Worst Days Down

Secret Show mit Worst Days Down in Osnabrück

Was gibt es schöneres, als ein ohnehin schon schönes Wochenende auch noch mit guter Musik ausklingen zu lassen? Letzten Sonntag durfte ich bei einer kleinen Secret Show von Worst Days Down aus Kanada dabei sein. Richtig schöner, melodischer Punkrock, den ich mir immer wieder anhören kann. 

Worst Days Down? Wer ist das denn nun schon wieder? Muss man die kennen? Die Wahrscheinlichkeit ist zwar wirklich nicht gerade groß, dass Ihr ihnen schon mal begegnet seid, aber ich finde, kennenlernen solltet Ihr sie trotzdem. Zumindest solltet Ihr Euch mal ihr Album Elsewhere anhören – vor allem, wenn Ihr sonst auch gerne zum Groezrock fahrt (oder gefahren seid). Los, los! 

Worst Days Down wieder entdeckt

Aber ich wollte Euch ja die Geschichte von diesem schönen Konzertabend erzählen. Wenn Ihr im vergangenen Jahr meinen Blog ganz aufmerksam gelesen habt, ist Euch der Name „Worst Days Down“ sogar schon einmal begegnet. Letztes Frühjahr waren sie als Vorband von Owls by Nature in der Kleinen Freiheit. Am Ende des Abends war ich völlig von der Energie der Musik beseelt und fuhr ich die Band spontan zu ihrem Hotel, weil sie sonst ihre Schlüssel nicht mehr bekommen hätten. 

Da Worst Days Down hierzulande nicht sonderlich bekannt sind, bin ich ehrlich gesagt nicht davon ausgegangen, sie hier so schnell wiederzusehen. Doch dann geisterte da auf einmal diese Facebook-Veranstaltung durch meinen Newsfeed: Secret Show mit Worst Days Down. In Osnabrück. Veranstaltet von Manatee Entertainment. Ganz ehrlich: Mir ist in dem Moment fast der Kaffee aus der Hand gefallen, weil ich so schnell eine Nachricht schreiben wollte, dass ich dabei bin.

„Zum Tatort seid Ihr wieder zu Hause“

Vorspultaste, Sonntagabend 18 Uhr. Das Konzert irgendwo in einem musikschwangerem Raum soll schon früh starten. Eine der Besonderheiten der „Secret Shows“ von Manatee Entertainment, wie ich später erfahre.

Ich soll in meiner Vorfreude nicht enttäuscht werden. Worst Days Down sind musikalisch genauso großartig und menschlich genauso herzlich, wie ich sie in Erinnerung habe. In einem gemütlich eingerichteten, notdürftig beheizten Proberaum spielen die fünf Kanadier ihre Songs wieder mit so viel Leidenschaft, dass ich ihnen jeden Ton, jede Phrase und jede Textzeile sofort beglaubigt unterschreiben würde.

Worst Days Down machen keine Show, sondern liefern einfach nur pure Emotion und Energie.  Auch wenn ich mich hier fast selbst wiederhole, so viel ehrliche Präsenz habe ich noch selten erlebt. Obwohl nur wenige der anderen Besucher die Songs bereits kennen, schaffen es Frontmann Ben und seine Buddys, augenscheinlich Jede und Jeden im Raum für sich zu gewinnen. 

Kennt Ihr das, wenn sich ein Song oder gleich eine ganze Band mit ihrer Musik ab dem ersten Ton einfach direkt mitten in Euer Herz bohrt, da einen Anker wirft, Euch weiter mit ihren Akkorden am Hinterkopf zwischen den Ohren frech durch die Haare wuschelt und Euch mit ihren Harmonien wie ein unsichtbarer Mantel einfach einhüllt, sodass alles gleichzeitig so schön heiß und kalt kribbelt, dass Ihr Euch schon fast schütteln möchtet, weil Ihr sonst das Gefühl habt, vor Energie und Emotion fast zu platzen? Und Ihr wisst nicht einmal wirklich wieso?

Dieses Gefühl habe ich längst nicht bei jedem Konzert. Aber an diesem Sonntagabend, in diesem rohen, vollgestopften Bandraum ist es plötzlich wieder da – Dank Worst Days Down, irgendwo zwischen „Anchors“, „Manatee County“ und ihrem Hot Water Music-Cover von „Trusty Chords“. 

Vielen lieben Dank, Rieke und Jogi von Manatee Entertainment, dass Ihr die Jungs wieder in die Stadt geholt habt und solche Konzerte veranstaltet! 

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