mit Xavier Naidoo und den anderen Söhnen. Man kam sich plötzlich nicht mehr vor wie auf einem riesigen Open Air Gelände, sondern wie auf einem Wohnzimmerkonzert – in einem Wohnzimmer mit 20.000 Freunden.

Das ausverkaufte Konzert, zu dem Fans aus allen Ecken der Republik anreisten, war der fulminante Auftakt zu einer so noch nie da gewesenen Konzertreihe: Söhne Mannheims und Xavier Naidoo Live im Doppelpack. Am nächsten Tag konnte man auch noch Xavier Naidoo Solo live erleben. Im gleichen Format werden Xavier Naidoo und die Söhne Mannheims, pünktlich zur Veröffentlichung von Xaviers neuen Albums, ab Oktober mit ihrer „IZ ON / Alles kann Besser Werden Tour 2009“ quer durch Deutschland unterwegs sein. Bereits über 100.000 Tickets wurden laut Veranstalter für diese bevorstehende Doppelpack-Tour verkauft, die Ende November unter anderem auch in Bremen, Hamburg und Hannover halt macht. Nach Berlin kann man dazu nur sagen: Es lohnt sich!

Schokoschneemann JOST, mein Echo-Ticket


Schokoschneemann JOST
Originally uploaded by leuka_astra

Kreativität wird belohnt. Oder so. Verrückte Ideen auch. Und was man sich in den Kopf setzt, das schafft man auch.

Quasi last minute habe ich Sonntag Abend noch beim Gewinnspiel von On3 Radio, Südwild und dem BR mitgemacht – und gewonnen!

Also, nächste Woche irgendwann gibt’s was Neues zu lesen – Kaddas und Angis Abenteuer bei der Echoverleihung.

Berlin, du bist so wunderbar Berlin!