Mark Forster

Mark Forster mit Bauch und Kopf im Hyde Park

Mark Forster sagt Au Revoir. Mark Forster redet mit Bauch und Kopf. Mark Forster flasht. Jedenfalls findet das das Publikum im Hyde Park in Osnabrück, wo Herr Forster am Samstag zum Finale seiner „Bauch und Kopf“-Tour 2015 geladen hatte.

Der Park ist ausverkauft. „Die ersten Fans standen schon ab 11 Uhr vor der Halle, noch bevor wir überhaupt hier waren“, erzählt mir der Tourbegleiter von Support-Act Kelvin Jones. Als eben jener sein halbstündiges Set eröffnet, um die Osnabrücker auf den Abend einzustimmen, schlängelt sich immer noch der Rest der Schlange über den Parkplatz zum Eingang.

Kelvin Jones legt einen gefühlvollen Start hin. Der Musiker hat es dank seines Youtube-Hits „Call me Home“ zum Plattendeal geschafft und konzentriert sich mit seiner Promo gerade auf Deutschland. Das funktioniert wohl auch ganz gut.

Filigrane Melodien, tiefgreifende Texte und eine wunderschöne, markante warme Stimme. Kelvin Jones steht alleine mit seiner Gitarre und singt herrlich authentische Popsongs, die mit dem allgemeinen Plastik wenig zu tun haben. Das kommt beim Osnabrücker Publikum bestens an, am Ende des Sets singt es tatsächlich lauthals „Call you home“ mit. Viele holen sich nach dem Konzert noch Autogramme und machen Fotos. Kelvin Jones würde ich sehr gerne noch mal mit einem vollen Set sehen. Vielleicht ergibt sich das ja im kommenden Jahr.

Mark Forster für die ganze Familie

Als Jury-Mitglied von The Voice Kids hat Mark Forster ein sehr junges Publikum. Viele junge Familien mit Kindern zwischen 6 und 14 Jahren und aufgeregte Teenager wandern durch den alten Rock-Club. Ich stelle mich auf ein Kreischkonzert ein. Doch dann die Überraschung: Als Mark Forster die Bühne entert, ist der Jubel zwar groß, aber das große Kreischen bleibt aus. Puh. Glück gehabt 😉

Nach den ersten drei Songs im Bühnengraben suche ich mir mit Beene einen Platz in der Nähe des Merch-Stands und gucke mir das Spektakel mit ein wenig Abstand an. Mark Forster hüpft gut gelaunt über die Bühne, geht mit seinen Fans auf Tuchfühlung und feiert einmal das komplette Handbuch der Animation ab. Mitsingen, Arme schwenken, hinhocken, springen. Läuft. Die Osnabrücker machen begeistert mit, selbst die kleinsten sind immer wieder dabei. Und was der Herr da auf der Bühne macht, macht er ja auch sehr gut. Sympathisch.

Ich persönlich merke unterwegs allerdings, dass ich nicht mit allen Songs von Mark Forster etwas anfangen kann. Oder zumindest nicht in der Masse. Ja, die Show ist gut, da stimmt alles. Aber etwas mehr treibende Nummern a la „Flash mich“ oder „Au Revoir“ dürften es für mich schon sein. Das gut eineinhalbstündiges Konzert schippert nahezu komplett auf einer etwas weichgespülten Midtempo-Welle dahin. Auch die Melodien ähneln sich immer wieder. So wirklich „flasht“ mich das hier alles einfach nicht. Ich bin zwar ganz gut unterhalten, aber mehr auch nicht. Vielleicht wäre es anders, wenn ich Kinder und sie hier zu ihrem ersten Konzert mitgenommen hätte. Dann wäre ich vermutlich begeistert, denn zum“Konzert-Einstieg“ eignet sich der Abend wirklich sehr gut.

Insgesamt ist der Abend solides, nett gemachtes und absolut massentaugliches Party-Entertainment für die ganze Familie und verträumte Mädchenherzen.

Mark Forster & Kelvin Jones – Galerie

Dinge, die mir bei Mark Forster durch den Kopf gegangen sind:

Juhu, Konfetti!

Der Mark hüpft aber lustig. 

Warum gibt es eigentlich immer noch Eltern, die ihre Kinder zu Konzerten schleppen und absolut KEINEN Gehörschutz mitbringen? Verantwortungslos! (Am Rand sieht man immer wieder Kinder ab der Hälfte des Konzerts, die sich die Ohren zu halten. Liebe Eltern, Ohrstöpsel gibt es auch für Kinder und kosten 3,50 Euro.)

Haha, flash me. So inappropriate! Am Merchstand gibt es diverse Artikel mit der Aufschrift „Flash mich“. Als ich während der nächsten Midtempo-Nummer schon nicht mehr weiß, wie der Song eigentlich heißt, muss ich lachen. Mein Übersetzerkopf hat das Neudeutsch wörtlich ins Englische übersetzt. Hallo Fettnäpfchen! „Flash me“ wäre in den USA nämlich eher die umgangssprachliche Aufforderung an eine Dame, oben herum blankzuziehen. Witzige Szenen in meinem Kopf.  Ähm. Ja. 😉

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